Eine Touristin fand im Urlaubsparadies Neuseeland den Tod (Symbolbild). Foto: Guo Lei/XinHua/dpa

Der Mörder einer britischen Rucksacktouristin hat seine Verurteilung zu lebenslanger Haft in Neuseeland vergeblich angefochten. Das zuständige Berufungsgericht lehnte seinen Einspruch am Freitag ab und bestätigte die Einschätzung der vorherigen Instanz, dass der im Februar im Alter von 28 Jahren verurteilte Neuseeländer äußerst heimtückisch vorgegangen sei. Er habe sowohl während als auch nach der Tat „absolut egoistisch und bösartig“ gehandelt, urteilten die Richter. Dass der Mörder nach geltendem Recht mindestens 17 Jahre hinter Gittern bleiben müsse, sei daher keine unangemessene Härte.

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Der Täter hatte sein Opfer über eine Dating-App kennengelernt und im Dezember 2018 erwürgt - am Abend vor ihrem 22. Geburtstag. Die Leiche packte er in einen Koffer und vergrub sie in der Nähe von Auckland, wo sie eine Woche später gefunden wurde. Während des Prozesses hörte das Gericht auch, dass der Mann intime Fotos von dem Opfer nach dem Tod machte. Außerdem ging er am Folgetag zu einer weiteren Verabredung mit einer Internetbekanntschaft. Der Fall löste international Entsetzen aus. Es gab auch Mahnwachen für die junge Frau.

Der Täter hatte die Anschuldigungen vor Gericht zurückgewiesen: Nach Darstellung der Verteidigung handelte es sich um einen Unfall nach einer einvernehmlichen sexuellen Begegnung unter jungen Leuten.