Chile: Ein großes Erdloch in der Nähe der Alcaparrosa-Mine. In einem Bergbaugebiet im Norden Chiles hat sich unvermittelt ein gewaltiges Loch aufgetan.
Chile: Ein großes Erdloch in der Nähe der Alcaparrosa-Mine. In einem Bergbaugebiet im Norden Chiles hat sich unvermittelt ein gewaltiges Loch aufgetan. dpa/Karl Grawe/Agencia Uno

Verstörende Bilder aus Chile. In dem südamerikanischen Land hat sich die Erde aufgetan. Ganz plötzlich ist in einem Bergbaugebiet im Norden ein gewaltiges Loch entstanden. Das Loch mit einem Durchmesser von etwa 25 Metern sei am vergangenen Samstag auf dem Gebiet der Alcaparrosa-Mine in der Atacama-Region aufgetaucht, meldete das Nationale Amt für Geologie und Bergbau (Sernageomin) am Montag (Ortszeit) in einem Tweet.

Aufnahmen zeigten die kreisrunde Aushöhlung, die sich in der trockenen Landschaft auftut und in unabsehbare Tiefe erstreckt. Das Loch befindet sich 200 Meter über einem Teil der Kupfermine.

Chile: Loch in der Erde – Gebiet abgesperrt

Der kanadische Betreiber Lundin Mining bestätigte das Loch. Das betroffene Gebiet sei umgehend abgesperrt und die Arbeit dort vorübergehend eingestellt worden. Seit seiner Entdeckung sei das Loch „stabil“, auch seien seither keine Bewegungen im Boden in dem Zusammenhang festgestellt worden, teilte das Unternehmen mit. Aktuell versuche man herauszufinden, was zur Entstehung des Lochs führte.

Der Bürgermeister der betroffenen Gemeinde Tierra Amarilla, Cristóbal Zúñiga, zeigte sich beunruhigt, da die Aushöhlung unweit eines Wohngebietes und eines örtlichen Gesundheitszentrums entstand. Ein Loch solchen Ausmaßes habe man in seiner Gemeinde noch nicht gesehen, sagte Zúñiga in einem auf seinem Facebook-Kanal veröffentlichten Video. Es müsse geprüft werden, inwiefern das Loch mit den Minenarbeiten zusammenhänge und ob der Bergbau eine Gefahr für die Gegend und seine Anwohner werden könnte. „Wir fordern Antworten von Sernageomin und der zuständigen Behörde, sie sollen untersuchen, warum das passiert ist, und die Risiken abschätzen, ob das in einem weiteren bewohnten Gebiet unserer Gemeinde Tierra Amarilla passieren könnte“, sagte Zúñiga dem Radiosender ADN.