Seit 2014 ist er in vierter Ehe mit Wagenknecht verheiratet. Imago Images/Stefan Boness

Sie überstrahlt alle in ihrer Partei. Sahra Wagenknecht ist der Linken-Star, ihr Buch „Die Selbstgerechten“ erklomm Platz eins der Bestsellerliste. Die 51-Jährige ist mit dem 26 Jahre älteren Oskar Lafontaine, ehemals Ministerpräsident im Saarland, verheiratet. Das Paar ist seit 2011 zusammen, zum Promi-Magazin Bunte sagt Wagenknecht: „Ich bin sehr glücklich mit ihm. Es ist nur schade, dass wir uns so spät kennengelernt haben. Für eine Familiengründung war es zu spät. Aber wir haben drei Enkelkinder, das ist auch wunderbar.“ Wagenknecht wuchs in der DDR auf, ihr Vater ist Iraner – seine Heimat hat sie nie kennengelernt. „Ich möchte irgendwann mal mit Oskar hinfahren, auch wenn ich die Verschleierung und das Regime schrecklich finde.“

„Mein Mann fängt mich auf“

Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht ist voll des Lobes über ihren Ehemann Oskar Lafontaine. „Wenn ich ins Saarland zurückkomme, wartet dort mein Mann und fängt mich auf“, sagte sie vor einiger Zeit der Zeitschrift Super Illu. „Seit wir zusammenleben, bin ich einfach ein glücklicher Mensch.“ Bei ihm gehe es ihr gut, „da bin ich ganz bei mir.“ Daraus schöpfe sie ganz viel Kraft und Souveränität, sagte die 51-Jährige.

Auf die Anfänge ihrer Politkarriere angesprochen, sieht Wagenknecht ihre frühen Auftritte nach eigenen Worten eher kritisch: „Ich war damals ein Trotzkopf, hatte das Gefühl, die DDR auf Teufel komm raus verteidigen zu müssen, ohne dafür wirklich einen Grund zu haben. Ich habe damals sicher manchen Unsinn erzählt. Aber dazu stehe ich.“

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Eigentlich sei sie gar keine Politikerin, wird Wagenknechts Mutter in Wagenknechts Biografie zitiert, die 2019 erschien. Diese Einschätzung teile auch ihr Ehepartner Oskar Lafontaine (Linke) „in mancher Hinsicht“, heißt es. „Für ihn ist sie das klassische Einzelkind mit der hohen Intelligenz und den vielfältigen intellektuellen Begabungen, „keine Rudelführerin“ – eine Fähigkeit, die für ihn unverzichtbar im politischen Geschäft ist“, schreibt der Autor.

Eine Einzelkämpferin war Wagenknecht schon als Kind, auch weil sie ausgegrenzt wurde wegen ihres Aussehens. Ihr Vater war iranischer Student. Beschrieben werden Situationen aus der Schulzeit: „Von Mitschülern wird sie gefragt, ob sie denn aus China komme ... Irgendwann antwortet Sahra auf die drängenden Frage nach ihrer vermeintlich asiatischen Herkunft einfach mit: ‚Ja‘. Von da an ist sie die ‚Chinesin‘.“

Aber Wagenknecht wehrt sich auch: „Sie kann die meisten ihrer Peiniger, auch die Jungs, kräftemäßig durchaus in Schach halten. Bis in ihr elftes Lebensjahr ist sie ... stämmig und stark, mit Tendenz zum Übergewicht. Und wehrhaft ... Wird sie verhöhnt, angegriffen, beleidigt, lässt ihre Antwort nicht auf sich warten. Sie prügelt, kratzt, reißt Haare aus.“