Russische Sicherheitsbeamte stürmen die Schule in Kasan. Imago/Yegor Aleyev

Bei einem Schusswaffenangriff auf eine Schule im zentralrussischen Kasan sind laut russischen Behörden sieben Schüler getötet worden. Zudem wurden mehrere Menschen verletzt. Ermittler gehen von einem Einzeltäter aus.

Russland: Unterschiedliche Angaben über die Zahl der Todesopfer

Über die Zahl der Todesopfer gab es zunächst unklare Angeben. Das russische Anti-Terror-Komitee sprach von sieben Toten, die Stadtverwaltung von Kasan von acht, mehrere russische Nachrichtenagenturen hatten zuvor von elf Toten gesprochen. Zudem gab es 20 Verletzte, darunter 18 Kinder. Sechs von ihnen werden auf Intensivstationen behandelt.

Das Anti-Terror-Komitee leitete Ermittlungen wegen „Mordes“ ein, was zunächst nicht für eine terroristische Tat spricht. Die Behörde sprach von lediglich einem Täter. Auch die Sprecherin des Präsidenten von der russischen Republik Tatarstan, deren Hauptstadt Kasan ist, stellte klar, es habe„ nur einen Angreifer“ gegeben. Laut Präsident Rustam Minnichanow handelte es sich um einen 19-Jährigen, der festgenommen worden sei.

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Russlands Staatschef Wladimir Putin sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus und kündigte eine Überprüfung des Waffenrechts an. Der Kreml kündigte außerdem die Entsendung einer Sondermaschine mit Ärzten, Psychologen und medizinischem Material nach Kasan an.