Im Kühlraum des Krematoriums im sächsischen Döbeln stehen mehrere Särge mit dem Hinweis „Vorsicht infektiöse Leiche“ Foto: dpa/Robert Michael

Nicht mal ein Jahr grassiert das Coronavirus in Deutschland und trotz großer Anstrengungen und drastischer Einschränkungen sind bereits mehr als 50.000 Menschen im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 gestorben. Das geht aus den Zahlen des Robert Koch-Institut (RKI) hervor, das am Freitagmorgen 859 neue Todesfälle bekanntgab. Insgesamt sind es nun 50.624.

Als Covid-19-Todesfall zählt das RKI nachweislich infizierte Menschen, die direkt an Corona gestorben sind und solche mit Vorerkrankungen, bei denen sich die Todesursache nicht abschließend klären lässt. Es liegt am Ermessen des Gesundheitsamtes, ob es einen Fall als verstorben „an“ oder „mit“ Covid-19 an das RKI übermittelt. Forscher gehen davon aus, dass die Zahl der Covid-19-Todesfälle ohne die Corona-Einschränkungen um ein Vielfaches höher läge.

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Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI außerdem 17 862 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Vor genau einer Woche hatte das RKI 22.368 Neuinfektionen verzeichnet. Der Höchststand von 33.777 registrierten Neuinfektionen binnen 24 Stunden war am 18. Dezember gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bei 115,3. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern bleiben jedoch groß: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 218,4 und Brandenburg mit 194,4. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 80,9. Berlin liegt mit einem Wert von 112, 2knapp unter dem Bundesdurchschnitt.