Blutentnahmeröhrchen mit der Aufschrift Covid-19 und einer Spritze (Symbolfoto). Foto:  imago images
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Der Berliner Senat betreibt unter (030)-9028-2828 zwischen 8 und 20 Uhr eine Hotline für Bürger, die den Verdacht haben, sie könnten infiziert sein. Alternativ können Sie auch die Nummer des Patientenservice anrufen 116117. Bei beiden Nummern ist mit langen Wartezeiten zu rechnen.

Schutz gegen Corona- und andere Viren

Hände waschen: Eine wichtige Maßnahme, um Virusinfektionen zu vermeiden, ist es, die Hände regelmäßig und gründlich mit Seife zu waschen. Gründliches Händewaschen dauert 20 bis 30 Sekunden. In öffentlichen Toiletten ist es ratsam, den Wasserhahn mit einem Einweghandtuch oder dem Ellenbogen zu schließen.

Hygiene: Mit ungewaschenen Händen sollte man sich nicht an Mund, Augen oder Nase fassen. Wer krank ist, sollte Abstand zu anderen halten, sich zu Hause auskurieren und enge Körperkontakte zu seinen Mitmenschen vermeiden. Geschlossene Räume sollten mehrmals täglich für einige Minuten gelüftet werden.

Husten und Niesen: Dabei wird geraten, Abstand von anderen zu halten und sich wegzudrehen. Am besten ist es, ein Taschentuch zu benutzen oder sich die Armbeuge vor Mund und Nase halten.

+++ 3. Dezember +++

RKI-Präsident Wieler erwartet "viele weitere Tote" durch Coronavirus

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, erwartet zahlreiche weitere Todesfälle in Deutschland durch das Coronavirus. Die Zahl der schweren Verläufe und der Todesfälle steige derzeit von Woche zu Woche, sagte Wieler am Donnerstag in Berlin. Im weiteren Zeitverlauf sei mit "vielen weiteren Toten" zu rechnen.(AFP)

479 Tote, 22.046 Fälle: Corona-Neuinfektionen knapp unter Vorwochenniveau 

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 22 046 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit liegt der Wert knapp unter den 22 268 Fällen der Vorwoche, wie aus den RKI-Zahlen vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Mit 479 neuen Todesfällen binnen eines Tages meldeten die Gesundheitsämter außerdem den zweithöchsten Stand seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Höchstwert von 487 Todesfällen war am Mittwoch erreicht worden.

Flixbus nimmt Betrieb am 17. Dezember wieder auf

Der Fernbus-Anbieter Flixbus bietet ab dem 17. Dezember vorübergehend wieder Verbindungen an. In Deutschland sollen dann 150 Ziele angefahren werden, wie das Unternehmen am Donnerstag in München mitteilte. Das Angebot bleibe zunächst bis zum 11. Januar begrenzt. Flixbus hatte seinen Betrieb am 3. November wegen der neuen Corona-Kontaktbeschränkungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorübergehend eingestellt.

Zu den Abfahrts- und Ankunftsorten mit Beginn der Schulferien und an den Feiertagen gehören außer Großstädten wie Berlin, München, Hamburg oder Köln auch zahlreiche kleine Städte, hieß es. Zudem werden Fahrten ins benachbarte Ausland angeboten. Flixbus wies darauf hin, dass Reisen nach dem Jahreswechsel weiterhin eingeschränkt werden sollen, um einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken. Nach dem 11. Januar werde man das Verbindungsnetz «dynamisch der Situation im neuen Jahr anpassen», sagte Geschäftsführer André Schwämmlein. (dpa)

Erstmals mehr als 3000 Corona-Tote an einem Tag in den USA

Die Zahl der binnen 24 Stunden erfassten Corona-Toten in den USA hat erstmals seit Beginn der Pandemie die Schwelle von 3000 überschritten. Am Mittwoch meldeten die Behörden 3157 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore von Donnerstagmorgen (MEZ) hervorging. Der bislang höchste Wert mit 2607 Toten war am 15. April registriert worden.

Zum zweiten Mal seit Beginn der Pandemie übertraf die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Neuinfektionen am Mittwoch die Marke von 200 000. Der bislang höchste Wert war nach JHU-Angaben am Freitag mit rund 205 000 neuen Fällen registriert worden. Experten hatten mit Blick auf den Feiertag Thanksgiving in der vergangenen Woche mit einer landesweiten Zunahme der Ansteckungen gerechnet. Die Gesundheitsbehörde CDC hatte im Vorfeld von Familienbesuchen und Reisen dringend abgeraten. Viele Menschen hielten sich jedoch nicht daran.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 13,9 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 273 000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. (dpa)

+++ 2. Dezember +++

Zwei Millionen Dosen: Putin ordnet umfassende Corona-Impfungen ab nächster Woche an

Der russische Präsident Wladimir Putin hat für die kommende Woche den Beginn umfassender Corona-Impfungen angeordnet. In einer Videokonferenz am Mittwoch wies er die Leiterin der Corona-Taskforce, Tatjana Golikowa, an, bis Ende nächster Woche "groß angelegte Impfungen" mit dem russischen Impfstoff "Sputnik V" zu ermöglichen. "Sputnik V" befindet sich derzeit in der letzten Phase der klinischen Tests mit rund 40.000 Freiwilligen.

Laut Putin wurden inzwischen rund zwei Millionen Dosen hergestellt. Lehrer und Beschäftigte des Gesundheitswesens sollen demnach zuerst geimpft werden. Kurz zuvor hatte Großbritannien als erstes westeuropäisches Land den Corona-Impfstoff der Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer zugelassen und Impfungen ab kommender Woche angekündigt.

Auf Veranlassung von Putin hatte Russland bereits im August den vom Forschungszentrum Gamaleja entwickelten Impfstoff "Sputnik V" zugelassen, ohne die letzte Testphase mit zehntausenden Probanden abzuwarten. Hersteller und Gesundheitsministerium teilten vergangene Woche mit, dass "Sputnik V" zu 95 Prozent wirksam sei, ohne allerdings weitere Details zu nennen.

Russland ist mit insgesamt 2,3 Millionen Infektionsfällen und über 41.000 Todesopfern das am vierstärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land der Welt.

Erste Coronafälle bei zwei Haustieren in Deutschland gemeldet

Erstmals seit der Einführung der bundesweiten Meldepflicht für an Corona erkrankte Haustiere sind zwei Vierbeiner gemeldet worden. Es handelt sich dabei um eine Katze aus Frankfurt und einen Hund aus München, wie Thomas Mettenleiter, Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Mittwoch sagte. Bei der Katze seien bereits Antikörper nachgewiesen worden.

Grund zur Sorge sind die tierischen Coronafälle Mettenleiter zufolge nicht. Zwar habe die Vergangenheit gezeigt, dass Menschen Tiere mit dem Virus anstecken könnten - auf den umgekehrten Fall gebe es bisher aber keine Hinweise. "Die Pandemie spielt sich zwischen Menschen ab", erklärte der Tierseuchenexperte.

Im Vergleich zu den Corona-Infektionen beim Menschen seien die Fallzahlen bei Tieren ohnehin "verschwindend gering". Weltweit wurden laut der Weltorganisation für Tiergesundheit nur etwa 70 Infektionen bei Haustieren nachgewiesen. (AFP)

Corona-Neuinfektionen in Brandenburg nehmen weiter zu - 26 Todesfälle

In Brandenburg geht die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus weiter in die Höhe. Das Gesundheitsministerium berichtete am Mittwoch von 526 neuen bestätigten Fällen binnen 24 Stunden. Am Dienstag waren es 427 Neuinfektionen. Innerhalb eines Tages kamen 26 Todesfälle hinzu. Damit starben bislang landesweit 409 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19.

Corona-Schwerpunkt bleibt Südbrandenburg. Die meisten neuen Ansteckungen wurden mit 80 aus dem Landkreis Spree- Neiße gemeldet, gefolgt vom Kreis Oberhavel (65) und der Landeshauptstadt Potsdam (51). Im besonders belasteten Landkreis Oberspreewald-Lausitz stieg die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen auf einen Wert von 317,3 nach 305,4 am Vortag. Die Sieben-Tage-Inzidenz für ganz Brandenburg erhöhte sich leicht auf 131,1 - nach 128,4 einen Tag zuvor. (dpa)

Höchstwert: 487 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden - 17.270 neue Infektionen

n Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 487 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Das ist ein neuer Rekord seit Beginn der Pandemie, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht. Der bisherige Höchstwert war am Freitag mit 426 Todesfällen erreicht worden. Insgesamt wurden binnen 24 Stunden 17 270 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind rund 1400 weniger als in der Vorwoche, in der am Mittwoch 18 633 neue Fälle hinzukamen. (dpa)

Queen feiert Weihnachten wegen Corona nicht mit der Familie 

Wegen der Corona-Pandemie wird die britische Königin Elizabeth II. Weihnachten dieses Jahr nicht im großen Familienkreis feiern. Die 94-jährige Monarchin und ihr Mann Prinz Philip verbringen die Festtage zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren "in aller Ruhe" auf Schloss Windsor, wie der Hof am Dienstag mitteilte. Traditionell feiert die Queen Weihnachten mit ihrer Familie auf Schloss Sandringham im Osten Englands.

Coronavirus greift weiter in Berliner Pflegeheimen um sich 

Die Zahl der erfassten Todesfälle nach Corona-Infektionen bei Bewohnern von Pflegeheimen in Berlin ist zuletzt weiter gestiegen. Nachdem die Gesundheitsverwaltung Mitte (16.) November noch von 132 solchen Todesfällen seit Pandemiebeginn im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 berichtet hatte, sind es nun 224 (Stand: Montagnachmittag). Das teilte die Behörde auf Anfrage mit. Insgesamt sind laut Corona-Lagebericht bisher knapp 600 Berlinerinnen und Berliner im Zusammenhang mit dem Virus ums Leben gekommen.

Auch die Gesamtzahl positiv getesteter Pflegeheimbewohner stieg seit Mitte November noch einmal deutlich an: von damals 1021 auf nun 2050. Außerdem wurden laut der Statistik gut 1000 Mitarbeiter seit Pandemiebeginn positiv auf Sars-CoV-2 getestet (16. November: 603). Zu Fragen nach aktuellen Hotspots und aktuell Infizierten in Heimen machte die Gesundheitsverwaltung keine Angaben. Die jeweiligen Gesamtzahlen schlössen Genesene, Verstorbene und die derzeit noch Infizierten mit ein, hieß es. 223 stationäre Pflegeeinrichtungen meldeten laut Behörde seit dem Frühjahr bestätigte Fälle (Mitte November: 183).

Inzwischen sind laut Gesundheitsverwaltung über eine Million Corona-Schnelltests an Pflegeeinrichtungen ausgeliefert worden. Im Fall eines positiven Ergebnisses muss dies durch einen PCR-Test im Labor bestätigt werden. (dpa)

+++ 1. Dezember +++

Strikte Ausgangsbeschränkungen in Nürnberg 

Die Stadt Nürnberg verhängt als erste Großstadt in Bayern im Teil-Lockdown zusätzlich strikte Ausgangsbeschränkungen. Damit sollen die stark gestiegenen Corona-Infektionszahlen eingedämmt werden. Die Beschränkungen sollen ab sofort bis zunächst zum 20. Dezember gelten, kündigte Oberbürgermeister Marcus König (CSU) am Dienstag an. Nürnberger dürfen ihre Wohnung nur noch aus triftigem Grund verlassen, beispielsweise um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen.

Nürnberg ist nach München und mit mehr als 500 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Bayerns und ein wichtiges Wirtschaftszentrum.

Außerdem weitet die Stadt die Maskenpflicht und das Alkoholverbot in der Innenstadt aus. Ab dem 7. Dezember sollen Klassen ab der fünften Jahrgangsstufe geteilt und im Wechsel unterrichtet werden - mit Ausnahme von Förderschulen, schulvorbereitenden Einrichtungen und Abschlussklassen.

Wer einen Angehörigen in einem Altenheim besuchen will, muss sich vorher auf eine Infektion testen lassen und eine FFP2-Maske tragen. Demonstrationen dürfen nur noch an einem festen Ort für maximal 60 Minuten stattfinden, alle Teilnehmer müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Das Robert Koch-Institut meldete am Dienstag für Nürnberg einen Sieben-Tage-Inzidenzwert von 306,7. Auch in den bayerischen Städten Passau und Schwabach sowie in den Landkreisen Passau, Regen und Freyung-Grafenau liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen über einem Wert von 300. Sobald eine Kommune diesen Wert überschreitet, sind lokal begrenzte Ausgangsbeschränkungen eine von mehreren Maßnahmen der neunten bayerischen Infektionsschutzverordnung. (dpa)

Müller fordert Corona-Schnelltests in Schulen und Pflegeheimen 

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat den Einsatz von Corona-Selbstschnelltests in Schulen und Pflegeeinrichtungen gefordert. "Das ist ein Baustein, um schnell ein Gefühl dafür zu bekommen, ob ich bestimmte Situationen bewältigen kann oder nicht", sagte Müller am Dienstag im Rundfunk Berlin-Brandenburg.

Die Selbstschnelltests seien eine Entlastung und könnten beispielsweise dem Lehrpersonal in Schulen wieder mehr Sicherheit geben. Der Einsatz der Tests solle auch im Senat und in der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch thematisiert werden, denn alle bewege das, sagte Müller.

Auch die Finanzierung hält er für möglich. "Es muss alles auch im Rahmen bleiben, aber wenn wir einen zusätzlichen Schutz haben, den wir anbieten können, dann werden wir das auch finanzieren", sagte Müller. Auf lange Sicht sei beispielsweise eine Finanzierung über die Krankenkassen oder den Bund denkbar. (AFP)

13.604 Fälle: Corona-Neuinfektionen auf Vorwochenniveau 

 Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 13 604 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. In der Vorwoche waren es mit 13 554 ähnlich viele Fälle, wie aus Zahlen des RKI vom Dienstagmorgen hervorgeht. Der bisherige Höchststand war am Freitag vor einer Woche (20.11.) mit 23 648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Binnen eines Tages sind außerdem 388 neue Todesfälle gemeldet worden. Das ist der vierthöchste Wert seit Beginn der Pandemie.

Spahns Ziel: Erste Gruppen im Januar geimpft 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) setzt in der Corona-Pandemie darauf, dass im Januar die ersten Impfungen absolviert sind. «Unser Ziel ist es, dass bereits im Januar die ersten Risikogruppen und Pflegebeschäftigen geimpft sind», sagte Spahn am Dienstag im Deutschlandfunk.

Er hielt damit daran fest, dass auch Alte und Vorerkrankte zu den zuerst zu Impfenden zählen. So hatten es auch der Ethikrat, die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina und die Ständige Impfkommission empfohlen. Kanzlerin Angela Merkel hatte jedoch in ihrer Regierungserklärung am Donnerstag gesagt: «Wir haben verabredet, dass diese Impfstoffe dann den Menschen angeboten werden, die im medizinischen, pflegerischen Bereich arbeiten, und sie als Erste Zugriff darauf haben.» Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hatte sich deshalb irritiert gezeigt und davor gewarnt, dass der Impfstoff doch nicht zunächst für Pflegebedürftige und Kranke bereitgestellt werden könnte.

Spahn sagte, mit den Ländern sei vereinbart, dass die Impfzentren ab Mitte Dezember einsatzbereit seien. Während man zu Beginn - auch aufgrund logistischer Anforderungen der Impfstoffe - nur in Impfzentren und mobilen Teams impfen könne, solle dies ab Frühsommer auch in Arztpraxen möglich sein. «Wenn es einmal da drin ist im normalen System, schaffen wir auch große Zahlen», sagte Spahn. (dpa)

+++ 30. November +++

11 169 Fälle: Corona-Neuinfektionen leicht über Vorwochenwert 

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Innerhalb eines Tages sind 11 169 neue Fälle übermittelt worden, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Der bisherige Höchststand war am Freitag vor einer Woche (20.11.) mit 23 648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Am vergangenen Montag hatte die Zahl bei 10 864 gelegen. An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden zudem 125 neue Todesfälle. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf insgesamt 16 248. (dpa)

Kanzleramtschef Braun: Die Pandemie verliert im nächsten Jahr ihren Schrecken

Kanzleramtsminister Helge Braun blickt in der Corona-Krise optimistisch auf das kommende Jahr. „Die Pandemie verliert im nächsten Jahr ihren Schrecken“, sagte der CDU-Politiker dem „Handelsblatt“ (Montag). „Wir müssen als Gesellschaft den Dezember und die Monate bis zum März durchhalten mit Einhaltung der AHA-Regeln und der Reduzierung unserer Kontakte. Wo das nicht reicht, sind Einschnitte unvermeidbar. Dann kommen der Frühling und hoffentlich auch der Impfstoff.“

Es sei gelungen, das exponentielle Wachstum der Infektionszahlen auf einem Niveau zu stoppen, das das Gesundheitssystem fordere, aber gerade noch nicht überfordere. 400 Tote pro Tag seien aber zu viel. „Deshalb hätte ich im Oktober gerne weiter gehende Beschlüsse gefasst.“ (dpa)

+++ 29. November +++

14 611 Fälle - Corona-Neuinfektionen unter Vorwochenniveau

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) am Wochenende vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Innerhalb eines Tages sind 14 611 neue Fälle übermittelt worden, wie das RKI am Sonntagmorgen bekanntgab. Der bisherige Höchststand war am Freitag vor einer Woche (20.11.) mit 23 648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl bei 15 741 gelegen. An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden zudem 158 neue Todesfälle. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Sars-CoV-2 Infektion gestorben sind, stieg auf insgesamt 16 123.

Das Robert Koch-Institut zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 1 042 700 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 29. 11., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind inzwischen rund 722 300 Menschen genesen. (dpa)

+++ 28. November +++

Vier Coronafälle im Dresdner Kreuzchor - Auftritt und Proben abgesagt

Vier Sänger des Dresdner Kreuzchores sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Chor könne bei den für Samstag geplanten Vespern zum ersten Advent nicht auftreten, teilte der Kreuzkantor, Roderich Kreile am Samstag mit. Zudem seien alle Proben bis Mittwoch abgesagt. „Wir bedauern das sehr, weil wir uns alle auf die Vespern gefreut haben. Die Sicherheit und Gesundheit aller gehen vor“, betonte Kreile.

Am Montag war ein Coronafall in dem Evangelischen Kreuzgymnasium bekannt geworden. Daraufhin wurden alle Kruzianer der betroffenen Klassenstufe getestet. Am späten Freitagabend seien dann die vier positiven Befunde gekommen, erläuterte Kreile. (dpa)

21 695 neue Corona-Infektionen in Deutschland gemeldet

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 21 695 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden übermittelt. Das meldete das RKI am frühen Samstagmorgen. Am vergangenen Samstag hatte die Zahl bei 22 964 gelegen. Der Höchststand war am Freitag vor einer Woche (20.11.) mit 23 648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Die Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages zudem 379 neue Todesfälle.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Sars-CoV-2 Infektion gestorben sind, stieg auf insgesamt 15 965. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 1 028 089 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 28. 11., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 711 000 Menschen inzwischen genesen.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 0,93 (Vortag: 0,90). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 93 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. (dpa)

+++ 27. November +++

Mehr als eine Million Corona-Infektionen in Deutschland

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen in Deutschland hat die Marke von einer Million überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 22 806 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden (Stand: 27.11., 00.00 Uhr). Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie bekanntgewordenen Fälle auf 1 006 394, wie das RKI am Freitagmorgen bekanntgab. Am Freitag vor einer Woche war mit 23 648 ans RKI übermittelten Fällen zuletzt ein Höchststand bei den täglichen Neuinfektionen erreicht worden. (dpa)

+++ 26. November +++

Wintersport: Söder will alle Skigebiete schließen

Italiens Vorstoß über einen späteren Start der Wintersportsaison in der EU sorgt für Streit unter den Alpenländern. Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte will Skigebiete angesichts der Corona-Pandemie mindestens bis zum 10. Januar geschlossen halten. „Es ist nicht möglich, einen Winterurlaub zuzulassen, wir können uns das nicht leisten“, sagte Conte im Interview mit dem Fernsehsender „La7“.

Italien strebt demnach in Abstimmung unter anderem mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron einen europäischen Fahrplan zur schrittweisen Öffnung der Skigebiete an. Einigkeit herrscht Medienberichten zufolge unter den Regierungschefs darüber, dass unkoordinierte und zu schnelle Öffnungen wie im Sommer ein Fehler wären.

Wenigstens eine länderübergreifende Regelung forderten auch die italienischen Regionen: Wenn Skipisten geschlossen würden, sollte das für ganz Europa gelten, sagte der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, der Zeitung „Corriere della Sera“. Man könne das Skifahren nicht im italienischen Südtirol verbieten und es aber im österreichischen Kärnten erlauben.

Österreich, das seit Monaten betont, die Skigebiete mit entsprechenden Vorkehrungen um jeden Preis öffnen zu wollen, reagierte dagegen am Dienstag mit vehementer Ablehnung. Finanzminister Gernot Blümel forderte Entschädigungen in Milliardenhöhe von der EU, falls Skilifte tatsächlich über die Weihnachtsferien stillstehen sollen. Österreich rechne dadurch mit einem Umsatzausfall von 800 Millionen Euro für jede der Ferienwochen. „Wenn die EU tatsächlich vorgibt, dass die Skigebiete geschlossen bleiben müssen, dann bedeutet das Kosten von bis zu 2 Milliarden Euro. Wenn die EU das wirklich will, dann muss sie dafür auch bezahlen“, teilte Blümel am Dienstag mit.

„Wir haben in Österreich für all jene Bereiche, die wir behördlich geschlossen haben, in kürzester Zeit einen Umsatzersatz auf die Beine gestellt. Wenn Skigebiete geschlossen bleiben müssen, dann muss die EU einen Skifahr-Ausfallsersatz leisten“, forderte Blümel.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) unterstützte den italienischen Vorstoß. „Wenn wir Grenzen offen halten wollen, brauchen wir auch eine klare Übereinkunft, was das Skifahren betrifft. Ansonsten wird es eine schwierige Entwicklung“, sagte er am Dienstag in München. Wer in Risikogebieten Skifahren gehe, müsse zehn Tage in Quarantäne. „Mir wäre lieber, wir würden ein einheitliches Übereinkommen auf europäischer Ebene haben: keine Skilifte offen überall beziehungsweise kein Urlaub überall.“

Rückendeckung bekam Conte daneben auch von der italienischen Bergsteiger-Legende Reinhold Messner. Bis Januar mit dem Öffnen der Pisten und Betriebe zu warten, wenn es bis dahin die Ansteckungswerte erlauben, sei keine Wahl, sondern ein Muss, sagte der 76-Jährige der Zeitung „La Repubblica“ (Dienstag).

Laschet: Übernachtungen in Hotels über Weihnachten möglich - Braun widerspricht

Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet (CDU), hat übereinstimmenden Medienberichten zufolge angekündigt, dass das Übernachten in Hotels über die Feiertage trotz Corona möglich sein soll.

Der angereiste Verwandtschaftsbesuch müsste sich dann nicht in einer Wohnung drängen. Die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ)“ zitiert Laschet mit den Worten aus Landtagssitzung am Donnerstag: „Wer bei Familienbesuchen an Weihnachten nicht privat übernachten könne, dürfe selbstverständlich im Hotel übernachten – das falle nicht unter touristische Übernachtungen.“

 Dem widerspricht allerdings Kanzleramtsminister Helge Braun: Bei der Beratung der Landesregierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei überlegt worden, ob man im Rahmen des Verwandtenbesuchs im Hotel übernachten könne, «damit das nicht auf der Couch zuhause stattfindet», sagte Braun in der RTL-Sendung «Guten Morgen Deutschland» am Donnerstag. «Aber wir sind dann zu der Überzeugung gekommen: Das kann man nicht kontrollieren. Und eben touristische Reisen dürfen auf keinen Fall stattfinden.» Hotels und Gastronomie seien nun zunächst bis 20. Dezember geschlossen. «Aber wir gehen auch davon aus, dass wir das noch in den Januar hinein verlängern müssen.» (chg/dpa)

629 neue Corona-Fälle in Brandenburg: Woidke wirbt für Einschränkungen - AfD verlässt Plenarsitzung

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat in einer Sondersitzung des Landtags für die Fortführung und teilweise Ausweitung der Corona-Beschränkungen geworben. «Heute haben wir in Brandenburg mit 629 neuen Corona-Fällen einen neuen traurigen Höchststand erreicht», mahnte er am Donnerstag in der Plenardebatte. «Gestern gab es mit über 400 Todesfällen bundesweit einen traurigen Höchststand.» Die Infektionszahlen seien weiterhin zu hoch. «Daher sind Einschränkungen in unserem alltäglichen Leben weiterhin nötig.»

Die oppositionelle AfD-Fraktion lehnt die Corona-Beschränkungen grundsätzlich ab und sorgte für einen Eklat: Nach einer kurzen Rede des Fraktionsvorsitzenden Hans-Christoph Berndt verließen die AfD-Abgeordneten geschlossen den Saal. Berndt hatte den übrigen Fraktionen vorgeworfen, eine Scheindebatte führen zu wollen, nachdem die Corona-Beschränkungen bereits von der Bundeskanzlerin und den Länderregierungschefs beschlossen worden seien. (dpa)

Italien plant erste "coronafreie" Flugverbindungen mit den USA

Italien will als erstes europäisches Land "coronafreie" Flugverbindungen mit den USA anbieten und den Passagieren so die Quarantäne ersparen. Reisende aus den Vereinigten Staaten sollen ab Dezember am Flughafen Fiumicino in Rom einen Antigen-Schnelltest machen können, wie der Betreiber am Donnerstag mitteilte. Ähnliches solle zudem für die Flugverbindungen nach München und Frankfurt angeboten werden.

Der Flughafenbetreiber einigte sich demnach mit der italienischen Fluggesellschaft Alitalia und der US-Gesellschaft Delta Air Lines auf dieses Vorgehen. Die Regelung soll ab Dezember für die Flughäfen New York, Newark und Atlanta gelten. Zunächst handele es sich um eine "experimentelle Phase", teilte der Betreiber weiter mit. Ziel sei es, die Regelung im Sommer 2021 auszuweiten. (AFP) 

Frankreich stellt sich auf schrittweise Corona-Lockerungen ein

Frankreichs Premier Jean Castex hat die Menschen im Land auf etappenweise Lockerungen eingeschworen und weitere finanzielle Hilfen zugesagt. Es sei zu früh, um von einem Ende des Lockdowns zu sprechen, sagte Castex am Donnerstag in einer Pressekonferenz. «Die winterlichen Wetterbedingungen und das Herannahen der Feiertage zum Jahresende sind zwei Hauptrisikofaktoren, die es im Frühjahr nicht gab.»

Präsident Emmanuel Macron hatte in einer TV-Ansprache am Dienstag schrittweise Lockerungen angekündigt. Seit Ende Oktober gelten im ganzen Land strenge Ausgangsbeschränkungen - diese sollen am 15. Dezember aufgehoben werden und durch nächtliche Ausgangssperren ersetzt werden.

Während Frankreich Anfang November fast 45 000 neue Fälle pro Tag zählte, sei die Zahl in den vergangenen sieben Tagen auf durchschnittlich 17 000 Fälle pro Tag zurückgegangen, sagte Castex. Gesundheitsminister Olivier Véran wies darauf hin, dass die Lage mit Blick auf die Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100 000 Einwohner in Berlin derzeit schlechter sei als in Paris. (dpa)

Mehr als 22.200 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 22.200 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 22.268 neue Ansteckungsfälle erfasst. Die Zahl der Corona-Toten in Deutschland stieg nach RKI-Angaben um 389 auf 15.160.

Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des Instituts 983.588 Infektionsfälle registriert. Die Zahl der Genesenen lag bei 676.100. (AFP)

Regierungserklärung zur Corona-Lage von Merkel erwartet

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erläutert am Donnerstag (09.00 Uhr) im Bundestag ihr Vorgehen in der Corona-Pandemie. Für ihre Regierungserklärung sind 20 Minuten eingeplant, anschließend folgt eine 90-minütige Debatte. Danach stimmt das Plenum über zwei Vorschläge für die Wahl von Parlamentsvizepräsidenten ab: Während die von der SPD nominierte Dagmar Ziegler problemlos genügend Stimmen erreichen dürfte, gilt dies beim AfD-Politiker Harald Weyel als sehr unwahrscheinlich.

Außerdem stimmt der Bundestag über einen Gesetzentwurf ab, mit dem Gesundheitsversorgung und Pflege gestärkt werden sollen. Vorgesehen sind unter anderem die Finanzierung von 20.000 zusätzlichen Stellen in der Altenpflege und eine zusätzliche Finanzspritze von fünf Milliarden Euro für die gesetzlichen Krankenversicherungen wegen der Corona-Krise. (AFP)

Intensivmediziner besorgt über Lockerungen zu Weihnachten

Der Intensivmediziner Uwe Janssens hat sich besorgt über die Lockerung der Kontaktbeschränkungen geäußert, auf die sich Bund und Länder für Weihnachten verständigt haben. «Bei allem Verständnis für Weihnachten und Familienfeiern müssen wir leider befürchten, dass in der Folge der partiellen Aufhebung der Einschränkungen um Weihnachten im Januar die Infektionszahlen wieder ansteigen», sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstag).

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs hatten sich am Mittwoch zur Bekämpfung des Coronavirus zwar auf eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen im Dezember geeinigt - mit einer Begrenzung von Treffen auf maximal fünf Menschen aus zwei Haushalten, Kinder bis 14 Jahre nicht eingerechnet. Weihnachten soll aber gefeiert werden können - im engsten Familien- und Freundeskreise mit maximal zehn Menschen, Kinder bis 14 Jahre ebenfalls nicht eingerechnet. Schleswig-Holstein hält an seinen eigenen Kontaktregelungen fest.

Janssens kritisierte «das ewige Auf und Ab der politisch getroffenen Entscheidungen». In der Intensivmedizin stehe man mittlerweile in einigen Regionen mit dem Rücken zur Wand. (dpa)

Umfrage: Lehrer fühlen sich durch Corona-Krise mehr belastet 

Die große Mehrheit der Lehrer empfindet einer Umfrage zufolge ihren Job in der Corona-Krise als belastender als vorher. 84 Prozent gaben in einer Befragung der Krankenkasse DAK an, sie hätten das Gefühl, dass der Schulalltag unter Corona-Bedingungen zu Mehrarbeit führe. 90 Prozent stimmten der Aussage zu, das Unterrichten sei im Vergleich zur Situation vor einem Jahr deutlich anstrengender. Meistgenannte Gründe waren das Durchsetzen der Corona-Regeln bei den Schülern, der eigene Gesundheitsschutz und der Ausfall von Kollegen. (dpa)

+++ 25. November +++

Brandenburg bereitet Corona-Impfungen vor: Zwei Zentren bis Mitte Dezember

Brandenburg bereitet sich darauf vor, die Bevölkerung gegen das Coronavirus zu impfen. Bis Mitte Dezember sollen die ersten zwei Corona-Impfzentren in Potsdam und Cottbus eingerichtet werden, wie Ministeriumssprecher Gabriel Hesse am Mittwoch bestätigte. Weitere Impfzentren werden demnach im Januar eingerichtet, bis zu zehn sollen landesweit insgesamt entstehen. Die genauen Standorte sind noch unklar. Auch über das eingesetzte Personal gibt es bisher keine konkreten Angaben. Mobile Impfteams für Pflegeheime und Krankenhäuser sollen von Beginn an dazukommen. Die Impfungen sind freiwillig. Zuvor hatten mehrere Medien über die Zentren berichtet.

Insgesamt sollen rund 1,5 von rund 2,5 Millionen Menschen geimpft werden und zunächst nur Menschen aus Risikogruppen sowie Beschäftigte von Krankenhäusern, Arztpraxen und der Pflege. Für die Impfung, die innerhalb von drei bis vier Wochen zweimal ausgeführt wird, hat das Ministerium drei Millionen Impfdosen bestellt. Für die rund 400 000 Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren sei der Impfstoff nach Angaben des Robert Koch-Instituts nicht geeignet, hieß es weiter. Nachdem ein Impfstoff zugelassen worden ist, geht das Gesundheitsministerium von einer anfänglich begrenzten Anzahl verfügbarer Impfdosen aus. (dpa)

Anträge auf Novemberhilfen ab sofort möglich

Firmen im Teil-Lockdown und Selbstständige wie Künstler können ab sofort Anträge auf die Novemberhilfen stellen. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch auf Anfrage mit. Erste Gelder sollen ab Ende November gewährt werden, und zwar in Form von Abschlagszahlungen - das ist ein Vorschuss auf spätere Zahlungen ohne eine tiefergehende Prüfung.

Konkret sollen Unternehmen einen Abschlag in Höhe von bis zu 50 Prozent ihrer beantragten Summe erhalten, maximal 10 000 Euro. Betroffene können in ihrem Antrag auf die Novemberhilfe angeben, ob sie eine Abschlagszahlung wollen.

Die Anträge können über eine bundeseinheitliche IT-Plattform gestellt werden. Der Antrag muss elektronisch durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwalt gestellt werden - damit soll Missbrauch vorgebeugt werden. Soloselbstständige sind bis zu einem Förderhöchstsatz von 5000 Euro unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt. (dpa)

Söders Forderung nach Schließung von Skigebieten stößt auf massive Kritik

Mit seiner Forderung, wegen Corona europaweit Skigebiete zu schließen, stößt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf viel Widerspruch - vom Koalitionspartner im Freistaat, Tourismusvertretern und im Nachbarland Österreich. Auch Naturschützer warnen vor negativen Auswirkungen.

Nach dem Vorstoß von Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte, Skigebiete mindestens bis zum 10. Januar geschlossen zu halten, hatte Söder am Dienstag gesagt: «Mir wäre lieber, wir würden ein einheitliches Übereinkommen auf europäischer Ebene haben: keine Skilifte offen überall beziehungsweise kein Urlaub überall.»

Noch am Dienstagabend kam dazu Kritik vom Koalitionspartner in Bayern: «Ein übernationales Verbot des Wintersports schränkt die Erholungssuche sehr vieler Menschen unverhältnismäßig ein», sagte der Fraktionschef der Freien Wähler, Florian Streibl. Er spreche sich klar gegen pauschale Schließungen aus - «insbesondere weil alle Bergbahnen hervorragende Hygienekonzepte erarbeitet haben, die sie konsequent umsetzen».

Auch der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), sagte am Mittwoch, er halte ein generelles Verbot für falsch: «Sicherheit geht auch im Winter vor. Aber ich bin davon überzeugt, dass Skifahren in einem gewissen Umfang und unter klaren Kriterien wie zum Beispiel einer maximal erlaubten Anzahl von täglichen Skipässen ohne Probleme möglich ist». (dpa)

Russland: Übersterblichkeit von 120.000 Toten seit April

In Russland sind seit Beginn der Corona-Pandemie weit mehr Menschen gestorben als im Schnitt der vergangenen Jahre. Das unabhängige russische Portal Mediazona (zona.media) rechnete aus, dass es von April bis Oktober etwa 120.000 Tote mehr gegeben habe als im Schnitt der vergangenen fünf Jahre für diesen Zeitraum. Die Übersterblichkeit habe demnach bei rund 18 Prozent gelegen. Die russischen Behörden sehen sich seit längerem dem Vorwurf ausgesetzt, das wahre Ausmaß der Corona-Pandemie nicht offenzulegen.

Offiziell liegt die Zahl der Corona-Toten bei 37.538, wie Behörden in Moskau mitteilten. Zuletzt hatte sich auch Kremlchef Wladimir Putin besorgt gezeigt über die hohen Sterberaten. Insgesamt sind im flächenmäßig größten Land der Erde weiter Zweifel verbreitet, ob die Behörden das ganze Ausmaß der Corona-Krise wiedergeben. Mit offiziell 507 Coronavirus-Toten hat Russland am Mittwoch einen neuen Tages-Höchststand verzeichnet.

Rot-Rot-Grün bereitet sich auf weitere Corona-Hilfspakete vor

Berlins rot-rot-grüne Regierungskoalition hält es für möglich, dass wegen der Corona-Krise weitere Hilfspakete finanziert werden müssen. Dafür sollen bei der Verabschiedung des Nachtragshaushalts am 10. Dezember die Voraussetzungen geschaffen werden, wie am Mittwoch aus Koalitionskreisen verlautete. Gedacht ist an eine weitere Kreditermächtigung für 500 Millionen Euro. Damit könnte der Senat zusätzliche Landeshilfen möglich machen, wenn das angesichts der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie nötig werden sollte. Zuvor hatte RBB-Inforadio am Mittwoch darüber berichtet.

Neue Kredite sind den Ländern wegen der bundesweiten Schuldenbremse eigentlich verboten. Das Abgeordnetenhaus hat aber Anfang Juni eine «außergewöhnliche Notsituation» wegen der Corona-Pandemie festgestellt und damit eine Ausnahme vom Verbot neuer Schulden zugelassen. Allerdings hat der Berliner Landesrechnungshof in seinem im Oktober vorgestellten Jahresbericht die rot-rot-grüne Haushaltspolitik in der Corona-Krise bereits deutlich kritisiert. Dabei ging es unter anderem um den aus Sicht der Päsidentin Karin Klingen viel zu langen Rückzahlungszeitraum und um die Absicht, Rücklagen aus den Krediten zu bilden. (dpa)

Lauterbach: Teil-Lockdown wirkt weit schwächer als erwartet

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat eingeräumt, dass der derzeitige Teil-Lockdown die Corona-Infektionszahlen bei weitem nicht so senkt wie erwartet. «Er wirkt etwa halb so stark, wie wir gerechnet haben», sagte Lauterbach am Mittwochmorgen im ARD-«Morgenmagazin». Grund dafür seien neue Infektionsherde etwa in Schulen.

Um dort Neuansteckungen zu verhindern, solle es nach Möglichkeit Wechselunterricht geben. «Das gelingt uns für die Fachhochschulen, für die Universitäten geben wir es jetzt für alle vor. Das muss auch an den Schulen möglich sein», sagte Lauterbach. Die Einigung der Ministerpräsidenten vor den Verhandlungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am heutigen Mittwoch sieht flächendeckenden Wechselunterricht bislang nicht vor.

Die Vorschläge der Länderchefs zu Regeln über die Weihnachtsfeiertage begrüßte Lauterbach. Demnach sollen vom 23. Dezember bis zum 1. Januar bis zu zehn Personen erlaubt sein, Kinder bis 14 Jahre ausgenommen. «Wir müssen auch einen Ansporn geben, dass sich jetzt alle zusammennehmen, um das möglich zu machen», sagte Lauterbach dazu. Lockerungen seien nicht selbstverständlich, sondern vom Infektionsgeschehen abhängig. Wichtig vor den Weihnachtstagen sei in jedem Fall, dass sich vor den Feiern alle nach Möglichkeit in eine Art Vorquarantäne begeben würden. (dpa)

Trauriger Höchstwert: 410 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 410 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit ist am Mittwoch (Stand: 25. 11., 00.00 Uhr) ein neuer Höchstwert erreicht worden. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg demnach auf 14 771. Der bislang höchste Stand war Mitte April mit 315 gemeldeten Todesfällen binnen eines Tages erreicht worden.

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden lag am Mittwoch bei 18 633. Das waren gut 1000 Fälle mehr als vor einer Woche, wie aus Angaben des RKI vom Mittwochmorgen hervorgeht. Am vergangenen Mittwoch hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 17 561 gelegen. Am Freitag war mit 23 648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 961 320 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Das RKI schätzt, dass rund 656 400 Menschen inzwischen genesen sind. (dpa)

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 410 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet.
Foto: imago images/Alexander Limbach

+++ 24. November +++

Corona-Polizei verweist Brandenburgerin und Kitesurfer des Landes

Auf der Insel Rügen sind in den vergangenen Tagen mehrere Touristen des Landes verwiesen worden, weil sie gegen die Corona-Landesverordnung verstießen. Wie die Polizei in Stralsund am Dienstag mitteilte, wurde am Montag eine Frau aus dem südlichen Brandenburg in einem Wohnmobil auf einem Parkplatz zwischen Prora und Mukran angetroffen, die sich nur aus touristischen Gründen an der Ostsee aufhielt.

In Suhrendorf auf der Insel Ummanz stießen Beamte auf einen Pkw mit Pirnaer Kennzeichen, in dem ein 33-jähriger Deutscher aus Sachsen saß, der zum Kitesurfen an die Ostsee gekommen war. Zum Kitesurfen waren auch zwei Hamburger gekommen, auf die die Polizei am Strand von Kreptitz bei Wiek stieß. Die 31 und 37 Jahre alten Männer wollten von einem Einreiseverbot nach Mecklenburg-Vorpommern nichts gewusst haben.

Im Hafen von Damitz bei Prohn (Landkreis Vorpommern-Rügen) stellten Polizeibeamte ein 20 und 21 Jahre altes Pärchen, das in einem Pkw schlief. Die französischen Staatsbürger studieren in Brandenburg und sagten ebenfalls, sie hätten nichts von einem Einreiseverbot gewusst. (dpa)

Umfrage: Fast jeder zweite Gastro-Betrieb in Berlin vor der Pleite

Fast jeder zweite Gastrobetrieb in Berlin sieht sich einer aktuellen Umfrage zufolge von Insolvenz bedroht. Ebenso viele Betriebe haben diese Befürchtung im Bereich Verkehr und Lagerei, wie aus der Befragung der Industrie- und Handelskammer Berlin (IHK) hervorgeht, deren Ergebnisse am Dienstag veröffentlicht wurden. Daran nahmen demnach in der vergangenen Woche mehr als 1000 Unternehmen aus sämtlichen Wirtschaftssektoren teil. «Je länger die Corona-Krise anhält, umso schwerer fällt es den Unternehmerinnen und Unternehmern, den Optimismus zu bewahren, dass sie diese Herausforderung bewältigen können», teilte IHK-Präsidentin Beatrice Kramm mit.

Besser ist die Lage unter anderem in der Bauwirtschaft und der Finanzbranche. Nur wenige befragte Unternehmen aus diesen Branchen gaben an, bislang staatliche Hilfen in Anspruch genommen zu haben. Während die Betriebe zwar auch hier eine zurückgehende Nachfrage konstatieren, laufen die Geschäfte demnach großteils ohne Unterbrechung weiter. Im Gastgewerbe, der Kreativwirtschaft aber auch in der Reiseindustrie sind sie unterdessen aufgrund des derzeitigen Teil-Lockdowns nahezu zum Erliegen gekommen. (dpa)

Studie: Schulen spielen bei Verbreitung des Coronavirus keine große Rolle

Schulen spielen in Deutschland einer Studie zufolge bislang keine große Rolle bei der Verbreitung des Coronavirus. Die Rückkehr zum vollen Schulbetrieb nach den Sommerferien habe weder bei Kindern noch bei Erwachsenen zu erhöhten Infektionszahlen geführt, teilte das RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung am Dienstag in Essen mit. Gleichzeitig hätten die Ferien auch nicht zu einem signifikanten Sinken der Infektionszahlen geführt.

Die Studie basiert auf Daten des Robert-Koch-Instituts. Für die Analyse wurden statistische Methoden angewandt, welche die zeitversetzten Beginn- und Endpunkte der Ferien in den Bundesländern ausnutzen. (AFP)

Berlin bekommt mehrere Böllerverbotszonen - Entscheidung fällt bald

In Berlin, normalerweise auch die Party-Hauptstadt Deutschlands, wird es an Silvester erneut mehrere Böllerverbotszonen geben. Welche und wie viele das sein werden sei noch offen, teilte der Sprecher der Senatsverwaltung für Inneres, Martin Pallgen, am Dienstag auf Anfrage mit. Die Entscheidung darüber falle bis Ende November. Im vergangenen Jahr hatte es drei Böllerverbotszonen gegeben, unter anderem eine rund ums Brandenburger Tor. Dort wird es in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie anders als in den Vorjahren keine große Silvesterfeier unter freiem Himmel geben. Ob dort trotzdem mit einer Böllerverbotszone zu rechnen sei, stehe noch nicht fest, sagte Pallgen.

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen Silvesterfeuerwerk auf belebten öffentlichen Plätzen und Straßen untersagen, um größere Gruppenbildungen zu vermeiden. Darüber soll am Mittwoch bei den Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gesprochen werden. «Die örtlich zuständigen Behörden bestimmen die betroffenen Plätze und Straßen», heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vorliegenden geeinten Beschlussentwurf der Länder. Darin wird «empfohlen», auf Silvesterfeuerwerk zu verzichten, ein Verkaufsverbot ist aber nicht vorgesehen. (dpa)

Experten warnen vor vermeintlichen Wundermitteln gegen Corona

Experten warnen vor dubiosen Corona-Schutz-Versprechen bei Anbietern von Mitteln wie Ingwerextrakt und Hanföl. «Unter den Nahrungsergänzungsmitteln gibt es keine Wundermittel gegen Covid-19», betonte Friedel Cramer, Präsident des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), am Dienstag in Berlin. «Es ist meiner Meinung nach unerhört, wie manche Händler in der derzeitigen Situation versuchen, aus den Ängsten der Menschen Profit zu schlagen.» Nahrungsergänzungsmittel könnten Covid-19-Erkrankungen weder verhindern noch heilen. Sie dürften auch nicht mit krankheitsbezogenen Aussagen beworben werden.

In Deutschland haben die Kontrollstellen der Länder bereits 60 derartige Angebote im Internet gefunden. Im Zuge einer europaweiten Kontrollaktion wurden bisher 592 auffällige Internetseiten identifiziert. Die deutschsprachigen Angebote wurden laut BVL zur Überprüfung an die zuständigen Überwachungsbehörden weitergeleitet. Nach Kontrollen seien die Angebote geändert oder gelöscht worden. (dpa)

Jetzt also doch:  Das Aus für den Sonderweg - strenge Corona-Regeln in Schweden in Kraft

Mit dem Inkrafttreten von strengeren Vorschriften verlässt Schweden am Dienstag seinen Corona-Sonderweg. Erstmals gelten nun Auflagen für Treffen in der Öffentlichkeit, nur noch acht Menschen dürfen zusammenkommen. Bisher durften sich je nach Anlass 50 bis 300 Menschen treffen. Schulen und Restaurants sollen laut der Regierungsanordnung weiter geöffnet bleiben. Betreiber von Restaurants müssen allerdings darauf achten, dass pro Tisch nicht mehr als acht Gäste Platz nehmen.

Schweden ging seit Beginn der Corona-Pandemie einen weniger restriktiven Weg als die meisten anderen europäischen Länder. Kritiker warfen den schwedischen Behörden deshalb vor, mit ihrer Strategie Menschenleben zu gefährden. Dennoch verzichtete die Regierung bisher auf das Verhängen von Einschränkungen - stattdessen sprach sie lediglich Empfehlungen für die Bürger aus. Die nun erstmals verhängten Einschränkungen gelten allerdings nicht für Treffen in privaten Wohnungen - der Regierung fehlt die Befugnis, um dafür Vorschriften zu machen. (AFP)

Wrestler stirbt mit 19 Jahren an Covid-19

In England ist ein gerade einmal 19 Jahre alter Kampfsportler an den Folgen einer Covid 19-Erkrankung gestorben. Der aus der englischen Stadt Walsall stammende Wrestler Cameron Wellington starb am Donnerstag im Beisein seiner Eltern. Hier mehr lesen >>>

Mehr als 169 000 Corona-Neuinfektionen und knapp 900 Tote in den USA

In den USA breitet sich die Corona-Pandemie weiter rasant aus. Am Montag meldeten die Behörden binnen eines Tages 169 190 nachgewiesene Neuinfektionen, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore vom Dienstagmorgen (MEZ) hervorging. Am gleichen Tag der Vorwoche waren es rund 160.000 gewesen. Am Freitag war mit rund 196 000 Neuinfektionen der bislang höchste Wert registriert worden.

Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion binnen 24 Stunden belief sich am Montag auf 889. In der Woche zuvor waren es am gleichen Tag 758. Erstmals seit Anfang Mai war am Donnerstag mit 2015 neuen Todesfällen wieder die 2000er-Marke überschritten worden. Der höchste Wert an einem Tag wurde am 15. April mit 2609 Toten erreicht.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 12,4 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 257 000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 - mehr als in jedem anderen Land der Welt. (dpa)

13.554 Fälle: Corona-Neuinfektionen etwas unter dem Vorwochenstand

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) erneut vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Binnen 24 Stunden wurden 13 554 neue Fälle übermittelt, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab. Am vergangenen Dienstag hatte die Zahl bei 14 419 gelegen. Am Freitag war mit 23 648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Zu Beginn der Woche sind die Zahlen regelmäßig vergleichsweise niedrig, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

Im Oktober und Anfang November war die Zahl der gemeldeten Corona-Neuansteckungen in Deutschland rasant gestiegen. Nun hat sich der Wert seit etwa zwei Wochen auf hohem Niveau eingependelt. Der nach Inkrafttreten des Teil-Lockdowns erhoffte Rückgang ist bislang nicht klar zu erkennen. (dpa)

WHO warnt vor Corona-Lockerungen über Weihnachten 

 Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor Lockerungen von Corona-Restriktionen über Weihnachten, wenn Behörden das Infektionsgeschehen nicht voll unter Kontrolle haben. «Wenn sich Menschen untereinander anstecken und wenn ein Land nicht die nötige Infrastruktur hat, um Fälle zu verfolgen und Kontakte zu isolieren und in Quarantäne zu schicken, dann wird eine Lockerung zu stärkeren Ansteckungen führen», sagte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan am Montagabend in Genf.

Regierungen müssten sich im Klaren sein, dass sie nur Risiken abwägen könnten. Eine wissenschaftliche Formel, welche Lockerungen vertretbar oder wie viele Feiertage ohne größere Auflagen sicher seien gebe es nicht. «Es gibt nur ein höheres und niedrigeres Risiko, dass die Situation sich bessert oder verschlimmert», sagte er. Regierungen müssten die Risiken einer stärkeren Ausbreitung des Virus mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Risiken der Beibehaltung von Beschränkungen abwägen. Wenn Menschen sich über die Feiertage nicht treffen dürften, entstehe eine große Frustration, eine Corona- Müdigkeit und womöglich Widerstand gegen die Maßnahmen, räumte er ein. (dpa)

England will Quarantäne für Einreisende aus Risikogebieten verkürzen

Einreisende aus Risikogebieten können ab Mitte Dezember in England mit einer kürzeren Quarantäne-Dauer rechnen. Nach fünf Tagen solle es dann möglich sein, auf eigene Kosten einen Corona-Test zu machen und nach negativem Ergebnis die Wohnung wieder zu verlassen, wie Verkehrsminister Grant Shapps am Dienstag ankündigte. Bislang mussten sich alle Einreisenden aus Risikogebieten verpflichtend 14 Tage lang in Quarantäne begeben. Auch Deutschland gilt derzeit für Großbritannien als Risikogebiet.

Die Reisebranche begrüßte die Regelung, beschrieb sie aber als «überfällig». Viele andere Staaten, darunter auch Deutschland, ermöglichen bereits seit längerem, die Quarantäne nach der Einreise durch einen Corona-Test abzukürzen. In Nordrhein-Westfalen hatte zuletzt sogar ein Gericht die Quarantäne-Regeln gekippt und sie als unwirksam zur Bekämpfung der Pandemie bezeichnet. (dpa)

Lauterbach: Verlängerung der Corona-Beschränkungen zwingend 

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach verteidigt die geplante Verlängerung und teilweise Verschärfung der staatlichen Corona-Beschränkungen im Alltagsleben. Anders könnten Fallzahlen vor Weihnachten nicht ausreichend gesenkt werden, «also sind Verlängerung und Verschärfung notwendig», sagte er der «Augsburger Allgemeinen» (Dienstag). Bei der Eindämmung der Pandemie müsse gerade in den Schulen und bei den privaten Treffen mehr erreicht werden. Durchschlagend erfolgreich sei der Teil-Lockdown bisher nicht gewesen. «Die Zahl der Kontakte sollte mit dem Wellenbrecher-Shutdown um 75 Prozent reduziert werden, erreicht wurden schätzungsweise 40 Prozent», sagte Lauterbach.

Zugleich zeigte sich der SPD-Politiker zuversichtlich, dass es im Januar und Februar nicht zu einer gleichzeitigen Welle aus Grippe- und Corona-Erkrankungen kommt. «Wenn die Hygieneregeln gegen das Coronavirus eingehalten werden wird es auch viel weniger Grippeinfektionen geben», sagte Lauterbach.

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, wertet die bisherigen Lockdown-Maßnahmen durchaus als Erfolg: «Hätten wir nichts getan, dann hätten wir heute schon 50 000 Neuinfektionen pro Tag», sagte er dem Blatt. «Auch das stabile Plateau ist ein Erfolg, denn davor hatten wir exponentielles Wachstum.» (dpa)

Studie im Klassenzimmer: Stoßlüften wirksamer als Filtergeräte 

 Laut einer Untersuchung hessischer Wissenschaftler ist das Stoßlüften in Schulen um ein Vielfaches wirksamer als der Einsatz von Luftfiltergeräten. Zwei Professoren der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) hatten in einem nicht genutzten Klassenzimmer einer Wiesbadener Schule die Wirkung auf zuvor freigesetzte Aerosole ermittelt, die per Ventilator im Raum verteilt wurden.

«Als wesentliches Resultat zeigte sich, dass die Stoßöffnung aller Fenster über drei Minuten bei Außentemperaturen von 7 bis 11 Grad Celsius die eingebrachte Konzentration an Aerosolen bis zu 99,8 Prozent senkte», heißt es in der Mitteilung der THM in Gießen zu der Analyse. Mit vier mobilen Luftfiltergeräten in dem Raum sei nach etwa 30 Minuten eine um 90 Prozent verringerte Konzentration gemessen worden. Die Wissenschaftler verweisen zudem auf den Lärm beim Betrieb der Geräte und die hohen Kosten bei der Anschaffung.

Das Umweltbundesamt hat schon mehrfach davor gewarnt, zu stark auf mobile Luftreiniger zu setzen. Ihr Einsatz in Klassenzimmern sei kein Ersatz für das Lüften, weil sie nicht für die notwendige Zufuhr von Außenluft sorgten, hieß es. Es gebe Fälle, in denen Luftreiniger das Lüften «sinnvoll ergänzen» könnten - nämlich dort, wo Fenster nicht ausreichend geöffnet werden könnten. Luftreiniger könnten aber nicht alle Verunreinigungen aus der Raumluft entfernen. (dpa)

+++ 23. November +++

10.864 Fälle: Corona-Neuinfektionen auf Vorwochenniveau 

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. So seien binnen 24 Stunden 10 864 neue Fälle übermittelt worden, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Am Freitag war mit 23 648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Am vergangenen Montag hatte die Zahl bei 10 824 gelegen. An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

Im Oktober und Anfang November war die Zahl der gemeldeten Corona-Neuansteckungen in Deutschland rasant gestiegen. Nun hat sich der Wert seit etwa zwei Wochen auf hohem Niveau eingependelt. Der nach Inkrafttreten des Teil-Lockdowns erhoffte Rückgang ist bislang nicht klar zu erkennen. (dpa)

Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen steigt weiter

Angesichts steigender Zahlen von schwer erkrankten Corona-Patienten haben Intensivmediziner vor einer Überlastung der Krankenhäuser gewarnt. «Die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich zu», sagte der Präsident der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Uwe Janssens, der «Rheinischen Post» (Montag). Die Politik habe seit September zu viel Zeit verschenkt. «Noch immer gibt es keine klaren Anweisungen an die Krankenhäuser, dass sie planbare Eingriffe und medizinisch unkritische Operationen verschieben sollen.»

Diese Anweisung sei jetzt zwingend notwendig, damit die Krankenhäuser handlungsfähig blieben und gleichzeitig unbürokratisch und schnellstmöglich finanzielle Kompensationen für Einnahmeverluste bereit gestellt werde. «Es darf nicht dazu kommen, dass wir Notfälle wegen überlasteter Corona-Stationen abweisen müssen», sagte Janssens.

Nach Divi-Daten stieg die Zahl der Patienten auf 3709 (Stand 22.11.) - das waren 79 mehr als am Vortag. 2132 von ihnen wurden invasiv beatmet. Derzeit sind rund 6650 Betten frei. Vor einem Monat wurden etwas mehr als 1100 Patienten mit Covid-19 intensivmedizinisch behandelt, vor zwei Monaten rund 290. (dpa)

+++ 22. November +++

Corona-Massentest in Südtirol: Einige Tausend Infizierte gefunden

Bei einem dreitägigen Corona-Massentest in der norditalienischen Provinz Südtirol haben einige Tausend Menschen von ihrer Infektion erfahren. Bis Sonntagvormittag hatten in der kleinen Alpen-Provinz fast 270.000 Bürger und Bürgerinnen einen kostenlosen Abstrich machen lassen. Wie die Behörden im Internet mitteilten, erhielten bis 10 Uhr insgesamt 2626 Teilnehmer (1 Prozent) ein positives Corona-Resultat. Die zentrale Phase der freiwilligen Reihenuntersuchung lief bis Sonntagabend.

Danach war geplant, dass die Südtiroler noch für weitere 72 Stunden bei Ärzten und an einigen anderen Orten an der Aktion teilnehmen können. Die Landesregierung will damit die zweite Corona-Welle schneller brechen: Virusträger, die nichts von ihrer Infektion ahnen, sollen entdeckt werden. Sie gelten als gefährliche Ansteckungsquelle. In der Provinz Bozen-Südtirol, über die ein Teil-Lockdown verhängt ist, leben gut eine halbe Million Menschen. Die Behörden wollten mit „Südtirol testet“ etwa 350 000 Menschen erreichen.

Der Erfolg eines Massentests hängt nach Einschätzung von Experten stark von einer hohen Teilnahmequote ab. Kritiker bemängelten, dass die Resultate von Antigen-Schnelltests nicht verlässlich genug seien. Eine Übernahme der Massentests für Deutschland hält Eugen Brysch, Vorstand der Stiftung Patientenschutz, für ungeeignetes «Strohfeuer». «Denn Infektionsgrundschutz, Kontaktdokumentation und laborgestützte PCR-Test können so nicht ersetzt werden», erläuterte er der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Es bestehe vielmehr die Gefahr, dass infizierte Menschen sich wegen eines negativen Tests in Scheinsicherheit wiegen würden.

Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher räumte ein, der Massentest sei „kein Allheilmittel und auch nicht die Lösung des Problems». Aber die Aktion könne helfen, «den Lockdown zu verkürzen“. (dpa)

Mehr als 15.700 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Deutschland ist am Sonntag um 15.741 Fälle gestiegen. Am Freitag war mit 23.648 Neuinfektionen binnen 24 Stunden ein neuer Rekordstand registriert worden. Da am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln, liegen die Fallzahlen des RKI sonntags und montags in der Regel niedriger als an anderen Wochentagen. Vorigen Sonntag hatte das RKI 16.947 Neuansteckungen gemeldet.

Die Zahl der Corona-Toten in Deutschland stieg diesen Sonntag den Angaben zufolge um 138 auf 14.022. Insgesamt wurden hierzulande seit dem Beginn der Pandemie laut den jüngsten RKI-Zahlen 918.269 Infektionen registriert. Die Zahl der Genesenen lag am Sonntag bei etwa 603.800. (AFP)

Schon mehr als zwölf Millionen Corona-Infektionen in den USA nachgewiesen

Die USA haben die Zahl von zwölf Millionen Corona-Infektionen überschritten. In der größten Volkswirtschaft der Welt seien bislang 12.019.960 Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden, gab die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore am Samstag an. 255.414 Infizierte in den USA starben. Das sind die mit Abstand höchsten Infektions- und Todeszahlen weltweit. Erst vor sechs Tagen hatten die USA die Marke von elf Millionen Infektionen überschritten.

Wegen des erneuten schnellen Anstiegs der Fallzahlen in den USA haben viele Orte erneut Lockdown-Maßnahmen verhängt. In der Millionenmetropole New York etwa wurden die Schulen wieder geschlossen, im bevölkerungsreichsten Bundesstaat Kalifornien trat am Samstag eine nächtliche Ausgangssperre in Kraft. Die Gesundheitsbehörden rufen die Bürger auf, auf Reisen wegen des in den USA sehr wichtigen Familienfestes Thanksgiving am 26. November zu verzichten. (AFP)

Johnson will Corona-Lockdown für England nach 2. Dezember nicht verlängern

Der britische Premierminister Boris Johnson will den Corona-Lockdown in England nicht verlängern. Die Restriktionen liefen am 2. Dezember nach vier Wochen aus, teilte Downing Street am Samstag mit. Der Premier werde dies am Montag verkünden und einen Drei-Stufen-Plan für Corona-Beschränkungen auf regionaler Ebene vorstellen.

Der Lockdown der vergangenen Wochen habe "geholfen, das Virus wieder unter Kontrolle zu bringen" und den Druck auf den Nationalen Gesundheitsdienst NHS zu verringern, hieß es von der Regierung in London. In den vergangenen Wochen mussten nicht dringend notwendige Geschäfte in England schließen. Die Menschen sollten ihr Zuhause nur noch für das Nötigste verlassen.

Nach dem Ende des Lockdown plant die Regierung, die Zahl der Gebiete mit strengeren Vorkehrungen zu erhöhen, um die durch den Lockdown erzielten Fortschritte in der Pandemie-Bekämpfung zu sichern. Der Plan soll am Sonntag in einer Kabinettssitzung besprochen und am Montag dem Parlament vorgelegt werden.

Am Donnerstag werde dann mitgeteilt, "welche Stufe der Restriktionen in jeder Region gilt", hieß es in der Mitteilung. Die Regierung will für England auch Empfehlungen abgeben, unter welchen Umständen Familienfeiern zu Weihnachten stattfinden sollten.

Großbritannien hat die höchste Zahl an Corona-Toten in Europa: Mehr als 54.600 Infizierte starben hier bereits. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie werden auf regionaler Ebene entschieden. Schottland hat gerade die Restriktionen für elf Gebiete verschärf (AFP)t, Nordirland hat einen weiteren zweiwöchigen Lockdown beschlossen, der am 11. Dezember endet.

+++ 21. November +++

Corona-Rekord in den USA: Mehr als 195.000 Neuinfektionen

In den USA hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages einen Höchststand erreicht. Die Behörden meldeten am Freitag innerhalb von 24 Stunden 195.542 neue Fälle, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore vom Samstagmorgen (MEZ) hervorging. Der bislang höchste Tageswert war erst am Vortag registriert worden und lag bei 187.833 Fällen.

Am Mittwoch hatten die USA nach Angaben der JHU die Marke von einer Viertelmillion bei der Zahl der Toten überschritten. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 254.400 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Am Freitag registrierten die Behörden 1878 Tote in Zusammenhang mit dem Virus. Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 11,9 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden Zahlen - unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden - nachträglich korrigiert. (dpa)

Knapp 23.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Samstag 22.964 Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus in Deutschland binnen 24 Stunden gemeldet. Am Freitag war mit 23.648 Neuinfektionen innerhalb eines Tages ein neuer Rekordstand registriert worden. Die Zahl der Todesfälle stieg am Samstag den Angaben zufolge um 254 auf 13.884.

Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des RKI 902.528 Infektionen registriert. Die Zahl der Genesenen lag am Samstag bei etwa 593.100. (AFP)

Corona-Lockdown für Kanadas größte Stadt Toronto verfügt

Wegen der beschleunigten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ist für Kanadas größte Stadt Toronto ein Lockdown verfügt worden. Die Restriktionen für Toronto und viele Vororte der Stadt treten am Montag in Kraft, wie der Regierungschef der Provinz Ontario, Doug Ford, am Freitag mitteilte. "Ich bin deutlich gewesen: Die Lage ist extrem ernst und es sind weitere Maßnahmen nötig", sagte er bei einer Pressekonferenz.

Der Lockdown soll mindestens 28 Tage lang dauern, Verstöße können mit Geldbußen von bis zu 750 kanadischen Dollar (483 Euro) geahndet werden. Für Treffen im Freien sowie für religiöse Feiern, Beerdigungen und Hochzeiten gilt eine Obergrenze von zehn Menschen. Private Treffen drinnen sind gänzlich untersagt.

Friseursalons und Schönheitssalons sowie Fitnessstudios und Casinos müssen schließen. Nicht notwendige Geschäfte sowie Restaurants dürfen ihre Waren nur liefern oder zum Mitnehmen anbieten. Die Schulen bleiben offen.

In Kanada wurden bis Freitag 317.000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen. 11.273 Infizierte starben. In den vergangenen sieben Tagen stiegen die Fallzahlen deutlich an auf knapp 4800 Neuinfektionen pro Tag und täglich 65 Corona-Tote. (AFP)

Gericht kippt Quarantänepflicht für Reiserückkehrer in NRW

Das Oberverwaltungsgericht in Nordrhein-Westfalen hat die Quarantänepflicht für Auslandsrückkehrer aus Corona-Risikogebieten gekippt. Die Richter in Münster gaben mit ihrem Eilbeschluss am Freitag einem Kläger aus Bielefeld Recht. Der Mann hatte sich Mitte November auf den Balearen aufgehalten und argumentiert, dass das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus dort geringer sei als an seinem Wohnort. Eine zusätzliche Infektionsgefahr durch seine Einreise sei nicht begründet.

Das Gericht befand, dass die Pflicht zur Selbstisolierung "nicht geeignet sei", einen nennenswerten Beitrag zur Eindämmung der Pandemie beizutragen, wenn in dem Reiseland ein geringeres Ansteckungsrisiko bestehe.

Die Einreiseverordnung in Nordrhein-Westfalen sieht vor, dass sich Rückkehrer aus Regionen, die vom Robert-Koch-Institut (RKI) als Risikogebiete eingestuft wurden, zehn Tage lang in Selbstisolation begeben müssen. (AFP)

+++ 20. November +++

Dresden sagt Striezelmarkt ab

Der berühmte Dresdner Striezelmarkt fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Das Infektionsgeschehen in Dresden und Umgebung lasse keine andere Entscheidung zu, sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert am Freitag. „Da keine Lockerungen der Corona-Verordnungen absehbar sind – ganz im Gegenteil – und frühestens kommende Woche mit einem neuen Fahrplan zu rechnen ist, haben wir keine realistische Option mehr, den Striezelmarkt durchzuführen.“ Bis zuletzt hatte Hilbert an den Plänen für den 586. Striezelmarkt festgehalten - mit Hygiene- und Besucherkonzept sowie verteilt auf mehrere Orte im Zentrum. Der Dresdner Striezelmarkt gilt als einer der ältesten Weihnachtsmärkte der Welt.

Neuer Höchststand: 23 648 neue Corona-Infektionen gemeldet 

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 23 648 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit ist am Freitag ein Höchststand erreicht worden, wie aus den Angaben des RKI vom Morgen hervorgeht. Am Freitag vor einer Woche war mit 23 542 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der neu gemeldeten Fälle am Freitag um gut 1000.

+++ 19. November +++

21 Corona-Tote und über 1251 Neuinfektionen binnen 24 Stunden in Berlin

Zwiespältige Nachrichten von der Gesundheitsverwaltung des Berliner Senats: Sage und schreibe 21 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus wurden an nur einem Tag gemeldet. Die Gesamtzahl der Corona-Toten in der Hauptstadt erhöht sich damit auf 422. Die Zahl der Neuinfektionen fällt mit 1251 allerdings nicht ganz so hoch aus wie am Vortag. Erneut leuchten die Warnampeln in allen drei Farben. Mit 0,94 liegt der auf vier Tage berechnete R-Wert mit 0,94 knapp unter der Marke von 1. Dies bedeutet, dass ein Corona-Kranker etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Weit jenseits der Warnschwelle bleibt die 7-Tage-Inzidenz mit 222,1 Fällen auf 100.000 Einwohner stadtweit. Die entsprechende Warnampel leuchtet tiefrot. Besonders schlecht bleibt dieser Wert in Mitte (339,1) und Neukölln (336,4). Noch gelb leuchtet die Warnampel für die Belegung der Intensivstationen mit Covid-19-Patienten. 23,4 Prozent der Intensivbetten sind mit Coronakranken belegt. Bei 25% springt diese Ampel auf Rot um. Insgesamt werden in Berliner Kliniken derzeit 1062 Covid-19-Patienten behandelt, davon liegen 766 auf Intensivstationen. (BK)

Corona-Impfstoff von AstraZeneca zeigt gute Wirkung bei Älteren

Nach dem US-Pharmakonzern Pfizer und seinem Mainzer Partner Biontech sowie dem US-Hersteller Moderna hat nun auch der britisch-schwedische Konzern AstraZeneca vielversprechende Ergebnisse für seinen Corona-Impfstoffkandidaten gemeldet. Laut einem am Donnerstag im Fachmagazin "The Lancet" veröffentlichten Abschlussbericht zur klinischen Phase 2 hat der gemeinsam mit der Universität von Oxford entwickelte Wirkstoff auch bei älteren Probanden eine starke Immunantwort hervorgerufen.

Die Impfung habe bei Probanden aller Altersklassen eine ähnlich starke Immunantwort hervorgerufen, auch bei der Gruppe der über 56-Jährigen, heißt es in dem Bericht. Laut "The Lancet" ist das Ergebnis wichtig, da insbesondere Menschen ab 56 Jahren zur Corona-Risikogruppe gehören. Hauptautor Andrew Pollard von der Oxford-Universität wies darauf hin, dass die Immunantwort nach Impfungen bei älteren Menschen oftmals schwächer ausfällt, da ihr Immunsystem über die Jahre insgesamt nachlässt. (AFP)

WHO Europa: Ein Corona-Toter in Europa alle 17 Sekunden

Die Weltgesundheitsorganisation WHO beklagt eine wachsende Zahl an Corona-Todesfällen in Europa. In den vergangenen beiden Wochen habe die Zahl der Sterbefälle in Verbindung mit Covid-19-Erkrankungen um 18 Prozent zugenommen, sagte der Direktor der WHO-Region Europa, Hans Kluge, am Donnerstag auf einer Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. Vergangene Woche seien mehr als 29 000 Todesfälle registriert worden, was bedeute, dass alle 17 Sekunden eine Person in der europäischen Region mit Covid-19 stirbt.

Dass derzeit pro Tag 4500 Leben an Covid-19 verloren gingen, sei vermeidbar, sagte Kluge. Wer sich an Richtlinien halte und gegen Missinformationen vorgehe, liefere einen Beitrag, um Sterbefälle zu vermeiden. (dpa)

US-Arzneimittelbehörde erteilt Zulassung für Corona-Heimtest

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat erstmals einen Corona-Test für den Hausgebrauch zugelassen. Der Testkit des US-Herstellers Lucira Health habe eine Notfall-Zulassung bekommen, teilte die FDA mit. «Diese neue Test-Möglichkeit ist ein wichtiger Diagnose-Fortschritt, um die Pandemie zu bekämpfen und die öffentliche Last der Krankheitsübertragung zu reduzieren», sagte FDA-Chef Stephen Hahn. Der Test, der auf Erbgut des Erregers Sars-CoV-2 reagiert, sei im Hausgebrauch für Menschen ab 14 Jahren geeignet und zunächst nur auf Verschreibung eines Arztes erhältlich. Bei deutschen Experten stößt das Verfahren aus Skepsis - vor allem weil Laien die Proben entnehmen.

Wer den Test nutzt, muss mit einem Stäbchen eine Probe aus der Nase entnehmen, dieses dann in ein Röhrchen legen und das Röhrchen wiederum in einem Testmodul befestigen. In maximal 30 Minuten zeige das Display des Testmoduls dann ein positives oder negatives Ergebnis an, heißt es von der FDA. (dpa)

RKI: Fallzahlen-Stabilisierung deutet auf wirksame Maßnahmen hin 

Die Stabilisierung der Coronavirus-Neuinfektionen in Deutschland steht nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) in Zusammenhang mit den getroffenen Eindämmungsmaßnahmen. Die Stabilisierung der Zahlen auf hohem Niveau sei ein Hinweis, dass man langsam sehen könne, dass die strengen Regeln greifen, sagte die Leiterin des RKI-Lagezentrums, Ute Rexroth, am Donnerstag in Berlin. Die Bevölkerung halte sich daran und die Maßnahmen wirkten. Die Fallzahlen seien trotz der leichten Entspannung aber weiter zu hoch. RKI-Chef Lothar Wieler ergänzte, er sei optimistisch, dass sich der Trend fortsetze - aber man sei noch lange nicht über den Berg. (dpa)

Mehr als 22.600 Corona-Neuinfektionen in Deutschland, 251 Todesfälle binnen 24 Stunden

In Deutschland sind mehr als 22.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 22.609 neue Ansteckungsfälle innerhalb eines Tages erfasst. Das waren rund 5000 Fälle mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg den Angaben zufolge um 251 auf 13.370.

Fast 90 Corona-Infektionen im Bundestag 

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind im Bundestag bis Mitte November insgesamt 89 Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 gezählt worden. Das geht aus einer Antwort der Bundestagsverwaltung auf eine Anfrage der Funke Mediengruppe hervor (Donnerstag). Darunter sind demnach 15 Abgeordnete, der Rest sind überwiegend Mitarbeiter und Verwaltungsangestellte. In lediglich neun Fällen handelt es sich laut dem Bericht um Mitarbeiter von Fremdfirmen, etwa für Reinigung, Fahrdienst, Handwerker oder andere Dienstleister. Insgesamt sind demnach rund 10 000 Personen im Bundestag tätig, Dienstleister eingerechnet. Im Vergleich zur Gesamtzahl falle die Infektionsrate damit relativ gering aus. Unklar ist zudem, wo sich die Betroffenen infiziert haben - innerhalb oder außerhalb des Parlaments.

Zweite Corona-Welle in Österreich besonders schlimm in Heimen

Die zweite Corona-Welle tritt in Österreich ganz besonders Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. In mehreren Bundesländern kamen zwischen 1. Oktober und 12. November mehr als 80 Prozent der an Covid-19 Verstorbenen aus solchen Heimen, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten parlamentarischen Anfrage an das Gesundheitsministerium hervorgeht.

Insgesamt waren nach diesen Angaben seit Beginn der Pandemie bis zum 12. November 38 Prozent der Corona-Todesopfer Heimbewohner, insgesamt gut 600 Menschen. Die Hälfte von ihnen starb aber seit Anfang Oktober. Von den insgesamt etwa 1800 Toten waren 1150 über 75 Jahre alt. (dpa)

Wissenschaftler: Mehr als eine Viertelmillion Corona-Tote in den USA

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in den USA mehr als eine Viertelmillion Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das ging am Mittwochabend (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. In keinem anderen Land der Welt ist eine so hohe Zahl an Todesfällen bekannt. Seit Ende September starben allein 50 000 Menschen. Seit Beginn der Pandemie gab es in den USA knapp 11,5 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2. (dpa)

+++ 18. November +++

7 Corona-Tote und knapp 1500 Neuinfektionen in Berlin binnen 24 Stunden

Keine durchgreifende Wende ist bei den Coronazahlen in Berlin in Sicht: Sieben neue Todesfälle binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit Covid-19 meldet die Gesundheitsverwaltung des Senats in ihrem aktuellen Lagebericht. 1457 neue Coronafälle wurden am Mittwoch gemeldet. Besondere Sorge macht die Belegung der Intensivbetten: Mit 23,8 Prozent Covid-Patienten auf den Intensivstationen wird die rote Warnschwelle von 25 Prozent nur knapp verfehlt. Noch steht die entsprechende Warnampel auf Gelb. Weiterhin tiefrot leuchtet dagegen die 7-Tage-Inzidenz mit stadtweit 236 Fällen auf 100.000 Einwohner. Bereits ab 50 Fällen gilt Berlin als Risikogebiet. Die höchste Inzidenz wird in den Bezirken Mitte (390,9) und Neukölln (321) gemeldet. Die niedrigste Inzidenz weist Treptow-Köpenick auf. Die Warnampel zum 4-Tage-R-Wert steht zwar auf Grün - der Wert von 0,97 bedeutet, dass trotz aller Kontaktbeschränkungen weiterhin ein Corona-Kranker in etwa eine weitere Person ansteckt. (BK)

Bundestag beschließt Fortbestehen der epidemischen Notlage

Deutschland befindet sich wegen der anhaltend hohen Zahl an Corona-Infektionen weiterhin offiziell in einer epidemischen Notlage. Der Bundestag beschloss am Mittwoch mit deutlicher Mehrheit, dass die seit März bestehende "epidemische Lage von nationaler Tragweite" weiterhin fortbesteht. In namentlicher Abstimmung votierten 423 von 648 Parlamentariern für einen entsprechenden Antrag der Koalitionsfraktionen, es gab 91 Nein-Stimmen und 134 Enthaltungen.

Notwendig geworden war der neuerliche Beschluss durch die Reform des Infektionsschutzgesetzes, die Bundestag und Bundesrat zuvor beschlossen hatten. Das neue Gesetz präzisiert auch die Regelung zur epidemischen Notlage, bei deren Vorliegen der Bund eine Reihe von Einschränkungen und Schutzmaßnahmen treffen kann, etwa im Reiseverkehr. Der Bundestag kann die Feststellung der Notlage auch jederzeit wieder aufheben, wenn er die Voraussetzungen nicht mehr für gegeben hält. Damit würde die Rechtsgrundlage für verhängte Einschränkungen entfallen. (AFP)

Corona-Impfstoff: Pfizer und Biontech melden 95 Prozent Wirksamkeit

Nach Abschluss der letzten Analysen bei der Erprobung ihres Corona-Impfstoffes haben der Mainzer Hersteller Biontech und der US-Konzern Pfizer erneut vielversprechende Daten vorgelegt. Demnach liegt die Wirksamkeit ihres Mittels zur Bekämpfung der Krankheit Covid-19 bei 95 Prozent. Der Impfstoff funktioniere über alle Altersgruppen hinweg ähnlich gut, schrieben die Unternehmen am Mittwoch. So betrage die Wirksamkeit in der Gruppe von Menschen über 65 Jahren 94 Prozent. Auch die für eine Notfallzulassung in den USA notwendige Sicherheit des Impfstoffes sei gewährleistet.

Vergangene Woche hatten Biontech und Pfizer bekanntgegeben, dass ihr Impfstoff nach Zwischenergebnissen klinischer Studien einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19 biete. Auch der US-Pharmakonzern Moderna hatte zuletzt für sein ähnliches Präparat eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent errechnet.

US-Senator hält Corona-Infektion für besser als Impfung - Lauterbach: "Unfassbar"

Der republikanische US-Senator Rand Paul ätzt in einem Tweet gegen Erfolgsmeldungen bei der Entwicklung von Impfstoffen gegen Corona. Am effektivsten sei es, Covid-19 "natürlich" zu erwerben, dies biete einen fast 100%igen Schutz gegen eine Neuansteckung. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach reagiert entsetzt.

Krankenhausgesellschaft: mindestens jede dritte geplante OP wird wegen Corona ausfallen

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) rechnet damit, dass die Regelversorgung in den Kliniken wegen der Coronakrise bis ins kommende Frühjahr massiv eingeschränkt sein könnte. "Bleibt die Zahl der Neuinfektionen auf dem aktuellen Niveau, werden wir bis zum nächsten Frühjahr massive Einschränkungen bei den planbaren Eingriffen haben", sagte DKG-Präsident Gerald Gaß den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Mittwoch.

"Mindestens jeder dritte planbare Eingriff wird nicht stattfinden können", fügte Gaß hinzu. "Wenn es gut läuft, wird sich die Zahl der Neuinfektionen in den kommenden Wochen auf dem jetzigen Niveau mit täglich knapp unter 20.000 Fällen im Wochenschnitt stabilisieren." Dies bedeute, das Mitte Dezember bis zu 6000 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen behandelt würden.

Die Zahl der Corona-Patienten auf den Normalstationen sei vierfach so hoch und dürfte dann bei mehr als 20.000 Patienten liegen. Eine solche Lage sei für die Krankenhäuser gerade noch verkraftbar - aber nur unter der Voraussetzung, dass planbare Eingriffe deutlich reduziert würden, mahnte Gaß. (AFP)

Sollten die Zahlen der Neuinfektionen hingegen wieder steigen, müssten die Kliniken dem DKG-Präsidenten zufolge die Regelversorgung in wenigen Wochen noch weiter einschränken. "Sollte auch das nicht reichen, müssen flächendeckend Normalstationen geschlossen werden und Patienten, dort wo es vertretbar ist, vorzeitig entlassen werden." Nur so stünde genug Personal zur Versorgung der Intensivpatienten zur Verfügung, sagte Gaß. "Das wäre der absolute Ausnahmezustand." (AFP)

1707 Corona-Todesfälle in USA: höchster Tageswert seit Mai

In den USA hat die Zahl der Toten mit nachgewiesener Corona-Infektion am Dienstag den höchsten Wert seit Mitte Mai erreicht. Die Behörden meldeten 1707 Tote binnen 24 Stunden, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore vom Mittwochmorgen (MEZ) hervorging.

Die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages belief sich auf 161 934 Fälle. Der bislang höchste Wert war am Freitag registriert worden, als mehr als 177 000 Neuinfektionen gemeldet wurden. Insgesamt haben sich in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 11,3 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Über 248 000 Menschen starben bislang - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Die meisten Todesfälle wurden in den Bundesstaaten New York, Texas und Kalifornien gemeldet. (dpa)

Coronavirus-Ausbrüche in zwei weiteren Pflegeheimen

Bei großen Coronavirus-Ausbrüchen in zwei weiteren Pflegeeinrichtungen sind insgesamt mehr als 110 Bewohner positiv getestet worden. Wie die jeweiligen Einrichtungen und Landkreise mitteilten, kam es im niedersächsischen Melle im Landkreis Osnabrück und im sächsischen Freital zu einer Reihe von Ansteckungen. In beiden Fällen seien die Betroffenen isoliert worden.

In Melle habe eine Reihentestung ergeben, dass 50 Bewohner und acht Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert seien, teilte die Einrichtung mit. Derzeit gebe es ein Besuchsverbot und es würden noch weitere Testergebnisse erwartet, sagte ein Landkreissprecher am Mittwoch. Insgesamt werden ihm zufolge 75 Menschen in der Einrichtung betreut. Nach Angaben des Pflegeheims befinden sich zurzeit drei Bewohner zur medizinischen Versorgung im Krankenhaus. (dpa)

Umfrage: Mehrheit für Reservierungspflicht im Bahn-Fernverkehr

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen ist nach einer Umfrage in der Corona-Krise für eine Reservierungspflicht im Bahn-Fernverkehr. 63 Prozent sprachen sich in einer Yougov-Umfrage zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus dafür aus. 18 Prozent sind dagegen. Drei Viertel der Befragten befürworteten zudem, nur jeden zweiten Sitzplatz zu besetzen.

Die Deutsche Bahn lehnt eine Reservierungspflicht bislang ab. Von Januar bis Oktober fuhren nach Unternehmensangaben 53 Prozent weniger Menschen mit ICE und Intercity als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Derzeit liegt die durchschnittliche Auslastung der Züge demnach bei 20 bis 25 Prozent. Das ist weniger als halb so viel wie vor der Corona-Krise. (dpa)

Mehr als 17.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland, 305 Todesfälle binnen 24 Stunden 

In Deutschland sind mehr als 17.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 17.561 neue Ansteckungsfälle innerhalb eines Tages erfasst. Am Vortag waren es mehr als 14.000 Neuinfektionen gewesen. Im Vergleich zur Vorwoche verzeichnete das RKI jedoch einen leichten Rückgang der Ansteckungzahlen: Vergangenen Mittwoch wurden 18.487 Fälle gemeldet.

Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des Instituts 833.307 Infektionsfälle registriert. Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus in Zusammenhang stehenden Todesfälle stieg demnach bundesweit auf 13.119 - dies waren 305 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag bei rund 546.500.

Neun von zehn Eilanträgen gegen Teil-Lockdown laut Richterbund gescheitert

Die seit Anfang des Monats geltenden Einschränkungen des Teil-Lockdowns haben nach Angaben des Deutschen Richterbunds in den meisten Fällen Bestand. In etwa neun von zehn Eilverfahren hätten Verwaltungsgerichte die staatlichen Maßnahmen bestätigt, teilte der Richterbund der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Mittwoch mit.

Demnach gingen bis Montag insgesamt rund 600 Eilanträge gegen die Maßnahmen ein. "In etwa neun von zehn Eilverfahren haben die Gerichte die Einschränkungen bestätigt, weil die Gerichte den Gesundheitsschutz der Bevölkerung im einstweiligen Rechtsschutz höher gewichtet haben als die Einschränkungen für die Betroffenen", sagte der Bundesgeschäftsführer des Richterbundes, Sven Rebehn, der Zeitung. (AFP)

+++ 17. November +++

Berliner Schulen erhalten wegen Corona Millionen Schutzmasken

Um Schüler und Lehrer besser vor Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen, erhalten Berlins Schulen über zehn Millionen Schutzmasken. Das beschloss der Senat am Dienstag. Allein 8,3 Millionen Mund-Nasen-Bedeckungen stehen demnach für 250 000 Schüler an weiterführenden Schulen zur Verfügung, für die ab Mittwoch ab Klasse 7 Maskenpflicht auch im Unterricht gilt. Zudem erhält das gesamte Dienstpersonal an Schulen - etwa 50 000 Personen - ein Kontingent von 1,75 Millionen Mund-Nasen-Bedeckungen sowie von 100 000 FFP2-Filtermasken.

Die Auslieferung der Kontingente soll laut Bildungsverwaltung schrittweise bis in die nächste Woche hinein erfolgen. Zudem befinden sich in den Bezirksämtern noch Masken-Restbestände aus früheren Lieferungen der Senatsverwaltung für Gesundheit, die ebenfalls für die Schulen zur Verfügung stehen. Natürlich könnten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte weiter auch auf ihre eigenen Masken zurückgreifen, hieß es. (dpa)

Dobrindt: 37.000 Spam-Mails wegen Infektionsschutzgesetz

Vor der Bundestagsabstimmung über das Infektionsschutzgesetz an diesem Mittwoch haben zahlreiche Abgeordnete eine Flut kritischer Spam-E-Mails erhalten. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte am Dienstag vor einer Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag, allein sein Büro habe bis zum Vormittag etwa 37 000 solcher Mails erhalten. Die überwiegende Mehrzahl sei gleichlautend mit identischen Textstellen. Wer dahinter stehe, könne man nicht klären.

Es gebe auch Anrufe in Abgeordnetenbüros etwa aus dem Wahlkreis, bei denen Menschen Falschinformationen aufgesessen seien, sagte Dobrindt. Man erlebe derzeit «einen brutalen Missbrauch von politischer Debatte in den Netzen mit der Nutzung von bewusster Falschinformation, um Polarisierung in der Gesellschaft zu erreichen». (dpa)

Woidke: Schulen in Brandenburg sind kein Corona-Hotspot

Schulen sind in Brandenburg aus Sicht von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in der Corona-Pandemie nicht die Infektionstreiber. Nur ein Bruchteil von ihnen sei betroffen, sagte Woidke am Dienstag im RBB-Inforadio. Von mehr als 900 Schulen im Land seien fünf geschlossen worden, was einem Anteil von 0,5 Prozent entspreche. «Also insgesamt geben die Zahlen, die wir in Schulen haben, es nicht her, dass die Schulen nun ein besonderer Hotspot wären.»

Der Regierungschef befindet sich derzeit nach einer Corona-Infektion in häuslicher Quarantäne in Forst (Spree-Neiße). Die Diagnose sei ein Schock für ihn gewesen, mittlerweise sei er aber geheilt. Geblieben sei ein «Riesen-Respekt» vor der Krankheit. Natürlich sei das Virus auch an Schulen verbreitet, es werde aber auf unterschiedlichsten Wegen dort hineingetragen. Deshalb sei es richtig, sich auf andere Bereiche des öffentlichen Lebens, wie zum Beispiel Restaurants und die Hotellerie zu konzentrieren, um die Schulen offen zu halten. (dpa)

Mehr als 165.000 neue Corona-Fälle und 995 Tote binnen 24 Stunden in USA

Die USA haben mehr als 165 000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet. Am Montag meldeten die Behörden 166 045 neue Fälle, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore vom Dienstagmorgen (MEZ) hervorging. Der bislang höchste Wert war am Freitag registriert worden, als mehr als 177 000 Fälle gemeldet wurden. Die Zahl der Toten binnen 24 Stunden lag bei 995.

Insgesamt haben sich in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 11,2 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Rund 247 000 Menschen starben bislang - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Umgerechnet auf die Bevölkerungszahl liegen die USA mit gut 75 Toten pro 100 000 Einwohner laut JHU weltweit auf dem 13. Platz. (dpa)

Strenger Corona-Lockdown in Österreich in Kraft getreten

Wegen einer massiven Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ist in Österreich am Dienstag ein strikter Lockdown in Kraft getreten. Zur Eindämmung der Pandemie sind Schulen und nicht dringend notwendige Geschäfte geschlossen, außerdem gibt es eine ganztägige Ausgangssperre. Ausnahmen gibt es nur noch für den Weg zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen sowie für Sport und Spaziergänge im Freien. Die Maßnahmen gelten vorerst bis einschließlich 6. Dezember.

Nur Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Drogerien, Banken und Postämter bleiben geöffnet. Grund für die neuen Maßnahmen sind die insgesamt steigenden Infektionszahlen in Österreich trotz eines vor zwei Wochen verhängten Teil-Lockdowns samt nächtlicher Ausgangssperre. In den vergangenen sieben Tagen wurden landesweit 527,4 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert. In Deutschland liegt diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei 141,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte am Wochenende zudem angekündigt, nach Ablauf der strengen Beschränkungen Corona-Massentests einzusetzen. Mit den Vorbereitungen dafür hat die Regierung bereits begonnen. (AFP)

14.419 Fälle: Corona-Neuinfektionen unter Vorwochenstand, 267 Covid-Tote

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 14 419 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 1000 Fälle weniger als vor einer Woche, wie aus Angaben des RKI vom Dienstagmorgen hervorgeht. Am vergangenen Dienstag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 15 332 gelegen – und damit erstmals seit September unter dem Wert vom Dienstag zuvor (15 352). Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23 542 gemeldeten Fällen erreicht worden. Die Zahl der Corona-Toten stieg demnach bundesweit auf 12.814 - dies waren 267 mehr als am Vortag.

US-Virologe Fauci nennt Moderna-Impfstofferfolg "erstaunlich beeindruckend"

Der führende US-Virologe Anthony Fauci hat die Zwischenergebnisse des Corona-Impfstoff-Kandidaten des Unternehmens Moderna als "erstaunlich beeindruckend" bezeichnet. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP sagte Fauci, er hätte sich mit Impfungen mit einer Wirksamkeit von 70 bis 75 Prozent zufrieden gegeben. Das US-Biotechnologieunternehmen Moderna hatte am Montag bekannt gegeben, dass sein entwickelter Impfstoff eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent besitzt.

"Die Vorstellung, dass wir einen zu 94,5 Prozent wirksamen Impfstoff haben, ist erstaunlich beeindruckend. Es ist wirklich ein spektakuläres Ergebnis, von dem ich glaube, dass niemand erwartet hatte, dass es so gut sein würde", sagte Fauci weiter.

Der oberste Seuchenexperte der USA betonte außerdem, dass die Ergebnisse eine nachdrückliche Bestätigung der experimentellen mRNA-Technologie seien, an der einige gezweifelt hätten. "Es gab viele Leute, die Vorbehalte hatten, etwas zu verwenden, das über die Jahre nicht erprobt worden war; einige Leute haben uns sogar dafür kritisiert", sagte Fauci. (AFP)

+++ 16. November +++

22 378 Verstöße gegen Corona-Verbote von Berliner Polizei erfasst 

Die Berliner Polizei hat seit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 22 378 Verstöße gegen die Einschränkungen und Regeln offiziell registriert. Das seien vor allem Ordnungswidrigkeiten und auch Straftaten, die im Computersystem zusätzlich mit einer damals eingeführten Kennzeichnung zu dem Thema versehen worden seien, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Auch Maßnahmen der Gefahrenabwehr gehörten dazu. «Das soll deutlich machen, dass wir da schon einen Blick drauf haben.» Vor acht Monaten wurde ein Großteil der Einschränkungen und Verbote erlassen.

Tschechien führt neuen Fünf-Stufen-Plan gegen Corona ein

Tschechien hat einen neuen Fünf-Stufen-Plan für mögliche Lockerungen und Verschärfungen bei den Corona-Maßnahmen eingeführt. Das Modell «Pes» (tschechisch für Hund) ersetzt die bisherige «Corona-Ampel». Derzeit gelte noch immer die höchste Alarmstufe 5, teilte das Gesundheitsministerium in Prag am Montag mit. Das bedeutet unter anderem, dass die meisten Geschäfte geschlossen sind und sich maximal zwei Personen versammeln dürfen.

Der Maßnahmen-Fahrplan sieht zum Beispiel vor, dass der gesamte Einzelhandel bei Stufe 3 mit Einschränkungen wieder öffnen dürfte. Bei Stufe 2 würden alle Schulen wieder normal besucht werden.

Tschechien hat inzwischen bei der Anzahl der Corona-Todesfälle mit Schweden gleichgezogen. Bis Montag verzeichnete das Gesundheitsministerium in Prag 6208 Tote seit Beginn der Pandemie in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Wesentlich besser stellte sich die Entwicklung bei den Neuansteckungen dar. Am Sonntag wurden 1887 neue Fälle registriert - die niedrigste Zahl innerhalb von 24 Stunden seit Anfang Oktober. Allerdings wird an Wochenenden stets weniger getestet. Der EU-Mitgliedstaat hat knapp 10,7 Millionen Einwohner.

3500 Covid-19-Fälle auf Intensivstationen - mehr als im Frühjahr

Auf den Intensivstationen in Deutschland werden derzeit nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft 3500 Covid-19-Patienten behandelt. Dies seien 20 Prozent mehr als bei der ersten Welle im Frühjahr, sagte Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, am Montag bei der Eröffnung des 43. Krankenhaustages in Düsseldorf. Auf den normalen Stationen der Kliniken befänden sich derzeit 15 000 Covid-19-Patienten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dankte den Beschäftigten in den Krankenhäusern. Diese leisteten seit Monaten einen „enormen Einsatz“, sagte Spahn in einem aufgezeichneten Grußwort. Zudem appellierte er an die Geschlossenheit der Gesellschaft. Diese Geschlossenheit „haben wir im Frühjahr bewiesen und müssen wir im November noch einmal zeigen“. Es gebe die Chance, „die Kurve gemeinsam zu drücken.“ (dpa)

10 824 neue Corona-Infektionen in Deutschland gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 10 824 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 6100 Fälle weniger als am Sonntag, wie aus Angaben des RKI vom Montagmorgen hervorgeht. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Montag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 13 363 gelegen. Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23 542 gemeldeten Fällen erreicht worden. (dpa)

+++ 15. November +++

16.947 Neuinfektionen am Sonntag in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag in Deutschland 16.947 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das sind 5 514 Fälle weniger als noch am Tag zuvor mit 22.461 neu gemeldeten Fällen innerhalb von 24 Stunden. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 16.017 gelegen. Seit Beginn der Pandemie hat das RKI insgesamt 790.503 Infektionen erfasst. (Stand: 15.11., 00.00 Uhr)

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus stieg um 107 auf insgesamt 12.485. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 1,05 (Vortag: 0,99). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch gut 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Corona-Einschränkungen für Menschen mit Behinderung besonders hart

Die Corona-Einschränkungen treffen Menschen mit Behinderung oft besonders hat. „Ein Beispiel sind die Anwendungen für Video-Konferenzen, die für Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen eine große Herausforderung sind“, sagte der Bundesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, der Deutschen Presse-Agentur.

An diesem Dienstag findet eine von Dusel initiierte große EU-Veranstaltung zur Lage der Menschen mit Behinderung statt. Ein zentrales Thema: Gewalt gegen Frauen und Kinder.

+++ 14. November +++

22 461 neue Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22 461 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 1 081 Fälle weniger als am Freitag, wie aus den Angaben des RKI vom Samstagmorgen hervorgeht. Auch im Vergleich zum Samstag vergangener Woche ist der Wert etwas niedriger. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 23 399 gelegen.

Am Freitag war mit 23 542 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der neu gemeldeten Fälle am Freitag um knapp 1 700.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 773 556 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 14.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Samstag um 178 auf insgesamt 12 378. Am Freitag betrug diese Steigerung 218 Fälle. Das RKI schätzt, dass rund 493 200 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 0,99 (Vortag: 0,93). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 99 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

+++ 13. November +++

Niederlande verbieten wegen Corona Silvesterfeuerwerk

In den Niederlanden wird diesmal alles Silvesterfeuerwerk verboten. Damit soll verhindert werden, dass die wegen der Corona-Krise stark beanspruchten medizinischen Notdienste sich nicht auch noch um Verletzungen durch Feuerwerkskörper kümmern müssen. Die Branche werde mit insgesamt rund 40 Millionen Euro entschädigt, teilte die zuständige Staatssekretärin Stientje van Veldhoven am Freitag mit. Die Mittel sollen Händlern zugute kommen, die sich schon mit Raketen und anderen Feuerwerkskörpern eingedeckt haben, berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP.

Bestände müssten nicht vernichtet, sondern dürften im kommenden Jahr verkauft werden. Kleinere Knaller, Wunderkerzen oder Knallbonbons sind nicht von dem Verbot betroffen.

Die Begeisterung für Silvester-Raketen und -Feuerwerke ist in den Niederlanden groß. Allerdings gab es auch immer wieder viele Verletzte, im vergangenen Jahr wurden rund 1300 Menschen in Krankenhäusern oder Hausarztambulanzen behandelt. Zudem kam es zu Angriffen auf Rettungswagenbesatzungen und die Polizei.

Neuer Höchststand: 23 542 Corona-Fälle binnen 24 Stunden gemeldet 

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 23 542 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit ist am Freitag ein neuer Höchststand erreicht worden, wie aus den Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Am vergangenen Samstag war mit 23 399 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der gemeldeten Fälle am Freitag um knapp 1700.

+++ 12. November +++

Bayern: Gericht kippt vollständige Schließung von Fitnessstudios 

Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die vollständige Schließung von Fitnessstudios im Zuge des teilweisen Lockdowns gekippt. Die vollständige Schließung verstoße gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz, entschied das Gericht in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil. Die entsprechende Regelung in der bayerischen Landesverordnung sei außer Vollzug gesetzt.

Zermatt am Matterhorn: Skipass-Sperre für Maskenverweigerer

Anders als Italien will das Schweizer Skigebiet Zermatt am Matterhorn alle Pisten und Bahnen für Skifahrer in der kommenden Saison öffnen. Erfahrungen im Sommerskigebiet hätten gezeigt, dass „die Sicherheit der Gäste gewährleistet“ werden könne, hieß es auf einer Pressekonferenz in Zürich Anfang Oktober. Gäste würden sich „sehr gut“ an die behördlichen Auflagen halten.

Wer das nicht tue, könne sanktioniert werden. Eine mögliche Maßnahme: Gästen, die sich wiederholt nicht an die verpflichtenden Maßnahmen des Skigebiets halten, könnte im Extremfall auch der Skipass gesperrt werden.

In Österreich und Italien ist Skifahren derzeit nicht möglich, der Start der Wintersaison ist noch offen. Wann an der Zugspitze skigefahren und geboardet werden darf, ist ebenfalls noch unklar. Der ursprünglich für den 13. November geplante Start wurde wegen des Lockdown light bereits verschoben.

Ein weiteres beliebtes Skigebiet in der Schweiz hat die kommende Saison bereits offiziell abgehakt. Cyprian Sutter, Geschäftsleiter von Prättigau-Tourismus in der Schweiz, bestätigte dem ADAC, dass das Skigebiet Fideriser Heuberge in diesem Jahr aufgrund der Covid-19-Situation gar nicht erst aufmachen werde. „Wir sind ein beliebtes Gebiet für Gruppenreisen und Skilager, da ist es zu unsicher, ob in dieser Saison ein wirtschaftlicher Betrieb möglich ist“, wird Sutter vom ADAC zitiert. Er hält es zudem für möglich, dass weitere kleinere Skigebiete in der Schweiz diesem Beispiel folgen müssen.

Brandenburg: 427 Neuinfektionen am Donnerstag

In Brandenburg ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus am Donnerstag laut Gesundheitsministerium um weitere 427 Fälle innerhalb von 24 Stunden gestiegen. Von Dienstag auf Mittwoch waren es 377 bestätigte neue Infektionen gewesen. Der bisherige Höchstwert in der Corona-Pandemie wurde nach den Angaben am vergangenen Freitag mit 525 neuen Fällen erreicht. Die Zahl der Todesfälle im Land liegt bei 235.

Im gesamten Land liegt der Inzidenz-Wert der neuen Infektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 102,1. Den höchsten Wert hat der Landkreis Spree-Neiße mit 258,5, gefolgt von Oberspreewald-Lausitz (169,1) und der Stadt Cottbus (166,5).

7686 Menschen im Land gelten unterdessen als genesen, 418 mehr als noch am Vortag. Aktuell sind nach den Angaben 4561 Personen (+9) aktuell erkrankt.

RKI: Mehr Kliniken melden Engpässe - Ausfälle beim Personal

Immer mehr Kliniken in Deutschland melden laut Robert Koch-Institut (RKI) Engpässe. Häufigster Grund sei das Personal, sagte RKI-Chef Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin und bezog sich auf Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

Es komme zunehmend zu akuten Einschränkungen des Betriebs aufgrund von Personalmangel. Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in den Krankenhäusern war zuletzt deutlich gestiegen. Wieler führte aus, durch die hohen Corona-Fallzahlen im Land gebe es auch mehr Ansteckungen und Fälle von Quarantäne bei Klinikbeschäftigten.

Es gelte zu verhindern, dass sich die Situation weiter zuspitze. Ziel sei nach wie vor, die Zahl der Neuinfektionen wieder auf ein Level zu bringen, mit dem auch die Krankenhäuser umgehen können. Es gelte, so wenige Infektionen wie möglich zulassen.

„Wir sehen eine Zunahme bei den über 60-Jährigen, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen“, so Wieler.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch wurden innerhalb von 24 Stunden in Deutschland 18.487 neue Corona-Fälle gemeldet. Das waren 3155 mehr als am Vortag. Im Vergleich zum Mittwoch vergangener Woche ist es ein Plus von 1273.

21 866 neue Corona-Infektionen in Deutschland 

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 21 866 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 3400 Fälle mehr als am Mittwoch, wie aus den Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Im Vergleich zum Donnerstag vergangener Woche ist der Wert etwas höher. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 19 990 gelegen. Ein Höchststand war am Samstag mit 23 399 verzeichneten Fällen erreicht worden.

+++ 11. November +++

Kinder in Straßenbahn mit Messer gezwungen, Masken abzusetzen

Zwei Kinder sind in einer Straßenbahn in Rostock von einem unbekannten Täter bedroht und aufgefordert worden, ihren Mund-Nasen-Schutz abzusetzen. Der mutmaßlich jugendliche Täter holte am Montagnachmittag ein Taschenmesser aus seiner Jacke und hielt es vor das Gesicht des 13 Jahre alten Mädchens, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Zudem unterstrich er seine drohenden Worte mit einer Geste, indem er einen Finger vor seinem Hals lang zog.

Die beiden Kinder nahmen daraufhin die Masken ab. Als sie diese wieder aufsetzen wollten, wiederholte der mutmaßliche Täter seine Forderung. Das Mädchen und ein elf Jahre alter Junge stiegen daraufhin aus der Straßenbahn aus. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. (dpa)

Sonnen- und Fitnessstudios scheitern mit Eilanträgen gegen Coronaverordnung

Mehrere Sonnen- und Fitnessstudios sind mit Eilanträgen gegen die Corona-Eindämmungsverordnung vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg gescheitert. Die Antragsteller wollten erreichen, dass die angeordnete Schließung der Studios vorläufig ausgesetzt werde, teilte das Gericht am Mittwoch mit. Unter ihnen waren demnach auch Yoga- und Pilatesstudios. Schließungen würden zu erheblichen Einnahmeverlusten führen, hatten sie argumentiert.

Der 11. Senat sei dem im Wesentlichen nicht gefolgt, hieß es. Zuvor waren bereits Eilanträge von Tattoo-Studios sowie Nagel-, Kosmetik- und Massagestudios abgelehnt worden ist. Die Beschlüsse sind den Angaben nach unanfechtbar. (dpa)

Corona-Testzentrum mit Impfstellen in Potsdam geplant

In Brandenburgs Landeshauptstadt Potsdam soll nach Angaben des Hausärzteverbandes ein erstes Corona-Testzentrum mit integrierten Impfstellen entstehen. Das Testzentrum soll die Gesundheitsämter entlasten und Patienten mit Symptomen testen. Die Testungen sollen überwiegend vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betreut werden, das dabei schon Routine habe, sagte Astrid Tributh, Vize-Vorsitzende des Hausärzteverbands Brandenburg, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

Die Impfstellen im Testzentrum sollen den Angaben zufolge mit Ärzten besetzt werden und große Teile Potsdams und Umgebung abdecken. Dazu werde mit der Kassenärztlichen Vereinigung derzeit ein Konzept erarbeitet. Wie viele Mediziner dort impfen werden, solle in den nächsten Wochen besprochen werden. «Wir freuen uns ja, wenn der Impfstoff kommt und wären sehr daran interessiert, dass da ein wenig Ruhe in die ganze Aufregung kommt.» Die Impfungen sollen Tributh zufolge aller Voraussicht nach im Februar beginnen. (dpa)

Griechenland verlangt von Reisenden negativen Corona-Test

Für Reisen nach Griechenland brauchen Touristen nun einen negativen Corona-Test. Seit dem 11. November 2020 sei die Einreise nach Griechenland nur noch mit einer Bescheinigung über einen negativen PCR-Test möglich, erläutert das Auswärtige Amt (AA) in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen für Griechenland

Der Test muss nach AA-Angaben aus einem anerkannten Labor aus dem Abreiseland kommen und die Diagnose in englischer Sprache unter Nennung von Name, Adresse und Pass- oder Personalausweisnummer enthalten. Auch darf der Test nicht älter als 72 Stunden sein. Ähnliche Bestimmungen haben bereits viele andere Länder beschlossen. Wer nach Griechenland reisen möchte, muss darüber hinaus spätestens 24 Stunden vor seiner Abreise ein Online-Formular ausfüllen, so das AA. Reisende erhalten daraufhin eine Bestätigung. Auf Grundlage der Anmeldedaten wird ein QR-Code generiert, der in der Regel am Tag der Einreise per E-Mail zugesandt wird. Dieser muss vorgezeigt werden. (dpa)

Russischer Corona-Impfstoff "Sputnik V" angeblich mit 92 Prozent Wirksamkeit

Der von Russland entwickelte Corona-Impfstoff "Sputnik V" ist nach vorläufigen Ergebnissen aus Moskau zu 92 Prozent wirksam. Das teilte der staatliche Direktinvestmentfonds am Mittwoch mit, der das Vakzin mitfinanziert und im Ausland vermarktet. Die Berechnung basiere auf 20 bestätigten Coronafällen unter 16 000 Menschen, die entweder mit dem Serum geimpft worden seien oder ein Placebo erhalten hätten. Das sind vergleichsweise wenig Fälle, um eine Wirksamkeit zu bestimmen.

Die Testpersonen haben bislang in der wichtigen Test-Phase III die erste und zweite Dosis der Impfung erhalten. Sie besteht aus zwei Teilen: Nach der ersten Spritze bekommen die Freiwilligen nach 21 Tagen eine zweite. "Sputnik V" war Mitte August bereits nach Abschluss der Testphase II freigegeben worden. Das war ein unübliches Vorgehen, internationale Wissenschaftler hatten Bedenken.

Daten zur Phase III-Studie sollen nach dem Abschluss der klinischen Tests publiziert werden. Eine Veröffentlichung zu einer früheren Studienphase zu dem Impfstoff wurde von internationalen Experten angezweifelt, russische Forscher wiesen die Vorwürfe zurück. (dpa)

Bildungsministerin hält Corona-Risiko in Schulen für kontrollierbar

Die Gefahr einer Corona-Ausbreitung in den über 900 Schulen in Brandenburg ist nach Ansicht der Landesregierung bisher beherrschbar. «Wir haben zurzeit vier geschlossene Schulen - bei 915 Schulen in Brandenburg ist das überschaubar», sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Mittwoch im Landtag in Potsdam. «Wir haben aber sehr viele Lerngruppen in Quarantäne. Das ist eine gezielte Reaktion auf Infektionsgeschehen und wir haben auch einen Schwerpunkt in Cottbus.»

Die Ministerin zeigte sich offen, die Anschaffung von Luftfiltern für Klassenräume zu untersuchen. «Ich finde berechtigt, dass wir es nochmal prüfen.» Sie verwies aber darauf, dass das Umweltbundesamt zu klassischem Lüften rät: Mobile Luftreiniger in Klassenräumen oder zu Hause könnten das aktive Lüften nicht ersetzen. Ernst sagte über die Forderung nach CO2-Ampeln zur Messung der Belastung mit Kohlendioxid, es sei «völlig sinnlos», in jedem Klassenraum in Deutschland eine solche CO2-Ampel aufzustellen. (dpa)

Schulleitung gibt internen Mailverteiler an Corona-Leugner weiter

Die Leitung mindestens einer Hamburger Schule hat Mails der Schulbehörde sowie den zugehörigen internen Mailverteiler an Corona-Leugner weitergeleitet. Behördensprecher Peter Albrecht sagte am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur, er habe am vergangenen Freitag eine Hinweismail zu eventuell für Montag geplanten Aktionen aus dem Querdenker-Umfeld über einen internen Verteiler an alle Leiter und Leiterinnen der 412 staatlichen Hamburger Schulen geschickt. "Bereits am Samstag bekam ich via Mail eine Reaktion auf genau diese Mail, und zwar von Hamburger Aktivisten namens "Eltern stehen auf" mit eindeutigem Bezug auf meine Mail an die Schulleiter", erklärte Albrecht.

Am Montagmorgen dann habe er von etlichen Schulleitungen eine weitere Mail von "Eltern stehen auf" weitergeleitet bekommen, "in der die Gruppierung exakt die von mir genutzten Mailverteiler missbraucht und alle Schulleiter über vermeintlich "wissenschaftliche Fakten zur bestehenden Gefährdung durch die Verwendung einer Mund-Nasen-Bedeckung bei Kindern und Jugendlichen" informieren will". Um einen weiteren Missbrauch zu verhindern, werde der Verteiler nun gesperrt, sagte Albrecht. Dem "Hamburger Abendblatt", das zuerst über das Thema berichtet hat, sagte er: "Das ist ein massiver Verstoß gegen die Dienstvorschriften, wir werden jetzt rechtliche Schritte prüfen." (dpa)

Zahl der Corona-Fälle in Brandenburg steigt weiter - 377 Neuinfektionen

Die Zahl der Menschen in Brandenburg, die sich mit dem Corona-Virus angesteckt haben, steigt weiter. Das Gesundheitsministerium berichtete am Mittwoch von 377 bestätigten neuen Infektionen innerhalb eines Tages. Am Dienstag waren es 243 Fälle, von Sonntag zu Montag 218. Der bisherige Höchstwert wurde am vergangenen Freitag mit 525 neuen Fällen erreicht. Die Zahl der Todesfälle im Land stieg um zwei auf 235.

Mit Spree-Neiße liegt erstmals ein Landkreis über der Marke von 200 Ansteckungen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche. Das Gesundheitsministerium meldete am Mittwoch den Wert 218. Im gesamten Land liegt dieser Inzidenz-Wert bei 102,1. (dpa)

Merkel: Spielräume für Besuche von Pflegebedürftigen ausschöpfen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, pflegebedürftige Menschen auch in der Corona-Pandemie nicht allein zu lassen. Wichtig sei es, «Spielräume für soziale Kontakte und Besuche auszuschöpfen», sagte sie in einer am Mittwoch ausgestrahlten Videobotschaft an den Deutschen Pflegetag in Berlin. «Der Schutz der Gesundheit von Pflegebedürftigen hat höchste Priorität, aber Schutz allein kann nicht die einzige Antwort sein, denn gerade ältere Menschen leiden unter Einsamkeit, pflegebedürftige Menschen brauchen neben Schutz vor allem auch Zuwendung.»

Zum Schutz vor Infektionen in Pflegeheimen und Kliniken war in den vergangenen Tagen der Einsatz neuer Corona-Schnelltests angelaufen. Für November hatte der Bund zunächst neun Millionen Tests über Abnahmegarantien bei Herstellern gesichert, damit die Länder oder Einrichtungen sie kaufen können. (dpa)

Laschet warnt vor "Denunziantentum" bei Verstößen gegen Corona-Auflagen

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat vor einem "Denunziantentum" bei Verstößen gegen Corona-Auflagen gewarnt. "Das macht mehr kaputt, als das es rettet", sagte Laschet dem Kölner Stadt-Anzeiger vom Mittwoch. Er halte nichts davon, wenn Bürger ihre Nachbarn ausspähen und "zählen, ob da jetzt zwei oder fünf Leute zum Kaffee kommen".

Er kritisierte ebenfalls, dass manche Menschen im Frühjahr wegen Kindern auf dem Spielplatz die Polizei gerufen hätten. Wenn 200 Menschen in einer Kellerkneipe eine ausufernde Party feiern, sei das etwas anderes: "Dagegen muss man vorgehen und den Ordnungsbehörden einen Hinweis geben", sagte Laschet. (AFP)

Spahn sieht Anzeichen für positive Veränderungen der Corona-Infektionslage

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht Anzeichen für positive Veränderungen der Corona-Infektionslage in Deutschland. "Was wir sehen, ist, dass sich die Dynamik deutlich reduziert hat in den letzten Tagen", sagte Spahn am Mittwoch in der Sendung "Frühstart" der Sender RTL und ntv. "Es steigt noch, aber es steigt weniger stark. Das ist erstmal ermutigend, aber es reicht noch nicht."

Spahn sagte außerdem, nach zwei oder drei Tagen positiver Entwicklung könne noch nicht von einem Trend gesprochen werden. "Es sind definitiv Anzeichen für eine Veränderung, aber noch keine Trendwende." Der Bundesgesundheitsminister verwies zudem auf die steigende Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen und die steigende Zahl der Todesfälle. Um das in den Griff zu bekommen, müssten die Infektionszahlen sinken: "Wir müssen runter mit den Zahlen und zwar deutlich runter." Erst, wenn sie für eine längere Zeit niedrig blieben, sei das Ziel erreicht. (AFP)

Lehrerverband: Mehr als 300.000 Schüler in Deutschland in Quarantäne

Mehr als 300 000 Schüler und bis zu 30 000 Lehrer befinden sich derzeit nach Angaben des Deutschen Lehrerverbandes in Quarantäne. Das berichtet die "Bild"-Zeitung (Mittwoch). Die Folge seien immer mehr Schulschließungen, sagte der Präsident des Verbandes, Heinz-Peter Meidinger, der Zeitung. "Wir erleben an den Schulen jetzt einen Salami-Lockdown." Die Politik habe sich zurückgezogen, jetzt entschieden die Gesundheitsämter. In Deutschland gibt es rund 40.000 Schulen mit insgesamt 11 Millionen Schülern und rund 800 000 Lehrern.

Die Corona-Maßnahmen in den Schulen gehen Meidinger nicht weit genug. Der "Passauer Neuen Presse" (Mittwoch) sagte er: "In fast allen Bundesländern wurden die Hygienestufenpläne, die in den Corona-Hotspots wieder auf halbierte Klassen setzten, außer Kraft gesetzt. Schulen sollen auf Biegen und Brechen offen bleiben." (dpa)

RKI: 18 487 neue Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 18 487 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 3155 Fälle mehr als am Dienstag, wie aus den Angaben des RKI vom Mittwochmorgen hervorgeht. Im Vergleich zum Mittwoch vergangener Woche ist der Wert etwas höher. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 17 214 gelegen. Der Höchststand war am Samstag mit 23 399 verzeichneten Fällen erreicht worden. (dpa)

Fast 62.000 Covid-19-Patienten in US-Kliniken, 12.000 auf Intensivstationen - Rekord 

(dpa) In den USA hat die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern nach Medienberichten mit mehr als 60 000 einen Höchststand erreicht. Insgesamt wurden am Dienstag (Ortszeit) landesweit 61 964 Menschen mit dem Virus in Kliniken behandelt, meldeten mehrere US-Medien unter Berufung auf Daten des Covid Tracking Project. Damit habe sich dieser Wert seit September etwa verdoppelt und übertreffe nun auch den zu Beginn der Pandemie erreichten Höchststand von Mitte April (59 940). Ein zweiter Höhepunkt im Sommer hatte diesen Rekord demnach nur knapp verfehlt.

Während die Zahl der Patienten weiter steige, fehle es an medizinischem Personal, um mehr Krankenhausbetten bereitstellen zu können, schrieb die «New York Times». Auf Intensivstationen werden dem Covid Tracking Project zufolge derzeit knapp 12 000 Menschen behandelt. Diese Wert war im April mit rund 15 000 höher. (dpa)

+++ 10. November +++

Neue Corona-Notdienstpraxis in Mitte testet nur Erkrankte mit schweren Symptomen

Für Patienten mit schweren Erkältungssymptomen und dem Verdacht auf eine Corona-Infektion steht seit Dienstag eine Notdienstpraxis am Charité am Campus Mitte bereit. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin und die Charité wollten mit der Anlaufstelle die dortige Zentrale Notaufnahme und die Praxen im Einzugsbereich entlasten, hieß es in einer Mitteilung der KV.

„Wir möchten damit auch die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen unterstützen, die zurzeit neben dem normalen Praxisalltag durch die Themen Corona und Impfungen einen enormen Zulauf von Patienten auffangen müssen“, sagte Burkhard Ruppert, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV Berlin. Es sei wichtig, Patienten mit infektiösen Krankheitssymptomen eine niedrigschwellige Anlaufstelle zum Ausschluss von COVID-19 anzubieten, ergänzte Ulrich Frei, Vorstand Krankenversorgung der Charité.

Die neue Praxis befindet sich in der Philippstraße 10 in Mitte und ist täglich von 11 bis 21 Uhr geöffnet. Sie besteht aus einem Behandlungsraum und einem gesonderten Anmeldezelt gegenüber der Notaufnahme sowie einem eigenen Wartebereich in einem beheizbaren Zelt. Im Anmeldebereich nehmen Medizinische Fachangestellte der Charité die Patienten auf und entscheiden gemäß den aktuellen Kriterien des RKI, ob ein Abstrich vorgenommen wird. Die KV betont, dass Patienten ohne Symptome sowie Ein- und Rückreisende aus Risikogebieten, die einen Test wünschen oder benötigen, nicht in die Notdienstpraxis gehören. Sie erhalten dort keinen Abstrich. (dpa/kmi)

Studie zu Corona-Antikörpern in Berlin-Mitte vor dem Start

2000 Menschen aus dem Berliner Bezirk Mitte sollen für eine Studie auf Coronavirus-Antikörper untersucht werden. Das Robert Koch-Institut (RKI) wolle damit ab 17. November etwa herausfinden, wie viele Menschen ohne Symptome infiziert waren, kündigte der Bezirk am Dienstag an. Bei den Studienteilnehmern handle es sich um vorab zufällig ausgewählte Menschen. Über Details wollen Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) und RKI-Experten am kommenden Montag informieren. Mitte ist seit Beginn der Pandemie der Bezirk mit den zweitmeisten erfassten Fällen (5861) in Berlin. Nur Neukölln kommt auf einen höheren Wert in Relation zur Einwohnerzahl.

In der RKI-Studie «Corona-Monitoring lokal» werden vier besonders betroffene Regionen betrachtet und dort je 2000 Menschen untersucht. Neben Mitte sind dies Kupferzell (Baden-Württemberg), Bad Feilnbach und Straubing (beide Bayern). Aus zwei Orten sind nach Datenerhebung im Sommer bereits Ergebnisse auf der RKI-Webseite veröffentlicht: In Bad Feilnbach wurden demnach 2,6-mal mehr Infektionen nachgewiesen als zuvor dort bekannt, in Kupferzell 3,9 mal mehr. Weil bei nachweislich mit Corona infizierten Menschen allerdings häufig keine Antikörper nachweisbar sind, liegt der tatsächliche Anteil der Menschen, die bereits mit Sars-CoV-2 infiziert waren, allerdings merklich höher. (dpa)

Corona-Notkrankenhaus auf dem Messegelände soll bis Frühjahr bleiben

Das Corona-Notkrankenhaus auf dem Berliner Messegelände soll noch bis Mai 2021 offen gehalten werden. Darauf hat sich der Senat am Dienstag verständigt. Einen entsprechenden Vorschlag hatte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) unterbreitet.

Es sei angesichts des Infektionsgeschehens nicht die Zeit, darüber nachzudenken, das Corona-Behandlungszentrum abzubauen, sagte Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz (SPD) am Dienstag im Anschluss an die Senatssitzung. Ursprünglich sei die Rückgabe an die Messe Berlin bis zum 31. Dezember geplant gewesen, mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen solle der Vertrag nun aber verlängert werden.

Das Nutzungsende ist bis zum 31. Mai vorgesehen; bis zum 30. Juni müssten die für das Behandlungszentrum genutzten Messehallen 24, 25 und 26 dann zurückgegeben werden. Im Februar oder März will sich der Senat noch einmal mit dem Thema befassen. Dabei solle geklärt werden, ob es möglich sei, die Messehallen früher zu räumen, sagte Matz. (dpa)

AfD-Fraktion kündigt Verfassungsklage gegen Corona-Verordnung an

Die AfD im Brandenburger Landtag will die Corona-Beschränkungen aus der jüngsten Verordnung vor dem Landesverfassungsgericht mit einer Klage kippen. «Wir sind nach wie vor der Meinung, dass die Corona-Politik der Landesregierung und der Bundesregierung Schaden anrichtet, dass sie unverantwortlich ist, weil sie nicht angemessen ist», sagte Fraktionschef Christoph Berndt am Dienstag in Potsdam.

Die 23 Abgeordneten reichten nach Angaben der AfD-Politikerin Lena Duggen Verfassungsklage ein, weil sie die Verordnung für rechtswidrig hielten. «Es ist unbegreiflich, dass die einen ihr Handwerk oder ihr Unternehmen weiter ausführen dürfen, andere nicht.» (dpa)

Eilanträge abgeschmettert: Berliner Verwaltungsgericht bestätigt Schließung von Gaststätten

Mehrere Berliner Gastronomen sind mit Eilanträgen gegen die Schließung ihrer Lokale im November vorerst gescheitert. Das Verwaltungsgericht wies die Anträge nach Angaben der Senatsverwaltung sowie der Beschwerdeführer am Dienstag ab. «Wir werden uns das in Ruhe ansehen und überlegen, ob wir Rechtsmittel zum Oberverwaltungsgericht einlegen», teilte Anwalt Niko Härting am Dienstag mit. Er hatte 22 Gastronomen vertreten. Mit der entsprechenden Verordnung will der Senat die Ausbreitung des Coronavirus bremsen.

Insgesamt waren dagegen rund 100 Eilanträge eingegangen, knapp 80 davon von Gastronomen. Beschwerden kamen auch von einem Fitnessstudio und vom Schlosspark-Theater des Kabarettisten Dieter Hallervorden. Das Gericht kündigte eine eigene Mitteilung zu dem Beschluss an. (dpa)

Libanon beschließt im Kampf gegen Corona «vollständigen Lockdown»

(dpa) Mit erneuten strikten Ausgangsbeschränkungen will der Libanon die Ausbreitung des Coronavirus stoppen. Die Regierung in Beirut beschloss am Dienstag einen «vollständigen Lockdown», wie der geschäftsführende Ministerpräsident Hassan Diab erklärte. Von Samstag an müssen bis Ende des Monats die meisten Geschäfte, Restaurants und öffentlichen Einrichtungen schließen. Medien zufolge soll täglich von 1700 Uhr an (1600 MEZ) eine zwölfstündige Ausgangssperre gelten.

Das Land habe bei der Zahl der neuen Fälle eine «rote Linie» und damit eine «sehr gefährliche Phase» erreicht, sagte Diab. Die Kliniken seien nicht mehr fähig, alle schweren Fälle aufzunehmen. Die Zahl der täglichen Neuansteckungen hatte in der vergangenen Woche erstmals bei mehr als 2000 gelegen. Mit rund sechs Millionen Einwohnern im Libanon entspräche das mehr als 25 000 Fällen in Deutschland. Die Zahl der Toten kletterte nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums auf mehr als 730. (dpa)

Leichter Anstieg: 243 neue Corona-Fälle in Brandenburg

In Brandenburg ist die Zahl gemeldeter neuer Corona-Infektionen wieder leicht gestiegen. Das Gesundheitsministerium meldete am Dienstag 243 neue Ansteckungen innerhalb eines Tages. Von Sonntag auf Montag waren es 218 neue Fälle. Am Sonntag wurden 356 neue Ansteckungen gezählt, am Samstag 409. Der bisherige Höchstwert wurde am vergangenen Freitag mit 525 neuen Fällen erreicht. Sonntags und montags sind die gemeldeten Fallzahlen in der Regel niedriger. Die Gesundheitsämter melden die Zahlen am Wochenende zeitverzögert.

Auch die Zahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern hat im Vergleich zum Vortag leicht zugenommen. Derzeit werden dort 327 Menschen behandelt, nach 324 am Montag. 73 Covid-19-Patienten liegen auf Intensivstation, 52 von ihnen werden beatmet. Die Zahl der aktuell Erkrankten liegt bei 4483. (dpa)

Schülerin scheitert mit Eilantrag gegen Maskenpflicht an Schulen

Eine Brandenburger Schülerin ist vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg mit dem Versuch gescheitert, gegen die Maskenpflicht an Schulen vorzugehen. Die Richter wiesen einen Eilantrag ab, die nach der Corona-Eindämmungsverordnung für Schüler der gymnasialen Oberstufe geltende Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung innerhalb der Schulgebäude vorläufig außer Vollzug zu setzen (OVG 11 S 114/20).

Der 11. Senat argumentierte am Montagabend, dass bei ungehindertem Fortgang des Infektionsgeschehens das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit einer Vielzahl von Menschen in massiver Weise gefährdet sei. Die angegriffene Vorschrift sei voraussichtlich rechtmäßig, insbesondere verhältnismäßig. (dpa)

Krankenhäuser schlagen Corona-Alarm: Viel zu wenig Personal

Die Brandenburger Kliniken leiden nach Angaben der Landeskrankenhausgesellschaft in der Corona-Krise unter Personalausfällen. «Anders als bei der ersten Welle haben wir eine ganze Menge Kontaktpersonen, die in Quarantäne geschickt werden müssen», sagte der Vorsitzende Detlef Troppens der Deutschen Presse-Agentur. Die im November üblichen grippalen Infekte kämen obendrauf. Der Geschäftsführer der Oberhavel Kliniken in Oranienburg betonte: «Ich kenne kein Brandenburger Haus, was im Moment in einer Notsituation ist, aber es deutet sich an durch die Personalknappheit, dass wir Ressourcen nicht nutzen können.» Die Krankenhäuser würden möglicherweise auch ab 1. Januar noch mit Covid-19 zu tun haben. Troppens forderte vom Bund mehr Unterstützung.

Zuletzt wurden laut Gesundheitsministerium mehr als 320 Covid-19-Patienten in Brandenburger Krankenhäusern behandelt, ein Viertel davon auf Intensivstationen. «Wir haben über 1000 Intensivbetten inklusive Notfallreserven in Brandenburg. 600 bis 700 Intensivbetten sind mit Fachpersonal gut ausgerüstet», sagte der Chef der Landeskrankenhausgesellschaft. «Darunter sind aber auch etwa 400 Betten, die vom Bund mitfinanziert wurden. Aber mit den Betten allein hat man das Personal nicht.» Viele Krankenhäuser hätten Personal, das üblicherweise nicht dort arbeite, für den Notfall auf Intensivstationen vertraut gemacht. Aber: «Im Moment ist der Notstand noch nicht so weit, dass wir dieses Fachpersonal mit hineinbringen müssen.» (dpa)

Ministerin Nonnemacher: Zunächst ein zentraler Impfstoff-Lagerort

Brandenburg will mögliche Impfstoffe gegen das Coronavirus zunächst beim Zentraldienst der Polizei lagern und von dort weiter verteilen. Man habe sich vorerst für eine Anlaufstelle entschieden, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen) am Dienstag im RBB-Inforadio. «Die Zahl der Impfzentren ist noch unklar», ergänzte sie. Näheres werde bis Ende der Woche entschieden. «Der Anspruch ist schon, das in allen Landesteilen anzubieten.» Partner dabei sei die Kassenärztliche Vereinigung. Die Logistik sei sehr anspruchsvoll, Kühlketten von bis zu minus 80 Grad seien einzuhalten. (dpa)

"Ernsthafter negativer" Vorfall: Brasilien stoppt Studien mit chinesischem Corona-Impfstoff

Die brasilianischen Behörden haben die klinischen Studien mit einem zunächst vielversprechenden Corona-Impfstoffkandidaten aus China gestoppt. Nach einem "ernsthaften negativen Vorfall" habe sie die Aussetzung der Tests mit dem Impfstoff CoronaVac angeordnet, teilte die Behörde Anvisa am Montag mit. Demnach finden bereits seit dem 29. Oktober keine klinischen Studien mehr mit dem vom Pharmaunternehmen Sinovac Biothech entwickelten Impfstoff mehr statt.

Gemeint seien mit negativen Vorfällen jedoch Todesfälle nach der Verabreichung des Mittels, potenziell lebensgefährliche Nebenwirkungen, schwerwiegende Behinderungen, Krankenhaus-Aufenthalte, Geburtendefizite und weitere "klinisch signifikante Vorkommnisse", erklärte Anvisa weiter. Den Angaben zufolge war von dem genannten negativen Vorfall eine freiwillige Testperson betroffen. (AFP)

15.332 Fälle: Corona-Neuinfektionen in Deutschland auf Vorwochenstand

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 15 332 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 2 000 Fälle mehr als am Montag, wie aus Angaben des RKI vom Dienstagmorgen hervorgeht. Im Vergleich zum Dienstag vergangener Woche ist der Wert nahezu identisch. Damals wurden 15 352 Neuinfektionen gemeldet. Der Höchststand war am Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen erreicht worden. Sonntags und montags sind die täglich vermeldeten Fallzahlen in der Regel niedriger als an anderen Wochentagen.

Übernachtungen bereits im September massiv eingebrochen

Die Corona-Krise hat auch im Reisemonat September tiefe Spuren beim Tourismus hinterlassen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts vom Dienstag wurden 41,2 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland gezählt. Das waren 13,7 Prozent weniger als im September 2019. Vor allem Reisende aus dem Ausland fehlten. Die Zahl der Übernachtungen brach hier um 57,7 Prozent auf 3,4 Millionen ein. Auch wenn viele Menschen wegen der Pandemie in diesem Jahr Urlaub in Deutschland machten, sank die Zahl der Übernachtungen von Inländern um 4,7 Prozent auf 37,8 Millionen. Hier konnten fehlende Geschäftsreisen nicht ausgeglichen werden. (dpa)

+++ 9. November +++

Neue Quarantäne-Regeln in Brandenburg: Corona-Test erst nach fünf Tagen möglich

Seit diesem Montag gelten in Brandenburg neue Quarantäne-Regeln für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten im Ausland. Wer nach Brandenburg einreist, muss nur noch 10 statt 14 Tage in Quarantäne. Aber: Bisher konnten Rückkehrer einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen, um nicht in Quarantäne zu müssen. Nun darf ein Test frühestens am fünften Tag nach der Einreise gemacht werden und bis zum Ergebnis muss man auf jeden Fall in Isolation bleiben. Das Robert Koch-Institut listet die von der Bundesregierung ausgewiesenen Corona-Risikogebiete im Ausland im Internet auf.

Wenn innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise typische Corona-Symptome auftreten, muss man einen weiteren Test vornehmen lassen. Neu ist auch, dass man sich vor der Einreise nach Brandenburg digital anmelden muss. Mehrere Ausnahmen gelten für die Isolation: für Berufspendler, Schüler, Lehrlinge und Studenten, für die Durchreise, für den «kleinen Grenzverkehr» mit Aufenthalt in Polen bis zu 24 Stunden, für Besuche direkter Verwandter oder Lebenspartner bis zu 72 Stunden. Ärzte, medizinische -und Pflegekräfte sowie Polizisten fallen - mit einem höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test - ebenfalls unter die Ausnahmen. (dpa)

Söder lehnt Empfehlung des RKI für weniger Corona-Tests ab 

CSU-Chef Markus Söder hat die neuen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) für Corona-Tests kritisiert. «Wir sind da sehr skeptisch, ob das in der Praxis umzusetzen und anwendbar ist», sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag vor einer Konferenz des CSU-Vorstands in München. Jemand, der Symptome habe oder fühle, müsse die Möglichkeit haben, sich testen zu lassen. Andernfalls sehe er die Gefahr, dass auch die Wirtschaft gelähmt werde, wenn die Menschen keine Möglichkeit mehr hätten, sich testen zu lassen. «Wir werden in Bayern auf jeden Fall die kostenlosen Tests fortsetzen.»

Söder kündigte aber an, dass sich das Kabinett der Staatsregierung am Dienstag in seiner Sitzung mit der Teststrategie befassen werde. Dazu gehöre auch die Überlegung, wie gegen Missbrauchsfälle vorgegangen werden könne, weil sich Personen etwa mehrmals pro Woche testen lassen würden. Zugleich sollten auch Schnelltests noch stärker als bisher eingesetzt werden und es müsse geprüft werden, wie kommunale Testzentren entlastet werden könnten. So sei die Lage in München derzeit sicher schwieriger als anderswo.

Die vom RKI empfohlene neue Teststrategie soll die vielerorts überlasteten Labore entlasten, in dem dort nur noch Menschen getestet werden, wenn sie sich bei entsprechenden Krankheitssymptomen zunächst in eine mehrtägige Selbstisolation begeben haben. Nur bei einer weiteren Verschlechterung soll es dann Corona-Tests geben. Für Söder ist dies der falsche Weg, auch weil die Testkapazitäten in Bayern nach wie vor gut seien. Er fürchtete auch, dass dann dies zu überfüllten Arztpraxen führe und die Menschen verunsichere. (dpa)

Zahl neuer Corona-Fälle in Brandenburg geht leicht zurück 

Der Anstieg neuer Corona-Infektionen in Brandenburg hat sich anscheinend verlangsamt - allerdings melden die Gesundheitsämter die Zahlen am Wochenende zeitverzögert. Von Sonntag auf Montag seien 218 neue Fälle hinzugekommen, teilte das Gesundheitsministerium am Montag im Internet mit. Am Sonntag wurden 356 neue Ansteckungen gezählt, am Samstag 409. Der bisherige Höchstwert wurde am Freitag mit 525 zusätzlichen Fällen erreicht. Seit März haben sich 11 435 Brandenburger mit dem Coronavirus infiziert, derzeit gelten etwa 6649 als genesen. Den höchsten Wert neuer Ansteckungen je 100 000 Einwohner in einer Woche weist Cottbus mit fast 194 auf, während es in Brandenburg/Havel nur rund 49 sind. (dpa)

Spahn warnt: Bis zu 40 Prozent der Bevölkerung sind Risikogruppe

Bis zu 40 Prozent der Menschen in Deutschland zählen in der Corona-Krise nach Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zur Risikogruppe. „Bei uns sind 23 Millionen Deutsche über 60“, sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend im Politik-Talk „Die richtigen Fragen“ auf „Bild live“. „Wir sind ein Wohlstandsland mit Zivilisationskrankheiten: Diabetes, Bluthochdruck, Übergewichtigkeit. Alles Risikofaktoren für dieses Virus, wie für viele Infektionskrankheiten übrigens auch.“ Spahn warnte: „Wenn Sie nach der Definition gehen, sind 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung Risikogruppe.“ Die Bundesrepublik sei nach Japan das zweitälteste Land der Welt.

Mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen sagte Spahn: „Wenn von 20 000 Neuinfizierten an einem Tag etwa zwei Prozent in die Intensivmedizin müssen, dann sind das 400 am Tag. Wenn die intensivmedizinische Behandlung und Begleitung 15 Tage im Schnitte dauert - sind das 6000.“ Diese Zahl werde Deutschland noch „im November noch erreichen, das ist im Grunde schon absehbar“. Für das Gesundheitswesen sei diese Belastung nur „unter ziemlicher Anspannung“ zu bewältigen. „Wenn die Intensivmedizin mal zu voll ist, überfüllt ist, überlastet ist, dann ist es zu spät“, sagte Spahn bei „Bild live“. (dpa)

13 363 neue Corona-Infektionen in Deutschland 

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 13 363 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 2650 Fälle weniger als am Sonntag, wie aus Angaben des RKI vom Montagmorgen hervorgeht. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Montag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 12 097 gelegen. Der Höchststand war am Samstag mit 23 399 gemeldeten Fällen erreicht worden. (dpa)

+++ 8. November +++

Corona: Skigebiete in Österreich und Italien müssen schließen

Die Corona-Pandemie führt zu einer Schließung aller Skigebiete in Österreich und Italien. Dies betrifft nach Medienberichten alle bereits geöffneten Gletschergebiete. Im Sommer hatte sich die Lage in ganz Europa zunächst deutlich entspannt und so konnte im September sowie Oktober die Wintersaison auf den Tiroler Gletschern in Hintertux, im Kaunertal sowie Stubai fast normal eröffnet werden. Dann kam der aktuelle Anstieg der Infektionszahlen in Europa und damit nach und nach neue Beschränkungen der Regierungen.

Am Samstag, den 31. Oktober verkündete der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionszahlen in Österreich. Für die Skigebiete wurde Freizeit- und Amateursport komplett untersagt, mit Ausnahme von professionellem Sport. Die bereits geöffneten Gebiete am Stubaier Gletscher, Kaunertaler Gletscher, Pitztaler Gletscher, Mölltaler Gletscher, Hintertuxer Gletscher, Sölden, Dachstein und Kitzsteinhorn müssen wieder schließen.

16.017 neue Corona-Neuinfektionen in Deutschland

So viele Fälle wurden an einem Samstag in Deutschland noch nie ans Robert Koch Institut übermittelt! Laut Zahlen vom Sonntagmorgen hatten die Gesundheitsämter in den vergangenen 24 Stunden 16.017 Corona-Fälle übermittel. Das sind zwar rund 7000 Fälle weniger als noch am Tag zuvor, doch an Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen jedoch meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird - und die Meldedisziplin der Gesundheitsämter nicht immer vorbildlich ist.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus stieg um 63 auf insgesamt 11 289. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 1,04 (Vortag: 0,99). Das heißt, dass zehn Infizierte im Mittel etwa zehn weitere Menschen ansteckten.

Ärztekammer in MV mahnt Zweifler in eigenen Reihen zu Sachlichkeit

Die Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommerns setzt sich nach Angaben des Vorstandes kritisch mit sogenannten Corona-Kritikern in den eigenen Reihen auseinander und mahnt zu Sachlichkeit in der Debatte. „Selbstverständlich gilt auch für Ärzte die grundgesetzlich garantierte Meinungsfreiheit. Die Kammer toleriert aber kein ärztliches Handeln, das gegen medizinische und ethische Grundlagen des Berufs verstößt“, betonte Kammer-Vizepräsident Wilfried Schimanke.

Wegen der besonderen Stellung der Ärzteschaft in der Gesellschaft, dem Gewicht des ärztlichen Wortes und angesichts immer noch unbefriedigender Kenntnisse zum Coronavirus seien Zurückhaltung und Bedachtsamkeit geboten. Schimanke reagierte damit auf zum Teil drastische Kritik aus der Ärzteschaft an Schutzvorkehrungen in der Corona-Pandemie.

+++ 7. November +++

697 Neuinfektionen in Berlin

In Berlin sind in den vergangenen 24 Stunden 697 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden, wie aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung vom Sonnabendnachmittag hervorgeht. Das ist deutlich weniger als am Freitag (1329 Neuinfektionen), allerdings melden am Wochenende auch nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten. Am Sonnabend stieg die Zahl der Infizierten seit Beginn der Pandemie insgesamt auf 39.379.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche lag am Sonnabend bei 188,9. Die Corona-Ampel für diese sogenannte 7-Tage-Inzidenz steht dementsprechend weiter auf Rot. Die Ampel für die Intensivbetten-Auslastung in Berlin steht mit einem Wert vom 19,2 Prozent weiter auf Gelb. Derzeit werden 238 Covid-19-Erkrankte in der Hauptstadt intensivmedizinisch behandelt, insgesamt 898 liegen im Krankenhaus. Die Ampel für die Reproduktionszahl steht mit 0,92 weiterhin auf Grün.

Das RKI meldet mehr al 23.000 neue Corona-Fälle in Deutschland

Am Samstagmorgen hat das Robert Koch-Institut 23.399 Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden gemeldet. Damit wurde der erst gestern vermeldete Höchstwert von 21.506 Fällen noch einmal übertroffen.

Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des RKI 642.488 Infektionen registriert. Die Zahl der mit dem Coronavirus in Zusammenhang stehenden Todesfälle in Deutschland stieg demnach auf 11.226 - dies waren 130 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag bei etwa 412.000.

+++ 6. November +++

Bundesregierung stuft ganz Italien als Corona-Risikogebiet ein

Wegen dramatisch steigender Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ganz Italien ab Sonntag als Corona-Risikogebiet ein. Zudem wurden am Freitag das gesamte portugiesische Festland, fast ganz Schweden sowie Dänemark mit Ausnahme der Inseln Grönland und Färöer auf die vom Robert Koch-Institut (RKI) geführte Risikoliste gesetzt. Auch ganz Nordgriechenland und die Provinz um Athen sowie einzelne Regionen in Estland, Lettland, Litauen und Norwegen kommen hinzu.

Damit gibt es kein Land mehr in Europa ohne Risikogebiet. Bis auf zwei kleine Gemeinden in Österreich ist nun auch das komplette Grenzgebiet zu Deutschland in den neun Nachbarländern betroffen. (dpa)

Neue Corona-Schnelltests in Brandenburg bereits im Einsatz

Die zusätzlichen Corona-Schnelltests des Bundes für Pflegeheime und Krankenhäuser werden in Brandenburg zum Teil bereits verwendet. «Die Schnelltests werden noch nicht flächendeckend eingesetzt, einzelne Einrichtungen nutzen sie aber schon», sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Dominik Lenz, am Freitag in Potsdam.

Parallel laufe bis Ende November die Teststrategie des Landes weiter - das sind freiwillige Tests in Schulen, Kitas und Pflegeheimen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte angekündigt, die Zahl der Corona-Schnelltests für Pflegeheime und Krankenhäuser deutlich zu erhöhen, um flächendeckend Tests anwenden zu können und Bewohner, Personal und Besucher besser zu schützen. (dpa)

Frankreich durch mehr als 58.000 Corona-Neuinfektionen an der Belastungsgrenze

Eine Woche nach Inkrafttreten des Corona-Lockdowns in Frankreich ist die Regierung durch einen neuen Höchststand von mehr als 58.000 Neuinfektionen binnen eines Tages unter Druck. Die Regierung verschärfte deshalb am Freitag die Maßnahmen an Gymnasien, in Paris trat ein Verkaufsverbot für Alkohol und Speisen ab 22 Uhr in Kraft. Erstmals seit dem Frühjahr wurden wieder französische Covid-19-Patienten nach Deutschland verlegt.

Mindestens drei Erkrankte aus der französischen Grenzregion Grand Est kamen ins Saarland, wie die Behörden mitteilten. Sie wurden zuletzt in Thionville, Sarreguemines und Saint-Avold behandelt. Ihre Verlegung geschehe vorsorglich, um die Kliniken zu entlasten, hieß es. In Frankreichs Krankenhäusern liegen bereits mehr als 4200 Corona-Intensivpatienten. Die Regierung befürchtet, dass Ende kommender Woche vielerorts die Belastungsgrenze erreicht ist. (AFP)

Gericht lehnt weitere Anträge gegen Schließung von Tattoo-Studios ab

Vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg sind nun auch weitere Betreiber von Tattoo-Studios mit dem Versuch gescheitert, gegen die Schließung wegen der Corona-Pandemie vorzugehen. Am Donnerstag wiesen die Richter zwei weitere Eilanträge ab, wie ein Gerichtssprecher am Freitag sagte.

Wie auch in der bereits am Mittwoch ergangenen Entscheidung gegen den Eilantrag eines Tattoo-Studiobetreibers begründeten die Richter ihre ablehnende Entscheidung mit dem derzeitigen Infektionsgeschehen. Dieses erfordere ein sofortiges effizientes Handeln. Die persönlichen und wirtschaftlichen Interessen des Betreibers müssten dahinter zurücktreten. Wie auch seine Kollegen hatte der Betreiber beantragt, das Verbot körpernaher Dienstleistungen in der Corona-Verordnung des Landes - in diesem Fall das Tätowieren - vorläufig auszusetzen. (dpa)

Mehr als 100 Festnahmen bei Anti-Lockdown-Demo in London

 Bei einer Anti-Lockdown-Demonstration in London hat die Polizei mehr als 100 Teilnehmer festgenommen. Es gebe keine Entschuldigung für Menschen, gegen Vorschriften zu verstoßen, die eine weitere Ausbreitung des Corona-Erregers verhindern sollen, teilte die Polizei in der Nacht zum Freitag mit. Die Demonstranten zogen am Donnerstagabend durch Straßen mitten in der Hauptstadt und riefen unter anderem "Freiheit". Seit Donnerstag gibt es in England einen Teil-Lockdown. Die Menschen dürfen vier Wochen lang nur aus triftigem Grund wie Arbeit oder Arztbesuche ihr Zuhause verlassen. (dpa)

Berlin: Steigende Zahl von Schulschließungen und Lerngruppen in Quarantäne 

Die landesweit steigenden Zahlen von neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Brandenburg haben nach Angaben des Bildungsministeriums auch deutliche Folgen für den Schulunterricht.

Seit dem Start des Schuljahres im August mussten demnach 14 Schulen zeitweise ganz geschlossen werden. Diese Schließungen sind mittlerweile aufgehoben. Aktuell sind den Angaben zufolge vier Schulen geschlossen. Zudem habe es 163 inzwischen abgeschlossene Fälle gegeben, in denen Lerngruppen in Quarantäne geschickt werden mussten, teilte das Ministerium auf Anfrage mit. 110 Lerngruppen sind aktuell noch im Fernunterricht. (dpa)

Erstmals mehr als 20 000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag 

Erstmals sind in Deutschland mehr als 20 000 neue Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines einzigen Tages registriert worden. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 21 506 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Dies geht aus Angaben des RKI vom Freitagmorgen hervor. Am Freitag vor einer Woche hatte die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 18 681 gelegen. (dpa)

+++ 5. November +++

Senatorin Kalayci: Planbare Eingriffe in Berliner Krankenhäusern verschieben

Planbare Eingriffe an vielen Berliner Krankenhäusern sollen wegen der Corona-Pandemie wie schon im Frühjahr verschoben werden. Ab Samstag müssten die Kliniken 25 Prozent der Intensivbetten für Covid-19-Patienten freihalten, twitterte die Gesundheitsverwaltung am Donnerstag.

Das habe Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) im Abgeordnetenhaus angekündigt. «Ebenso werden planbare, nicht dringend notwendige Operationen verschoben.» Laut dem Sprecher Kalaycis gilt die Regelung für 38 sogenannte Notfallkrankenhäuser.

Die Charité, die in Berlin vorrangig schwere Covid-19-Fälle versorgt, hatte bereits vor rund einem Monat mitgeteilt, planbare Eingriffe müssten verschoben werden. Das sei keine leichte Aufgabe und führe zu schwierigen ethischen Fragen, etwa im Umgang mit Herz- und Tumorkranken. In den vergangenen Tagen hat die Zahl der Covid-19-Fälle in intensivmedizinischer Behandlung in Berlin deutlich auf rund 230 zugenommen. Beatmete Patienten bleiben meist mehrere Wochen auf Intensivstation. (dpa)

Ministerium warnt vor Maskengegnern auf Schulweg - Aktion ein Fake?

Verwirrung um eine angebliche Aktion von Maskengegnern: Das nordrhein-westfälische Bildungsministerium hat die Schulen in dem Bundesland vor Aktionen am 9. November gewarnt. Es gebe Hinweise, dass die Initiative «Querdenken 711» deutschlandweit an 1000 Schulen «Aktionen gegen die Pflicht zum Tragen der Mund-Nase-Bedeckung durchführen will», so das Düsseldorfer Ministerium in einer Rundmail an alle Schulen. «Querdenken 711» teilte am Donnerstagnachmittag mit, die angebliche Aktion sei nur ein Test gewesen - um die interne Kommunikation auf Lecks zu überprüfen. Das Ministerium blieb dennoch bei seiner Warnung.

Das Ministerium hatte sich in seiner Mail vom Mittwoch auf Presseberichte zu der geplanten Aktion bezogen. Demnach sollten laut der Behörde «Querdenken»-nahe Eltern planen, Kinder und deren Eltern auf dem Schulweg anzusprechen und ihnen unwirksame Masken mit dem «Querdenken»-Logo in die Hand zu drücken oder eine CO2-Messung unter den Masken der Kinder anzubieten. Laut Ministerium hatte sich die Initiative dafür extra «das besondere Datum des 9. Novembers» ausgesucht. Auf einer in der E-Mail verlinkten Seite der Bundeszentrale für Politische Bildung wird der «Schicksalstag» der deutschen Geschichte erklärt, an dem 1938 die Pogromnacht stattfand und 1989 die Mauer fiel. (dpa)

Schweden: Mehr als 6000 Corona-Tote, Regierungschef in Quarantäne

In Schweden ist die Marke von 6000 Toten in Zusammenhang mit dem Coronavirus überschritten worden. Wie die Gesundheitsbehörde FOHM am Donnerstag mitteilte, ist die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen Wochen rasant angestiegen. Fast zehn Prozent der getesteten Menschen waren vergangene Woche positiv. Vor zwei Wochen waren es den Angaben zufolge noch 5,6 Prozent. Am Donnerstag wurden insgesamt 141 764 Infizierte und 6002 Tote in der offiziellen Corona-Statistik ausgewiesen. Daraus gehen auch 314 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen hervor.

Schweden ist seit Beginn der Pandemie einen Sonderweg gegangen und setzt darauf, dass seine Einwohner freiwillig den Empfehlungen zur Ansteckungsvorbeugung folgen. In zehn Regionen sind die Menschen derzeit aufgefordert, so wenig sozialen Kontakt wie möglich zu haben und Einkaufszentren, Museen, Konzerte sowie den öffentlichen Nahverkehr zu meiden.

Ministerpräsident Stefan Löfven teilte am Donnerstag auf Facebook mit, dass er und seine Frau sich freiwillig in Quarantäne begeben haben. Jemand aus seinem Umkreis war in Kontakt mit einer Person, die positiv auf Corona getestet wurde. «Die Entwicklung geht schnell in die falsche Richtung», schrieb Löfven. «Immer mehr sind infiziert. Mehr Menschen sterben. Die Situation ist ernst.» (dpa)

Trotz Corona: Drogen-Geburtstagsparty in Stretch-Limousine - Anzeige

Mit Stretch-Limousine und Drogen hat ein Mann seinen 28. Geburtstag im bayerischen Himmelkron gefeiert. Der Mann mietete die Limousine samt Fahrer und lud zwei 24 bzw. 26 Jahre alte Freunde und eine 28-Jährige zur Feier am Mittwochabend ein, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

Alle fünf Anwesenden erhielten eine Anzeige, da sie sich nicht an die aktuell geltenden Corona-Verordnungen hielten. Bei der Kontrolle fanden die Beamten zudem eine geringe Menge an Betäubungsmittel. Die 28-Jährige muss sich wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. (dpa)

Verwaltungsgerichtshof lehnt Eilantrag gegen Corona-Maßnahmen ab

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat einen Eilantrag gegen die Schließung von Gaststätten und das Beherbergungsverbot für Touristen in der Corona-Krise abgelehnt. Die Regelungen seien «nicht offensichtlich rechtswidrig», erklärte das Gericht am Donnerstag. Eine Hotelkette hatte gegen die jüngsten Corona-Maßnahmen geklagt.

Die Entscheidung bedeutet allerdings nicht, dass das Gericht den Maßnahmen insgesamt zustimmt. Vielmehr wiederholte der Senat auch Zweifel an der Grundlage für die jetzt beschlossenen Maßnahmen. Bei einem Eilverfahren müsse aber eine Folgenabwägung getroffen werden und dabei überwiege «im Hinblick auf die enorm steigenden Infektionszahlen das Schutzgut Leben und Gesundheit einer Vielzahl von Menschen die betroffene freie wirtschaftliche Betätigung.» Die Maßnahmen seien nicht offensichtlich unverhältnismäßig - auch deswegen, weil für betroffene Betriebe Entschädigungen angekündigt worden seien. (dpa)

Ärzteverband: Lage trotz Rekord bei Corona-Neuinfektionen beherrschbar

Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes hält die Lage der Corona-Neuinfektionen in Deutschland trotz der hohen Zahlen für beherrschbar. "Dass die Lage außer Kontrolle ist, würde ich nicht sagen", sagte die Verbandspräsidentin Ute Teichert am Donnerstag dem Südwestrundfunk (SWR). Es gebe zwar auch Infektionen, die man nicht direkt erfassen könne. "Aber es ist ja nicht so, als ob wir von einer großen Welle überrollt würden und gar nicht mehr wissen, wie wir damit umgehen." Teichert räumte aber ein, dass es den Gesundheitsämtern an Personal fehle. "Das wird auf jeden Fall zu einem Problem führen.

Norwegen verschärft Einreisebestimmungen wegen Corona

Angesicht steigender Corona-Zahlen hat die norwegische Regierung am Donnerstag weitere Einschränkungen angekündigt. Einreisende aus Ländern mit hohen Infektionsraten müssen von Montag an einen negativen Corona-Test vorweisen und zehn Tage in Quarantäne gehen. Das gelte auch für Verwandtenbesuche, sagte Ministerpräsidentin Erna Solberg am Donnerstag. Sprich: Wenn die Oma aus Deutschland die Enkelkinder in Norwegen besuchen will, muss sie zuerst in ein Quarantänehotel. Ausgenommen sei, wer aus den Nachbarländern Schweden und Finnland zur Arbeit nach Norwegen pendelt. In den vergangenen drei Wochen seien 6000 neue Corona-Fälle registriert worden, sagte Solberg. (dpa)

Höchststand: 446 Corona-Neuinfektionen in Brandenburg

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen hat in Brandenburg einen Höchststand erreicht: Von Mittwoch auf Donnerstag seien 446 neue Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Der bisherige Rekordwert lag bei 422 neuen Infektionen mit dem Virus am 30. Oktober. Mit 79 neuen Fällen verzeichnete die Landeshauptstadt Potsdam den stärksten Anstieg, gefolgt von Cottbus mit 44.

Auch die Zahlen neuer Infektionen je 100 000 Einwohner in einer Woche stiegen - der Kreis Elbe-Elster lag nach Angaben des Ministeriums bei 164, Cottbus erreichte demnach mit 154,5 den zweithöchsten Inzidenzwert. Die Stadt hatte allerdings bereits am Mittwoch eine höhere Zahl von 160 angegeben. Unter der kritischen 50er-Marke liegt nur Brandenburg/Havel mit einem Wert von 40,18. (dpa)

Ramelow fühlt sich von "Querdenken" bedroht und lässt Anzeige prüfen

 Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) lässt eine Anzeige prüfen, weil Unbekannte eine Grabkerze und einen Aufruf zu einer Demonstration der Bewegung "Querdenken" in Leipzig vor sein Wohnhaus gelegt haben. Zuvor sei seine Wohnadresse in einer "Querdenken"-Gruppe beim Messenger-Dienst Telegram verbreitet worden, sagte Ramelow am Donnerstag in Erfurt. Darin sei auch dazu aufgerufen worden, ihm Dinge vor die Haustür zu stellen. Die "Querdenken"-Bewegung protestiert seit Monaten gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

"Ja, ich fühle mich auch bedroht", sagte der Regierungschef am Rande einer Messe für Produkte zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Der Vorfall mache ihn außerdem traurig, weil in dem Mehrfamilienhaus auch eine Familie mit kleinen Kindern wohne. "Jetzt lernen wir, dass die Privatsphäre von politisch Verantwortlichen nicht mehr geachtet wird." Sein Name stehe nicht an dem Wohnhaus. Seiner Ansicht nach wolle "Querdenken" Angst machen, sagte Ramelow. (dpa)

Belgien: Erstmals seit Wochen weniger Corona-Patienten im Krankenhaus

Im heftig von der Corona-Pandemie betroffenen Belgien ist die Zahl der Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern erstmals seit Wochen leicht zurückgegangen. Die Intensivstationen der Krankenhäuser des Landes mit elf Millionen Einwohnern werden jedoch weiterhin stärker ausgelastet, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde Sciensano vom Donnerstag hervorgeht.

Von Dienstag auf Mittwoch ist die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus demnach um 1 Prozent auf 7405 zurückgegangen. Es war der erste Rückgang seit fast zwei Monaten. 1412 von ihnen wurden auf den Intensivstationen behandelt - ein Zuwachs um 4 Prozent. Damit nähert Belgien sich weiter der derzeitigen Maximal-Kapazität von rund 2000 Intensivbetten. Weil einige Krankenhäuser bereits überlastet waren, wurden Patienten zum Teil in andere Einrichtungen - auch über die Grenze nach Deutschland - gebracht. (dpa)

Ausschreitungen bei Feiern vor dem Teil-Lockdown in England

Bei ausgiebigen Feiern kurz vor dem vierwöchigen Teil-Lockdown in England ist es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. In Merseyside im Nordwesten des Landesteils wurden Polizisten, die ein Treffen von Hunderten Menschen auflösen wollten, am Mittwochabend mit Feuerwerkskörpern attackiert. Die Feiernden hätten nicht nur Einsatzkräfte bedroht, sondern mit ihrem Verhalten auch das Infektionsrisiko erhöht, so die Polizei.

In vielen englischen Städten, vor allem in der Hauptstadt London, wurde ausgiebig kurz vor dem Teil-Lockdown gefeiert. Menschenmengen drängten sich durch Straßen, viele Partygänger waren betrunken. "Das ist wie Silvester hier", sagte ein Mann. Nach einer Massenschlägerei in Südengland nahmen die Polizei von Sussex zwei Personen fest. (dpa)

EU-Kommission rechnet 2020 mit Wirtschaftseinbruch um 7,4 Prozent

Die EU-Kommission rechnet für das Jahr 2020 mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung der 27 Mitgliedsländer um 7,4 Prozent. Die Brüsseler Behörde korrigierte damit am Donnerstag ihre Konjunkturprognose vom Sommer leicht nach oben. Dafür geht sie nun von einer langsameren wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise sowie einem sprunghaften Anstieg der Neuverschuldung aus. (AFP)

Höchstwert: 19 990 Corona-Neuinfektionen in Deutschland 

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 19 990 Fällen binnen eines Tages einen bisherigen Höchstwert erreicht. Dies ging aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagmorgen hervor. Den bislang höchsten Wert seit Beginn der Pandemie hatte das RKI am vergangenen Samstag mit 19 059 Fällen gemeldet. Am Donnerstag vor einer Woche lag die Zahl bei 16 774. (dpa)

Studie: Wohl geringes Infektionsrisiko in Kitas

Bei kleinen Kita-Kindern besteht nach einer Studie der Universität Frankfurt wohl ein vergleichsweise geringes Corona-Ansteckungsrisiko. Bei der "Safe-Kids-Studie" in Zusammenarbeit mit dem hessischen Sozialministerium waren über einen Zeitraum von zwölf Wochen 825 Kinder sowie 372 Mitarbeiterinnen in 50 Kitas in Hessen getestet worden, wie die Universität am Mittwoch mitteilte. Dabei seien nur zwei Probanden positiv getestet worden - in beiden Fällen Erzieherinnen.

Im Untersuchungszeitraum (18. Juni bis 10. September) sei die Rate an Neuinfektionen landesweit allerdings als niedrig einzustufen gewesen, hieß es. Daher seien die Ergebnisse nicht ohne weiteres auf ein Umfeld mit hoher Inzidenz übertragbar. Im Studienzeitraum hätten jedoch auch die hessischen Sommerferien und die Wochen danach gelegen, in denen es reisebedingt zu einem Anstieg der Fallzahlen kam. (dpa)

Positivenquote bei Corona-Tests in Deutschland hat sich verzehnfacht

Die sogenannte Positivenquote bei Corona-Tests in Deutschland hat sich in den vergangenen zwei Monaten in etwa verzehnfacht. So schlugen in Kalenderwoche 44 (bis 1.11.) etwa 7,3 Prozent der Tests an, wie das Robert Koch-Institut in seinem Lagebericht von Mittwochabend schreibt. In Kalenderwoche 35 (bis 30.8.) waren es noch rund 0,7 Prozent.

Die Zahl der wöchentlich durchgeführten Tests kletterte in den vergangenen zwei Monaten deutlich um mehr als 400 000. 191 Labore meldeten zuletzt rund 1,6 Millionen solcher Laboruntersuchungen in einer Woche. Die Entwicklung bei Positivenrate und Test-Anzahl spiegelt sich im über Wochen starken Anstieg bei den gemeldeten Neuinfektionen wieder. (dpa)

Mehr Rückstau in Corona-Laboren

Immer öfter kommen Corona-Labore mit dem Auswerten von Tests nicht hinterher. So meldeten laut Robert Koch-Institut (RKI) in der vergangenen Kalenderwoche (bis 1.11.) 69 Labore einen Rückstau von insgesamt 98 931 abzuarbeitenden Proben. Zwei Wochen zuvor waren es noch 52 Labore mit 20 799 abzuarbeitenden Proben, wie aus dem RKI-Lagebericht von Mittwochabend hervorgeht. 55 Labore nannten laut RKI zuletzt Lieferschwierigkeiten für Reagenzien unter anderem zum Auswerten der Tests, Plastikverbrauchsmaterialien und Pipettenspitzen.

„Mit steigenden Probenzahlen, wie sie zurzeit aufgrund der weiten Indikationsstellung zu beobachten sind, verlängern sich auch die durchschnittlichen Bearbeitungszeiten, mit möglichen Konsequenzen für die zeitnahe Mitteilung des Ergebnisses an die betroffenen Personen, sowie einem größeren Verzug bei der Meldung an das Gesundheitsamt“, schreibt das RKI. Es gebe in den letzten Wochen zunehmend Berichte von Laboren, die sich stark an den Grenzen ihrer Auslastung befänden. Es sei unter anderem „dringend geboten, den Einsatz der Tests im Hinblick auf den angestrebten Erkenntnisgewinn in Abhängigkeit freier Testkapazitäten zu priorisieren“. (dpa)

England geht in den Teil-Lockdown

In England tritt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie am Donnerstag ein Teil-Lockdown mit ähnlichen Regeln wie in Deutschland in Kraft. Gastronomie, Kulturstätten, Sportzentren und Freizeiteinrichtungen müssen schließen, Schulen und Unis bleiben geöffnet. Anders als in Deutschland wird jedoch auch der Handel - abgesehen von Supermärkten und einer Reihe anderer als notwendig eingestufte Geschäfte - für einen Monat lang zu bleiben.

Die Engländer sollen ihre Wohnungen bis zum 2. Dezember nur noch aus triftigem Grund verlassen - etwa zur Arbeit, zum Sport, zur Erholung oder zur Pflege Angehöriger. Schottland, Wales und Nordirland machen ihre eigenen Regeln zur Virus-Bekämpfung.

Die Anzahl der Corona-Todesfälle stieg in Großbritannien mit seinen rund 68 Millionen Einwohnern in dieser Woche mit knapp 400 Toten an einem Tag auf den höchsten Stand seit Mai. In den vergangenen zwei Wochen zählte das Land laut European Centre for Disease Prevention and Control rund 470 Fälle pro 100 000 Einwohner.

Für den staatlichen Gesundheitsdienst NHS gilt ab Donnerstag zudem die höchste Warnstufe. Man steuere auf eine "ernste Situation" zu, sagte NHS-Chef Simon Stevens am Mittwoch. (dpa)

Fast 500 Corona-Tote innerhalb eines Tages in Großbritannien 

Mit fast 500 Toten innerhalb eines Tages hat Großbritannien den höchsten Stand an Todesfällen von Corona-Infizierten seit Mitte Mai erreicht. Die zuständige Statistikbehörde meldete am Mittwoch 492 Fälle, in denen die Patienten innerhalb von vier Wochen vor ihrem Tod positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. So hoch lag die Zahl der Todesfälle nicht mehr seit dem 19. Mai, als 500 Tote gezählt wurden. Mit mehreren Zehntausend Toten gilt Großbritannien als das bislang von der Pandemie am härtesten getroffene Land in Europa.

Für den staatlichen Gesundheitsdienst NHS gilt ab Donnerstag zudem die höchste Warnstufe. Man steuere auf eine "ernste Situation" zu, sagte NHS-Chef Simon Stevens am Mittwoch. Ab diesem Donnerstag gilt in England zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ein Teil-Lockdown mit ähnlichen Regeln wie in Deutschland. (dpa)

Italien verhängt Corona-Ausgangssperren und Reisebeschränkungen 

Nächtliche Ausgangssperren und Risikozonen mit Reiseverboten: Im Kampf gegen die zweite Corona-Welle schränkt die Regierung in Rom die Bewegungsfreiheit der 60 Millionen Bürger ab Freitag verstärkt ein. Die Ausgangssperre gilt von 22.00 Uhr abends bis 5.00 Uhr morgens. Außerdem teilt die Regierung das Land in drei Risikozonen ein und erlässt Teil-Lockdowns für besonders gefährdete Gebiete. Das geht aus dem Dekret hervor, das Ministerpräsident Giuseppe Conte in der Nacht zum Mittwoch unterschrieben hat.

Anfangs sollte das Dekret am Donnerstag in Kraft treten. Am Abend verschob der Regierungschef den Start überraschend auf Freitag. Die Vorbereitung brauche noch Zeit. (dpa)

+++ 4. November +++

Generelle Maskenpflicht: Bis zu 25 000 Euro Bußgeld in Düsseldorf

Wer gegen die neue praktisch stadtweite Maskenpflicht in Düsseldorf verstößt, kann mit einer Geldbuße in Höhe von bis zu 25 000 Euro belegt werden. Das geht aus der Allgemeinverfügung vor, die Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt am Dienstagabend veröffentlicht hat.

Bislang galt die Maskenpflicht - wie in anderen Städten - in Düsseldorf nur für belebte Wege und Plätze. Die jetzt generelle Maskenpflicht, von der unter anderem Friedhöfe, Wälder und Parkanlagen sowie Rad- und Autofahrer ausgenommen sind, wird mit dem hohen Infektionsgeschehen begründet.

Mit Bezug auf das Infektionsschutzgesetz heißt es in der Verfügung, dass das vorsätzliche oder fahrlässige Weglassen einer Mund-Nasen-Bedeckung «mit einer Geldbuße bis zu fünfundzwanzigtausend Euro geahndet werden» könne. In NRW kostet es bisher 150 Euro, wenn man zum Beispiel im Bus keine Mund-Nasen-Abdeckung trägt. (dpa)

17 214 Coronavirus-Neuinfektionen in Deutschland 

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 17 214 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Dies geht aus Angaben des RKI vom Mittwochmorgen hervor. Am Mittwoch vor einer Woche hatte die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 14 964 gelegen - das waren beinahe doppelt so viele wie am Mittwoch der Woche davor.

Dänischer Justizminister positiv auf Coronavirus getestet 

Der dänische Justizminister Nick Hækkerup ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er werde sich deshalb in der nächsten Zeit zu Hause isolieren, teilte der Minister in der Nacht zum Mittwoch auf Facebook mit. Hækkerup hatte wegen Krankheitssymptomen am Montag einen Corona-Test gemacht und sich seitdem zu Hause aufgehalten. Er zählt in der Corona-Krise neben Regierungschefin Mette Frederiksen und Gesundheitsminister Magnus Heunicke zu den wichtigsten Akteuren der sozialdemokratischen Regierung in Kopenhagen. Weitere Kabinettsmitglieder haben sich nach einer Coronavirus-Infektion in ihrem Umfeld am Dienstag in Quarantäne begeben. (dpa)

+++3. November +++

Lockdown-Verstöße: 3000 Maskenmuffel ermahnt - Reichsbürger rebelliert gegen Polizei

Die Bundespolizei hat am ersten Tag der neuen Kontaktbeschränkungen 2989 Bürger wegen Verstößen gegen die Verordnungen zur Eindämmung des Coronavirus ermahnt. Wie das Bundespolizeipräsidium in Potsdam am Dienstag mitteilte, informierten die Einsatzkräfte am Montag bundesweit in 26 Fällen die örtlichen Gesundheitsämter, um ein Bußgeldverfahren einzuleiten. Insgesamt seien rund 6000 Bundespolizisten unterwegs gewesen, um an den Landesgrenzen, in Zügen, in Bahnhöfen und auf Flughäfen auf Quarantänevorschriften hinzuweisen und Menschen ohne Mund-Nase-Schutz anzusprechen.

In Offenburg gerieten sie dabei den Angaben zufolge an einen 51 Jahre alten Mann aus der Reichsbürger-Szene. Der einschlägig vorbestrafte Mann weigerte sich demnach vehement, im Zug eine Alltagsmaske aufzusetzen. Als er daraufhin gezwungen wurde, den Zug zu verlassen, schrie er laut Bundespolizei auf dem Bahnsteig und versuchte, die Einsatzkräfte zu schlagen und zu treten. Die Polizei habe daraufhin Pfefferspray eingesetzt und ihn gefesselt zur Wache gebracht. In Dortmund fiel laut Polizei ein 21 Jahre alter Nigerianer auf. Nachdem er sich konsequent geweigert habe, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen sei bei der Feststellung seiner Personalien aufgefallen, dass der in Italien gemeldete Mann keine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland habe. (dpa)

Verwaltungsgericht weist Eilantrag gegen Berliner Infektionsschutzverordnung ab

Das Berliner Verwaltungsgericht hat einen Eilantrag gegen das in der Infektionsschutzverordnung des Landes verankerte Konzertverbot zurückgewiesen. Gegen das Verbot reichten ein sechsjähriger Pianist und eine erwachsene Pianistin Beschwerde ein, die am Dienstagabend ein Konzert geben wollten, wie das Verwaltungsgericht am Dienstag mitteilte. Unterhaltungsveranstaltungen sind laut der seit Montag geltenden Corona-Verordnung grundsätzlich verboten.

Das Verwaltungsgericht sah den von den Pianisten gerügten Eingriff in die Kunstfreiheit "als nicht offenkundig rechtswidrig" an. Die Corona-Maßnahmen verfolgten den "legitimen Zweck, Neuinfektionen mit der Krankheit Covid-19 soweit als möglich vorzubeugen", erklärte das Gericht.

Zudem seien die Maßnahmen befristet, und es bestehe die Möglichkeit, das Konzert "in Ton und Bild auf elektronischem Wege sowie über geeignete Speichermedien dem interessierten Publikum zugänglich zu machen". Die finanziellen Nachteile würden von der öffentlichen Hand weitestmöglich aufgefangen. Gegen den Beschluss können die Antragssteller noch vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg vorgehen. (AFP)

10 statt 14 Tage: Quarantäneregeln für Einreisende in Berlin leicht entschärft

Die Berliner Quarantäneregeln für Einreisende aus Corona-Risikogebieten im Ausland werden leicht entschärft. In Zukunft müssen Betroffene nur noch 10 statt bisher 14 Tage in häusliche Isolation. Zudem endet die Quarantäne ab dem fünften Tag vorzeitig, wenn ein Test zu dem Zeitpunkt negativ ausfällt. Die neue Regelung sieht eine Reihe von Ausnahmen vor, etwa für Menschen, die aus beruflichen Gründen reisen. In Kraft tritt sie voraussichtlich am kommenden Samstag, wie die Gesundheitsverwaltung mitteilte. (dpa)

Verkehrsverbünde und Polizei planen strengere Maskenkontrollen

In Berlin und Brandenburg soll das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen im November häufiger kontrolliert werden als sonst. Der erste Tag mit schwerpunktmäßigen Kontrollen sei für den Donnerstag in Brandenburg geplant, teilte der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) am Dienstag mit. Darauf hätten sich die Verkehrsunternehmen gemeinsam mit den Ländern und Kommunen sowie der Polizei verständigt. Vier weitere regionale Aktionstage mit Schwerpunktkontrollen sollen folgen. «Der weit überwiegende Teil unserer Fahrgäste hält sich an die Pflicht, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen», teilte VBB-Geschäftsführerin Susanne Henkel mit. «Wo diese Einsicht fehlt, muss dann auch konsequent nachgeholfen werden.» (dpa)

Berliner Schulen bekommen wegen Corona Geräte zur Luftreinigung

Um Schüler besser vor Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, bekommen Berliner Schulen 1200 mobile Luftreinigungsgeräte. Das beschloss der Senat am Dienstag, wie Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) mitteilte. Für die Anschaffung der Geräte stehen demnach 4,5 Millionen Euro bereit. Sie sollen Schulen zugute kommen, deren Klassenzimmer aufgrund der baulichen Situation nur schwer belüftet werden können, weil sich etwa Fenster nicht öffnen lassen.

Um die Ausbreitung der Pandemie zu verringern, gilt - neben Hygiene, Mindestabstand und Mund-Nasen-Schutz - regelmäßiges Lüften von Räumen als essenziell. Luftreiniger können in Räumen ohne ausreichende Lüftungsmöglichkeiten die Infektionsgefahr durch Aerosole für Beschäftigte und Schüler verringern. An drei Berliner Schulen fanden dazu mehrwöchige Tests statt. Auch die Berliner Charité befasste sich damit und gab Empfehlungen. Die CDU-Fraktion kritisierte, die Zahl der geplanten Geräte sei zu gering. Nötig seien 15 000 statt 1200. (dpa)

Brandenburger Gastronom erteilt Politikern Hausverbot

Der Brandenburger Gastronom Max Zimmler hat Politikern der Bundes- und Landesregierung nach den Beschlüssen zu einem zweiten Lockdown wegen der Corona-Pandemie Hausverbot in seinem Restaurant «Seeschloss Lanke» in Wandlitz (Barnim) erteilt. «Damit protestiere ich gegen die verordnete Schließung für unsere gesamte Branche, sagte Zimmler am Dienstag auf Anfrage. «Damit werden zahlreiche Existenzen vernichtet.» Zimmler nannte insbesondere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) und Landesgesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Zuerst hatte die «Märkische Oderzeitung» berichtet.

Bislang habe er allerdings nur Nonnemacher mal als Gast in seinem Haus gesehen, sagte Zimmler. Am Wochenende hatte das bei Politikern beliebte Berliner Lokal «Ständige Vertretung» (StÄV) aus Protest gegen die bundesweite Schließung der Gastronomie Spitzenpolitikern Hausverbot erteilt - dies aber wenig später zurückgenommen. (dpa)

Infektionszahl in Niederlanden sinkt unter 8000 innerhalb eines Tages

In den Niederlanden ist die Zahl der Neuinfektionen innerhalb eines Tages erstmals seit knapp drei Wochen unter 8000 gesunken. Bei den Behörden wurden 7776 Fälle in 24 Stunden gemeldet, wie das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM am Dienstag in Bilthoven bei Utrecht mitteilte. Das sind 529 Fälle weniger als am Vortag. Damit bestätigt sich nach Angaben des RIVM der positive Trend der vergangenen Tage.

Die Tendenz zeige sich auch im Wochenvergleich. In den vergangenen sieben Tagen waren etwa fünf Prozent weniger Infektionen gemeldet worden als in der Vorwoche. Zum Vergleich: In Deutschland mit etwa fünfmal so vielen Einwohnern waren zuletzt 15 352 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet worden.

Entwarnung geben die niederländischen Behörden jedoch noch nicht. Der Druck auf die Krankenhäuser nehme weiter zu. In den vergangenen 24 Stunden waren 364 neue Patienten aufgenommen worden, 125 mehr als am Vortag. (dpa)

Bahrain gibt chinesischen Corona-Impfstoff zum Notfallgebrauch für Helfer frei

Der Golfstaat Bahrain hat den eingeschränkten Einsatz eines Impfstoffs gegen das Coronavirus für Mitarbeiter des Gesundheitswesens zugelassen. Der Impfstoff solle in dringenden Fällen diejenigen «beim Erfüllen ihrer Pflichten vor Risiken schützen», die am stärksten Kontakt zu Corona-Patienten haben, sagte Gesundheitsministerin Fika al-Salih am Dienstag. Der Impfstoff stehe ab sofort zur Verfügung, seine Nutzung sei freiwillig.

Das Königreich am Persischen Golf hatte vergangene Woche eine klinische Studie für einen Impfstoff des chinesischen Pharmaunternehmens Sinopharm abgeschlossen. Rund 7700 Freiwillige hatten teilgenommen. In Bahrain wurden bisher mehr als 82 000 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet.

Die Studien finden in Zusammenarbeit mit einer Firma in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten statt. Das Land hat mit Sinopharm Verträge über Herstellung und Vertrieb des Impfstoffs abgeschlossen. Auch der Emir von Dubai, Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktum, erklärte am Dienstag auf Twitter, er sei gegen Corona geimpft worden. (dpa)

Kapazitäten am Limit: Ärzte können Corona-Test trotz Erkältungssymptomen verweigern

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat auf die Grenzen der Corona-Testmöglichkeiten in Deutschland hingewiesen. Je höher die Fallzahlen seien, desto schwieriger werde es, alle Menschen mit Erkältungssymptomen zu testen, sagte RKI-Vizechef Lars Schaade am Dienstag in Berlin. Nötig wären dann mehr als drei Millionen Tests pro Woche - dies sei weder nötig noch erforderlich. Deshalb habe das RKI die Empfehlungen an Ärzte hinsichtlich der Testkriterien angepasst, sagte Schaade. Faktoren seien etwa die Symptome, die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe und die Wahrscheinlichkeit, dem Coronavirus ausgesetzt gewesen zu sein.

Über die Lage in der Pandemie sagte Schaade: "Wir sind noch mitten im Marathon." Er appellierte an die Bürger, die Verhaltensregeln einzuhalten. Nähme die Fallzahl weiter so schnell zu wie zuletzt - mit einer Verdoppelung innerhalb von zehn Tagen -, gäbe es nach seinen Worten 400 000 Fälle pro Tag bis Weihnachten.

Angesichts stark steigender Infektionszahlen hatten Labore zuvor vor einer Überlastung beim Auswerten von Corona-Tests gewarnt. Die Testkapazitäten seien bundesweit erstmalig zu 100 Prozent ausgereizt, teilte der Verband der Akkreditierten Labore in der Medizin am Dienstag auf Basis von Daten aus 162 Laboren mit. In der vergangenen Woche wurden demnach insgesamt 1,4 Millionen PCR-Tests gemacht. (dpa)

Brandenburgs Regierungschef Woidke mit Corona infiziert 

Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Aufgrund erster Erkältungserscheinungen am Sonntag habe der 59-Jährige bereits keine Diensttermine mehr wahrgenommen, teilte ein Regierungssprecher am Dienstag mit. Nun würden Kontaktpersonen identifiziert, die sich je nach Kontaktsituation in häusliche Quarantäne begeben würden.

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Woidke habe alle Mitarbeiter der Staatskanzlei bereits am Dienstagmorgen über das Testergebnis informiert. "Mir geht es den Umständen entsprechend gut", schrieb Woidke in einer E-Mail an seine Mitarbeiter. Der Ministerpräsident leidet nach eigenen Angaben nur unter "leichten Erkältungssymptomen".

Vor zwei Wochen war Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) positiv auf das Virus getestet worden. Wenige Tage darauf wurde auch Entwicklungsstaatssekretär Martin Jäger positiv getestet. Beide Politiker entwickelten nach derzeitigem Kenntnisstand lediglich Erkältungssymptome.

Dietmar Woidke
Foto: imago images/Jürgen Heinrich

6 Tote an einem Tag: Zahl der Corona-Todesfälle steigt in Brandenburg

In Brandenburg nimmt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion wieder zu. Von Montag auf Dienstag zählte das Gesundheitsministerium sechs weitere gestorbene Patienten. Am Montag war ein Todesfall hinzugekommen, am Sonntag keiner, während am Samstag sieben Sterbefälle registriert wurden. Die Meldungen können am Wochenende verzögert eintreffen.

Die Zahl neuer Infektionen stieg zum Dienstag auf 229, nach 162 am Tag zuvor. Die meisten zusätzlichen Fälle - nämlich 48 - kamen im Kreis Elbe-Elster hinzu. Dieser Kreis weist mit 161,1 die höchste Zahl neuer Infektionen je 100 000 Einwohner in einer Woche auf, gefolgt vom Kreis Spree-Neiße mit 136,3. Im Krankenhaus werden landesweit 258 Corona-Patienten behandelt, 34 mehr als am Vortag. (dpa)

Mehr als 15.000 Coronavirus-Neuinfektionen, 131 Tote in Deutschland

In Deutschland hat das Robert Koch-Institut (RKI) mehr als 15.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages verzeichnet. Wie das RKI am Dienstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 15.352 neue Ansteckungsfälle erfasst. Insgesamt wurden damit seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland 560.379 Infektionsfälle registriert.

Die am Dienstag gemeldete Zahl der Neuinfektionen liegt deutlich unter den Spitzenwerten der vergangenen Woche. Am Samstag hatte das RKI den Rekordwert von 19.059 Neuinfektionen binnen eines Tages registrierten Neuinfektionen bekanntgegeben. Das war die höchste Zahl in Deutschland seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der mit dem Coronavirus in Zusammenhang stehenden Todesfälle in Deutschland stieg laut den Angaben des RKI vom Dienstag auf 10.661 - das waren 131 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag den Angaben zufolge bei etwa 371.500. (AFP)

+++ 2. November +++

Ganz Brandenburg ist nun Corona-Risikogebiet

Alle 14 Landkreise und vier kreisfreien Städte in Brandenburg sind nun Corona-Risikogebiet. Als letzter Kreis übersprang der Kreis Märkisch-Oderland mit einem Inzidenzwert von 61,8 neuen Ansteckungen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche die Marke von 50, wie aus Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Montag hervorgeht.

Landesweit kamen von Sonntag auf Montag 162 neue Infektionen hinzu; von Samstag auf Sonntag wurden 280 neue Fälle gezählt. Wegen des Wochenendes können die Meldungen der Kommunen zeitverzögert sein - so wurden aus sechs Kreisen am Montag keine neuen Fälle gemeldet.

Im Krankenhaus werden den Angaben zufolge derzeit 224 Patienten wegen einer Covid-19-Erkrankung behandelt, 26 müssen künstlich beatmet werden. Seit März wurden in Brandenburg 8890 Corona-Fälle erfasst, 207 Patienten starben im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung.

Seit diesem Montag gelten schärfere Regeln für das öffentliche Leben: So sind Gaststätten, Kinos, Theater und Museen geschlossen; draußen dürfen höchstens zehn Menschen aus zwei Hausständen zusammenkommen. Hotels und Pensionen dürfen keine Touristen beherbergen. Schulen und Kitas sind offen, die Maskenpflicht gilt in der gymnasialen Oberstufe und an Oberstufenzentren auch im Unterricht. Bund und Länder hatten zuvor schärfere Beschränkungen vereinbart, die zunächst bis Ende November gelten sollen.

Belgien macht dicht: Lockdown in Kraft getreten

In Belgien sind wegen der dramatisch gestiegenen Corona-Fallzahlen am Montag neue Maßnahmen in Kraft getreten. Alle Geschäfte, die nicht unbedingt notwendige Waren verkaufen, müssen geschlossen bleiben. Lediglich die Abholung und Hauslieferung vorbestellter Waren ist noch möglich. Um faire Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten, dürfen auch in Supermärkten nur noch Waren des täglichen Bedarf angeboten werden.

Die Schließung von Kneipen, Restaurants und Cafés sowie nächtliche Ausgangssperren waren bereits Mitte Oktober beschlossen worden. Zudem gilt seitdem die Regel, dass die Bürger außerhalb des eigenen Haushalts nur noch zu einer anderer Person engeren Kontakt pflegen dürfen. Ausgenommen sind nur Alleinstehende, die zwei sogenannte «Kuschelkontakte» haben dürfen.

Die Maßnahmen sollen nach Angaben der Regierung für einen Zeitraum von eineinhalb Monaten bis einschließlich Sonntag, den 13. Dezember, gelten. Die Notwendigkeit der Geschäftsschließungen wird allerdings am 1. Dezember noch einmal geprüft.

An den Schulen werden die derzeitigen Herbstferien mindestens bis Mitte November verlängert. Die Hochschulen sollen bis mindestens 1. Dezember nur per Fernunterricht unterrichten.

Belgien zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Die Behörden des Elf-Millionen-Einwohner-Landes meldeten zuletzt im Sieben-Tages-Schnitt knapp 15 600 registrierte Fälle pro Tag. Pro 100 000 Einwohner wurden nach EU-Vergleichszahlen in den vergangenen 14 Tagen rund 1700 Infektionen gemeldet, in Deutschland waren es zum Beispiel nur 206. (dpa)

Kanzleramtsminister: Nicht wahrscheinlich, dass wir in zwei Wochen lockern 

Kanzleramtsminister Helge Braun hat wenig Hoffnung, dass schon in kurzer Zeit wieder Maßnahmen des ab diesem Montag geltenden Teil-Lockdowns zurückgenommen werden können. "Ich halte es nicht für wahrscheinlich, dass wir in zwei Wochen schon Maßnahmen lockern können", sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Anne Will". Doch gehe er insgesamt fest davon aus, "dass sich das Infektionsgeschehen mit den Maßnahmen, die wir jetzt beschlossen haben, wirklich deutlich bremst". Der Gesamterfolg hänge aber vom Willen jedes Einzelnen ab. Den Geist, der im März geherrscht habe, brauche man auch in diesem Winter wieder. (dpa)

12 097 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Montagmorgen 12 097 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen an Montagen niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird. Am Montag vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden bei 8685 gelegen. (dpa)

Spahn will 290 Millionen Masken an Pflegeheime schicken 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will laut einem Medienbericht 290 Millionen Masken aus Bundesbeständen an Pflegeheime und ambulante Pflegedienste schicken. Die Einrichtungen sollen demnach jeweils 1000 hochwertige FFP2-Masken und 2000 einfache OP-Masken erhalten, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). Die Masken seien in der ersten Phase der Pandemie angeschafft worden.

"Die erfolgreichen Beschaffungsanstrengungen eröffnen Spielräume, die ich nutzen möchte, um Pflegeeinrichtungen gezielt und zusätzlich bei der Versorgung mit Schutzmasken zu unterstützen", zitieren die Zeitungen aus einem Brief von Spahn an die Pflegeeinrichtungen. Allerdings machte Spahn klar, dass sich die Heime und Dienste daneben weiterhin frühzeitig und vorausschauend um die Beschaffung kümmern müssten. (dpa)

+++ 1. November +++

Corona-Beschränkungen im November kosten rund 600.000 Jobs

Die ab Montag geltenden neuen Corona-Maßnahmen werden nach Berechnungen des Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln dramatische Folgen für Wirtschaft und Arbeitsplätze haben. „Der Lockdown light bis Ende November, den wir jetzt haben, wird das BIP voraussichtlich um einen Prozentpunkt senken“, sagte IW-Direktor Michael Hüther der „Bild am Sonntag“.
Demnach würden dieses Jahr dadurch rund 591.000 Menschen ihren Job verlieren. Im nächsten Jahr sind es laut Hüther noch einmal 15.000 Menschen - „vorausgesetzt, der Lockdown geht wie angekündigt zu Ende.“

Der ab Montag geltende einmonatige Lockdown wird die deutsche rund 19,3 Milliarden Euro kosten. Diesen Wert ermittelte jedenfalls das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) für die „Welt am Sonntag“. Mit Einbußen von 5,8 Milliarden Euro sind demnach Gastronomie und Hotels am härtesten betroffen. Das wäre ein Verlust von 55 Prozent der üblichen Wirtschaftsleistung in einem Vierteljahr. Die Bereiche Sport, Kultur und Unterhaltung müssen ein Minus von 2,1 Milliarden Euro verkraften, der Handel von 1,3 Milliarden Euro. Die deutsche Industrie muss dem DIW zufolge mit einem Minus von 5,2 Milliarden Euro rechnen. Ein Großteil der übrigen Summe entfällt auf Unternehmensdienstleister, Logistikunternehmen und auch Kinobetreiber. (dpa)

Ganz Nordrhein-Westfalen ist Corona-Risikogebiet

Ganz Nordrhein-Westfalen ist laut Robert Koch-Institut (RKI) nun als Corona-Risikogebiet eingestuft. Wie der RKI-Website am Sonntagmorgen zu entnehmen war, überschritt Soest die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Damit ist Deutschlands bevölkerungsreichstes Bundesland auf der Landkarte nun komplett rot oder hellrot markiert.

Besonders angespannt bleibt die Situation der Statistik zufolge beispielsweise in Solingen im Bergischen Land mit einem Wert von 206. Zuvor hatte es bereits im benachbarten Remscheid besonders viele Corona-Fälle gegeben. Hohe Werte wurden zuletzt auch für Duisburg und Herne angegeben.

Australien meldet erstmals seit Monaten keine Corona-Neuinfektionen

Zum ersten Mal seit fast fünf Monaten hat Australien keine Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Wie Gesundheitsminister Greg Hunt am Sonntag mitteilte, wurden zwischen Freitag- und Samstagabend keine Neuansteckungen gemeldet. Hunt bedankte sich im Onlinedienst Twitter bei den "fantastischen" Mitarbeitern im Gesundheitswesen und bei allen Australiern.

Wegen der Corona-Pandemie galten in Australien extrem strenge Auflagen. Zuletzt hatte es am 9. Juni einen Tag ohne Neuinfektionen gegeben. Danach hatte es eine zweite Ansteckungswelle gegeben, von der der Bundesstaat Victoria mit seiner Hauptstadt Melbourne am schwersten betroffen war. Monatelang galten dort strenge Ausgangsbeschränkungen und eine nächtliche Ausgangssperre.

Der Lockdown für die fünf Millionen Einwohner von Melbourne wurde erst am Mittwoch aufgehoben. Restaurants, Bars und Geschäfte durften wieder öffnen. (AFP)

+++ 31. Oktober +++ 

Robert Koch-Institut meldet erstmals mehr als 19.000 neue Corona-Fälle

Binnen eines Tages sind in Deutschland 19.059 Menschen neu positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) veröffentlichte Zahl ist die bislang höchste seit Ausbruch des Virus.

Ende September hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gewarnt, dass es zu Weihnachten 19.200 Neuinfektionen am Tag geben könnte. Nun ist die Zahl deutlich früher erreicht.   

Am Freitag waren es 18.681 neue Fälle gewesen. Die Werte sind allerdings nur begrenzt mit denen vom Frühjahr vergleichbar, da damals weitaus weniger Tests gemacht wurden.

Die Gesamtzahl der Positiv-Tests beläuft sich mittlerweile auf 518.753. 103 weitere Menschen starben, die positiv getestet wurden, nachdem es am Freitag 77 gewesen waren. Die Gesamtzahl der Todesfälle liegt inzwischen bei 10.452.

Ab Montag sollen wegen der stark steigenden Infektionszahlen für den ganzen Monat November die einschneidendsten Maßnahmen seit dem großen Stillstand im Frühjahr greifen.

Touristen müssen Bayern bis Montag verlassen

Touristen müssen Hotels in Bayern spätestens am Vormittag des 2. November verlassen. Touristische Übernachtungen seien von dem Tag an nicht mehr gestattet, sagte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums am Samstag. „Übernachtungsgäste dürfen aus Kulanz auch noch im Laufe des Vormittags des 2. Novembers abreisen, obwohl die Verordnung eigentlich schon ab Mitternacht gilt.“

Auch Erdogans Sprecher infiziert

Der Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, Ibrahim Kalin, hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Auf Twitter schrieb Kalin, ihm gehe es "Gott sei Dank" momentan ganz gut. Er habe nur milde Symptome. Zuvor hatte auch Innenminister Suleyman Soylu mitgeteilt, er sei positiv getestet worden, ebenso wie seine Frau und Tochter. Die Türkei mit ihren etwa 83 Millionen Einwohnern hat seit Beginn der Pandemie nach offiziellen Zahlen rund 373.000 Infektionsfälle und 10.177 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Seit der Lockerung der Corona-Regeln von Juni an sind die Fallzahlen in den vergangenen Wochen wieder gestiegen.

Kanzlerin sagt Betrieben Hilfe zu

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der Wirtschaft weitere Unterstützung in der Corona-Krise zugesichert. „Wir lassen Unternehmen und Betriebe, die durch die aktuelle Krise unverschuldet in Schwierigkeiten gekommen sind, nicht allein“, sagte sie in ihrem wöchentlichen Video-Podcast, der am Samstag veröffentlicht wurde. „Wir wollen schnell und unbürokratisch helfen.“ Am Mittwoch werde sie mit den Spitzenverbänden der Arbeitgeber und der Industrie beraten, wie die Auswirkungen der Krise weiter abgefedert werden könnten. (dpa)

Österreich ab Dienstag im Teil-Lockdown

Österreich schränkt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie große Teile des öffentlichen Lebens für vier Wochen ein. «Ab Dienstag, dem 3. November 0 Uhr bis Ende November wird es zu einem zweiten Lockdown in Österreich kommen», sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Samstag in Wien. Ab Dienstag gelten landesweit Ausgangsbeschränkungen zwischen 20 und 6 Uhr. In der Zeit ist das Verlassen des privaten Wohnbereichs nur aus bestimmten Gründen erlaubt.

Kultur- und Freizeiteinrichtungen müssen schließen, mit Ausnahme von Beerdigungen finden keine Veranstaltungen mehr statt. Auch das Hotel- und Gastgewerbe schließen, nur Takeaway und Lieferung sind erlaubt. Spitzensport findet ohne Publikum statt, Sport ist nur im Freien ohne Körperkontakt erlaubt. Handel, Schulen und auch Dienstleister wie Friseure bleiben zunächst unter Auflagen offen. (dpa)

Krawalle bei Demos gegen Corona-Maßnahmen

In mehreren spanischen Städten hat es in der Nacht zu Samstag gewalttätige Demonstrationen gegen neue Corona-Beschränkungen gegeben. Medien zufolge wurden bei Unruhen vor allem in Barcelona, aber auch in Bilbao, Burgos, Santander und Valencia insgesamt 29 Polizisten und 7 Demonstranten leicht verletzt sowie 32 Menschen festgenommen. Im Zentrum Barcelonas lieferten sich nach einer friedlichen Demonstration mehrere Hundert Menschen und die Polizei bis spät in die Nacht Straßenschlachten, wie die Zeitung «La Vanguardia» und das staatliche Fernsehen RTVE berichteten. Die Polizei machte vor allem Rechtsextreme für die Gewalt in der Touristenmetropole verantwortlich. (dpa)

Wieder US-Tagesrekord: Fast 100 000 Corona-Neuinfektionen

Die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages hat in den USA mit fast 100 000 kurz vor der Präsidentenwahl einen neuen Höchststand erreicht. Am Freitag wurden 99 321 Fälle verzeichnet, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) hervorgeht. Das sind fast 11 000 mehr als noch am Vortag.

Insgesamt wurden nach JHU-Angaben in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie rund 9,05 Millionen Coronavirus-Infektionen bestätigt. Etwa 229 700 Menschen starben bislang - mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Die Zahl der neuen Corona-Fälle an einem Tag hatte in der vergangenen Woche in den USA erstmals seit Beginn der Pandemie die Marke von 80 000 überschritten. Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen aber auch wieder nach unten korrigiert.

Am nächsten Dienstag wird in den USA gewählt. In regulären Umfragen liegt der demokratische Herausforderer Joe Biden vielfach vorn - auch wegen der Unzufriedenheit mit Präsident Donald Trumps Umgang mit der Corona-Krise. Dieser behauptet, durch sein Krisenmanagement womöglich Millionen Tote verhindert zu haben. Biden wirft Trump dagegen Versagen vor und beschuldigt ihn, für den Tod Zehntausender US-Bürger verantwortlich zu sein.

+++ 30. Oktober +++

Touristen müssen Brandenburger Hotels bis Mittwoch verlassen

Touristen, die sich in Brandenburger Hotels aufhalten, müssen bis kommenden Mittwoch abreisen. Das teilte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag nach der Sondersitzung des Kabinetts zu dem am Montag beginnenden Teil-Lockdown wegen der Corona-Pandemie mit. Es werde bis Ende November untersagt, Gäste zu touristischen Zwecken zu beherbergen. (dpa)

Polen mit 21.629 Corona-Neuinfektionen - neuer Höchststand

Die Anzahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in Polen den vierten Tag in Folge einen Höchststand erreicht. Das Gesundheitsministerium in Warschau vermeldete am Freitag 21 629 positive Tests innerhalb von 24 Stunden. Am stärksten betroffen war die Region um die Hauptstadt Warschau mit mehr als 3400 neuen Fällen. Im gleichen Zeitraum starben 202 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus.

Der bisherige Rekordwert war mit 20 156 Fällen erst am Mittwoch erreicht worden. Seit Beginn der Pandemie gab es in Polen 5351 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Das Land hat rund 38 Millionen Einwohner. Polen wird von der Bundesregierung als Risikogebiet eingestuft. (dpa)

Corona-Hotspot Bergamo steht besser da als im Frühjahr - wenige Neuinfektionen

Bergamo bleibt auch in der zweiten Corona-Welle etwas Besonderes: Im Frühjahr war das Gebiet um die norditalienische Stadt eine der am schlimmsten von dem Virus betroffenen Zonen. Die Bilder der Militärlastwagen mit Särgen gingen um die Welt. Aktuell scheinen die Menschen dort besser durch die zweite Corona-Welle zu kommen als in vielen anderen Teilen Italiens. Obwohl die Region Lombardei, zu der Bergamo gehört, erneut an der Spitze bei den Zahlen der Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 in Italien steht, ist die Lage in Bergamos Krankenhäusern eher entspannt.

"In der Provinz hat sich so etwas wie eine weit verbreitete Immunität entwickelt", sagte Fabio Pezzoli, für Gesundheit zuständiger Direktor im Hospital Papa Giovanni XXIII, der Zeitung "La Repubblica" vom Freitag. Dagegen sieht die Lage in der rund 50 Kilometer entfernten Metropole Mailand dramatischer aus. Am Donnerstag meldete die Provinz Bergamo 135 Neuinfektionen in 24 Stunden, verglichen mit mehr als 3200 in der Provinz Mailand. Bezogen auf die Bevölkerungsgröße bedeute das achtmal so viel Fälle dort wie in Bergamo, sagte Bergamos Bürgermeister Giorgio Gori im Fernsehen der Rai. (dpa)

Fast ganz Österreich und Italien als Risikogebiete eingestuft

Die Bundesregierung hat Österreich bis auf zwei kleine Exklaven und fast ganz Italien wegen dramatisch steigender Infektionszahlen ab diesem Sonntag zu Corona-Risikogebieten erklärt.

Mit Kroatien, Slowenien, Ungarn, Bulgarien und Zypern werden zudem fünf EU-Länder komplett auf die Risikoliste gesetzt, wie das Robert Koch-Institut am Freitag auf seiner Internetseite mitteilte. Erstmals wurden auch Gebiete in Griechenland und Lettland als Risikogebiete eingestuft. Weitere Regionen kommen in Dänemark, Portugal, Schweden und Litauen hinzu. Auch die kleinen Staaten Monaco, San Marino und der Vatikan sind nun Risikogebiete.

In Österreich war bisher Kärnten als einziges Bundesland ausgenommen. Nun gibt es nur noch zwei Ausnahmeregelungen für das Kleinwalsertal und die Gemeinde Jungholz mit zusammen gut 5000 Einwohnern. Beide Exklaven sind auf der Straße nur von Deutschland aus erreichbar. In Italien ist nun Kalabrien im Süden des Landes die einzige Region, die aus deutscher Sicht kein Risikogebiet ist. (dpa)

Mehr als 90.000 Corona-Neuinfektionen in den USA - an einem Tag

Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl ist in den USA ein Rekordwert bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 91.295 neue Ansteckungsfälle erfasst. Damit wurde zum ersten Mal die Schwelle von 90.000 Neuinfektionen binnen eines Tages überschritten.

Insgesamt haben sich damit seit Pandemiebeginn mehr als 8,9 Millionen Menschen in den USA mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle stieg am Donnerstag um 1021 auf insgesamt mehr als 228.600. (AFP)

Neuer Höchstwert: 18.681 Corona-Neuinfektionen in Deutschland 

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 18.681 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Freitagmorgen hervor. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 16.774 Fällen. Am Freitag vor einer Woche hatten die Gesundheitsämter dem RKI 11 242 Neuinfektionen gemeldet.

Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden. (dpa)

Frankreich verhängt wieder Ausgangsbeschränkungen

Im Kampf gegen die Corona-Epidemie gelten in Frankreich weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Die neuen Maßnahmen traten am Freitag (00.00 Uhr) in Kraft - sie sind zunächst bis zum 1. Dezember befristet.

Bürger dürfen sich nicht mehr ohne Weiteres frei bewegen. Menschen können zwar auf die Straße gehen, wenn sie arbeiten, wichtige Einkäufe erledigen, einen Arzt aufsuchen oder frische Luft schnappen wollen - müssen dafür dann aber eine Bescheinigung ausfüllen. Sport ist eine Stunde pro Tag in einem Umkreis von einem Kilometer vom Wohnort erlaubt. (dpa)

Heil will erleichterten Bezug von Hartz IV bis Ende 2021 verlängern 

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will den vereinfachten Zugang zu Hartz IV-Leistungen in der Corona-Krise bis Ende des kommenden Jahres fortführen. Die leichtere Beantragung ist derzeit bis Ende 2020 befristet, doch das werde nicht ausreichen, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). "Die Regelung muss bis Ende des nächsten Jahres verlängert werden."

Der Minister erklärte, die Maßnahme richte sich besonders an viele Selbstständige, denen in der Pandemie der Verdienst komplett weggebrochen sei, sowie an Arbeitnehmer, die schon vor der Pandemie nicht gut verdient hätten und jetzt durch Kurzarbeit starke Einkommensausfälle hätten und ergänzende Grundsicherung brauchten. "Wir wollen diese Menschen nicht ab 1. Januar mit einer Vermögensprüfung behelligen oder mit der Frage, ob ihr Wohnraum womöglich zu groß ist."

Die Regierung hatte erst Anfang September den erleichterten Zugang zu Hartz IV bis Ende 2020 verlängert. Das Vermögen der Betroffenen wird damit weiter nur eingeschränkt von den Jobcentern überprüft. Tatsächliche Kosten für Unterkunft und Heizung werden anerkannt. Bei der Bewilligung vorläufiger Leistungen gibt es Vereinfachungen. (dpa)