Polizisten mussten in Sachsen von einem Gewitter aufgeschreckte Rinder wieder einfangen. Polizei Sachsen

In Sachsen sind die Kühe los! Ein Gewitter hat eine Herde Rinder auf der Weide im Vogtland aufgeschreckt. Die Tiere durchbrachen die Umzäunung des Areals im Treuener Ortsteil Pfaffengrün und nahmen Reißaus, wie die Polizeidirektion Zwickau mitteilte. Eine von insgesamt 26 Kühen konnte schnell in unmittelbarer Nähe eingefangen werden, der Rest lief am Freitagnachmittag ins etwa zwei Kilometer entfernte Nachbardorf Buchwald, wo ein Auto beschädigt wurde.

Vier Jungrinder sprinteten in Sachsen über die Überholspur der A72

Die alarmierten Beamten ermittelten den Besitzer des Viehs, der den Großteil seiner Herde schließlich am Abend sicher nach Hause brachte. Vier ausgebüxte Jungrinder aber waren über Stunden auf Abwegen und sorgten in der Nacht für eine gut einstündige Sperrung der Autobahn A72 Chemnitz-Hof. Dort rannten sie „in flottem Tempo auf der linken Spur“ Richtung Süden, wie ein Polizeisprecher sagte.

Ein Autofahrer alarmierte die Autobahnpolizei, die zunächst vergeblich versuchte, das rasende Quartett nach knapp zehn Kilometern zu stoppen. Beamte einer zweiten Streife sorgten dann mit rot-weißem Absperrband an der Ausfahrt Plauen-Ost für eine Art Ersatzweide, trieben die Kühe darauf, brachten sie zum Stehen und „hielten sie in Schach“, bis der Besitzer sie abholte.