Am Martkplatz im sächsischen Borna wurde randaliert.
Am Martkplatz im sächsischen Borna wurde randaliert. Imago/Hanke

In der Silvesternacht hat sich nach zwei durch die Corona-Pandemie quasi ausgefallenen Jahren offenbar einiges entladen. Vor allem die Berichte aus dem Berliner Bezirk Neukölln bestimmten in der ersten Woche nach dem Jahreswechsel die öffentliche Wahrnehmung, doch auch andernorts kam es zu bedrohlichen Szenen, Zerstörung und teilweise schweren Krawallen, wie aus den örtlichen Polizeiberichten hervorgeht. Besonders heftig ging es demnach im sächsischen Borna zu.

Randale in der Silvesternacht: Polizei sucht Täter

In der zwischen Leipzig und Chemnitz gelegenen Kleinstadt, wüteten in der Silvesternacht etwa 200 Personen auf dem zentralen Marktplatz. Nun wurde ein Hinweisportal eingerichtet, um nach den Tätern zu suchen. Zeugen sind aufgerufen, Fotos und Videos aus der Tatnacht hochzuladen. 

Die Polizei betreibt auch deshalb einen derart großen Aufwand, da die Krawalle in Borna offenbar sehr schwerwiegend waren. Bei den Ausschreitungen wurden zunächst der Weihnachtsbaum und das Rathaus mit Raketen attackiert. „Ein Teil der Anwesenden versuchte mittels Pyrotechnik den dortigen Weihnachtsbaum zu entzünden“, schrieben die Beamten in einer Mitteilung. Am Rathaus wurden Fenster und Fassade beschädigt. Eintreffende Polizisten seien Anschließend mit Pyrotechnik angegriffen, ein Polizeiauto sei dadurch beschädigt worden.  

Randale in der Silvesternacht: Anwohner berichten von „Sieg heil“-Rufen

Ein von Bornas Oberbürgermeister Oliver Urban auf Facebook veröffentlichtes Foto eines Zeitungskiosks zeigt auch hier Zerstörung. Und es gibt weiteren Aufschluss darüber, was sich noch in der Innenstadt von Borna zugetragen hat. Denn Anwohner berichten in den Kommentaren von „Sieg heil“-Rufen der Randalierer – und, dass Jugendliche sich mit Sturmhauben vermummt hätten und dann böllernd durch die Stadt gezogen seien. Die Polizei hat diese Darstellung bislang noch nicht bestätigt. 

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Bereits in der Silvesternacht habe es aber zwei Festnahmen gegeben: Zwei junge Männer im Alter von 19 Jahren.