Wie auch Instagram gehört Whatsapp zum Facebook-Konzern. Foto: imago images/Debarchan Catterjee

Nutzerinnen und Nutzer von Whatsapp werden derzeit von Meldungen aufgeschreckt, der Messenger-Dienst stelle sie vor ein Ultimatum. In einem Pop-Up werde die Zustimmung zu neuen Geschäftsbedingungen verlangt, schreibt etwa das IT-Newsportal Golem. Wer dies ablehnt, könne die App ab 8. Februar nicht mehr nutzen, heißt es dort weiter.

Angefeuert wird dies durch Aufrufe, auf Messenger-Alternativen auszuweichen. Zwei Worte des Tesla-Chefs Elon Musk genügten, um einen Run auf die App Signal auszulösen.

Das IT-Portal heise.de meldete am Freitag, das Anmeldeverfahren von Signal sei zeitweise überlastet gewesen. 

Whatsapp gehört zum Facebook-Konzern. Bei den Änderungen geht es vor allem um eine weitgehende Nutzung der Daten durch andere Dienste des Unternehmens wie etwa Instagram. Whatsapp erklärte selbst, eine Verbindung zwischen dem Messenger und der Plattform Facebook ermöglichen zu wollen. Nutzern könnten so ihren Whatsapp-Account mit anderen Produkten des Facebook-Unternehmens verlinken. Stimmen User dem zu, können ihre Daten bereits seit Juni letzten Jahres zur Personalisierung, unter anderem von Werbung, auf anderen Plattformen verwendet werden.

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Auf eine Nachfrage von Golem.de reagierte eine Sprecherin wie folgt: „Um jeden Zweifel auszuschließen: Es bleibt dabei, dass Whatsapp in der europäischen Region keine Whatsapp-Nutzerdaten mit Facebook zur Verbesserung von Facebook-Produkten oder Werbung teilt“. Verwirrung stiftet offenbar, dass auch in der deutschen Version der Datenschutzerklärung auf die Datennutzung hingewiesen wird - wo allerdings auch auf eine Sonderregelung für die EU hingewiesen wird.

Am Donnerstagabend sah sich Facebook dann veranlasst, eine Klarstellung zu veröffentlichen. Darin erklärt das Unternehmen, die Änderung betreffe Nutzerinnen und Nutzer in EU-Staaten nicht: "Gerne möchten wir Sie darauf hinweisen, dass das in der EU nicht der Fall ist: In der EU gibt es ein separates Privacy Policy Update, laut welchem die Daten von WhatsApp-Nutzern weiterhin nicht mit Facebook geteilt werden." Facebook erklärt weiter, diese Regelung schließe auch Nutzer in Großbritannien ein: "Es gibt keine Änderungen an den Praktiken der Datenweitergabe von WhatsApp in der europäischen Region (einschließlich Großbritannien), die sich aus den aktualisierten Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien ergeben. Um jeden Zweifel auszuschließen, gilt weiterhin, dass WhatsApp keine WhatsApp-Nutzerdaten aus der europäischen Region mit Facebook teilt, damit Facebook diese Daten zur Verbesserung seiner Produkte oder Werbung nutzen kann."