Bei vielen Rentnern reicht das Geld nicht zum Leben. Der Verein Ein Herz für Rentner hilft deshalb vielen Seniorinnen und Senioren. imago/Joko

Altersarmut wird in Deutschland zu einem immer größeren Problem: Nach dem langen Arbeitsleben reicht die Rente bei vielen leider nicht mehr zum Leben. Laut einer vom Bundesseniorenministerium geförderten Studie liegt der Anteil der armen Menschen über 80 Jahren bei 22 Prozent – das heißt: Fast ein Viertel der Menschen über 80 ist von Armut betroffen. Nirgendwo ist das deutlicher zu spüren als bei der Arbeit des Vereins „Ein Herz für Rentner“.

Emotionaler Brief: Seniorin bittet um etwas Geld für Klassentreffen

Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen zu helfen, bei denen das Geld im Rentenalter nicht mehr reicht. „Es ist die Generation, die immer alles allein geschafft und sich durchgekämpft hat. Sie hungern für eine neue Matratze, verletzen sich, weil sie schlecht sehen und sich keine neue Brille leisten können oder sie verzichten auf die Reha, weil sie kein Geld für einen Jogginganzug oder Turnschuhe haben“, heißt es auf der Website. Menschen können hier auch spenden, um Senioren in Not zu unterstützen.

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Einer der traurigen Fälle wurde jetzt auf Facebook veröffentlicht: Der Verein postete ein Foto eines Briefes, in dem eine Rentnerin um Unterstützung bittet – für etwas, das für viele andere Menschen selbstverständlich ist. „Wie Sie sehen bin ich zum Klassentreffen eingeladen worden“, schreibt sie in schöner, schnörkeliger Handschrift. „Ich würde schon sehr gerne hingehen, doch 65 Euro ist für mich viel Geld.“

Hinzu kämen die Fahrtkosten, falls ihr Sohn sie nicht mit dem Auto hinbringen könnte, schreibt die Frau. „Ehrlich gesagt hätte ich mir auch gern was neues zum Anziehen gekauft. Alles geht eben nicht, doch es würde mir schon helfen wenn ich von Ihnen die 65 Euro bekommen würde. Damit wäre mir schon sehr geholfen. Für Ihr Verständnis im Voraus vielen Dank.“

Viele Rentner müssen Flaschen sammeln gehen, um im Alter zu überleben. imago/Udo Gottschalk

Der Verein kommentiert das Schreiben mit: „In diesem Brief bittet uns eine Rentnerin um Unterstützung, damit sie an ihrem Klassentreffen teilnehmen kann. Wir ermöglichen ihr das gerne und übernehmen die Kosten für Bahnticket, Hotel und Kleidung. Viel Spaß beim großen Wiedersehen!“

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Eine schöne Nachricht für die Dame, eine tolle Geste des Vereins. Für viele bleibt trotzdem ein bitterer Beigeschmack. Der Grund: Es ist schockierend, dass solche Briefe überhaupt geschrieben werden müssen, heißt es in vielen Kommentaren. „Natürlich ist es toll wenn ihr der alten Dame helft, aber es ist traurig genug dass es solche Organisationen überhaupt geben muss in Deutschland“, schreibt eine Nutzerin.

Nutzer fassungslos: Warum muss es überhaupt Altersarmut geben?

Und weiter: „Ich habe jetzt öfter schon mit Rentnern gesprochen, die sich nicht mal einen Kinobesuch mehr leisten können. Und wenn ich im Supermarkt an der Kasse sehe, dass sich ein Rentner jeden Artikel in seinem Einkaufskorb zweimal überlegt, dann könnte ich vor Wut schreien.“

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Und in einem Kommentar heißt es: „Großartig von Euch! Und dennoch ist es beschämend, dass in einem Land wie Deutschland, Rentner am Existenzminimum leben müssen und überhaupt auf solche Unterstützung angewiesen sind. Wann begreift unsere Politik endlich, dass hier etwas ganz gewaltig schief läuft!“