Intensivstation mit Corona-Patienten (Symbolbild). Foto: imago images/Markus van Offern

Ein Klinikchef aus Sachsen hat erste Triage-Fälle aufgrund überlasteter Intensivstationen gemeldet. Dr. Mathias Mengel sagte dem WDR: „Wir waren in den vergangenen Tagen schon mehrere Male in der Situation, dass wir entscheiden mussten, wer Sauerstoff bekommt und wer nicht.“ Zudem merkte Mengel an, dass sich Görlitz im „Epizentrum“ der Pandemie befinde. Manche Häuser würden keine Patienten mehr aufnehmen. Von gut 1500 verfügbaren Intensivbetten in Sachsen sind noch 170 frei. Deswegen gibt es laut Mengel erste Überlegungen, Patienten in größerem Stil in andere Bundesländer zu verlegen.

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Sachsen ist Corona-Hotspot mit hohen Inzidenzwerten. In Görlitz liegt dieser bei derzeit 532. Das RKI meldete zuletzt 952 Todesfälle binnen 24 Stunden. Das ist ein neuer Höchststand.

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An diesem Mittwoch treten wieder härtere Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ein. Hoffnung macht die Aussicht auf einen Impfstoff. Die Europäische Arzneimittelbehörde will am 21. Dezember ihr Gutachten zum Impfstoff von Biontech und Pfizer veröffentlichen.