Am Mittwoch flog eine Sojus-Rakete in Rekordzeit zur ISS. Foto: AFP/Andrey Shelepin

So schnell war noch niemand auf der ISS: Der Expressflug dreier Raumfahrer zur Internationalen Raumstation dauerte am Mittwochvormittag nur drei Stunden und sieben Minuten. Die Flugleitzentrale bei Moskau sprach von einem Rekord für einen bemannten Raumflug.

Die Sojus-Rakete mit Kathleen Rubins, Sergej Ryschikow und Sergej Kud-Swertschkow war plangemäß um 7.45 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit bei Bilderbuchwetter vom Weltraumbahnhof Baikonur in der Steppe der Ex-Sowjetrepublik Kasachstan in Zentralasien gestartet. Pünktlich um 10.52 Uhr dockte sie dann an der ISS an. Der bisherige Bestwert für einen Flug zur der rund 400 Kilometer von der Erde entfernten Raumstation  hatte bei drei Stunden und 18 Minuten gelegen - allerdings für einen unbemannten Raumfrachter. Die Reise- oder Transportdauer kann je nach Flugbahn unterschiedlich lang sein. In der Regel dauert ein Sojus-Flug zur ISS etwa sechs Stunden.

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Die drei Raumfahrer werden voraussichtlich bis zum Frühjahr 2021 im All bleiben. Die ohnehin hohen Sicherheitsvorschriften für Raumfahrer wurden wegen der Pandemie noch einmal verschärft. Die Crew habe mehr als einen Monat in Quarantäne verbracht und sei mehrfach auf das Virus getestet worden, sagte die Amerikanerin Rubins vor dem Abflug. Vor ihrer Zeit bei der Raumfahrtbehörde Nasa forschte die Amerikanerin als Mikrobiologin und beschäftigte sich unter anderem mit Viren. 

Nasa-Astronautin Kathleen Rubins und ihre russischen Kollegen Sergej Ryschikow und Sergej Kud-Swertschkow. Foto: AFP/Andrey Shelepin

„Wahrscheinlich ist die Internationale Raumstation jetzt der sicherste Ort“, sagte ihr russischer Kollege Ryschikow mit Blick auf die Virus-Gefahr auf der Erde. In der Stadt Baikonur in der Nähe des gleichnamigen Weltraumbahnhofs gab es in den vergangenen Monaten wegen rasant steigender Corona-Infektionen strenge Ausgangsbeschränkungen.