Sex im Freien ist nicht immer eine gute Idee. Manchmal droht sogar Lebensgefahr. imago/Panthermedia

Vier Beine gucken aus riesigen Heuballen hervor. Daneben steht ein Schild mit der Aufschrift: „Seit dem letzten Sommer werden immer noch vermisst – Friedbert und Ludo, Thies und Insa. Während der Heuernte ist Sex im hohen Gras verboten! Lebensgefahr!!!“ Es ist eine Botschaft, die derzeit auf der Nordseeinsel Poel für Aufregung sorgt. Ist Sex im Freien wirklich so gefährlich?

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Friedbert und Ludo, Thies und Insa – die vier vermeintlich Liebenden gibt es nicht. Die Füße sind Attrappen. Die Idee hinter der Nachricht kommt aber ab: Wenn im Herbst die Felder mit riesigen Maschinen gemäht werden, sind liebestolle Paare für erntende Bauern im Feld kaum erkennbar. Wer sich zur Heuernte im Feld vergnügt, riskiert tatsächlich einen schlimmen Unfall.

Sex im Freien auf Poel: Wie gefährlich ist die Heuernte wirklich?

Fakt ist: 77 Prozent der Gesamtfläche Poels sind Felder, die bewirtschaftet werden. Da ist die Verlockung groß, sein Liebesspiel nach draußen zu verlegen. Die Gelegenheit ist praktisch allgegenwärtig. 

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Doch wie gefährlich ist die Heuernte wirklich? In der Tat gibt es immer wieder tödliche Unglücke mit schwerem Gerät. Meist sterben Tiere, die sich im hohen Gras verstecken und von den Bauern übersehen werden. Aber auch Menschen starben schon auf Feldern. So wurden beispielsweise Anfang Juli in Italien zwei Frauen in einem Maisfeld erfasst, als ein Landwirt mit einem Fahrzeug zum Verspritzen von Pestiziden darüber fuhr.

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Auf Poel gab es ähnliche Unfälle aber in Wirklichkeit noch nicht. Aber man muss ja auch nicht warten, bis etwas passiert. Deshalb kam die Idee von der Gemeinde, Einheimischen und Touristen gefällt, weil es zum Schmunzeln bewegt. Bürgermeisterin Gabriele Richter sagte der Ostsee-Zeitung: „Mit dieser Darstellung sollen nur die Lachmuskeln ein wenig bewegt werden.“