Mehrere Löwen laufen in Botswana über einen toten Elefanten. Foto: Imago-Images/imageBROKER/Michael Kraushaar

Am Ende wussten sich die Ranger nicht anders zu helfen: Sieben Löwen, die aus einem Nationalpark in Südafrika ausgebrochen waren, wurden am Dienstag von Wildhütern erschossen. Das Raubtierrudel hatte zuvor zweimal sein eigentliches Territorium verlassen.

Die zuständige Wildtierbehörde Sanparks war zunächst von einem Farmer alarmiert worden. Er hatte auf dem Gelände seines Anwesens rund ein Dutzend zerfleischter Schafe entdeckt, sagte Sprecher Rey Thakuli am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Ranger entdeckten schnell, dass drei Tiere eines siebenköpfigen Löwenrudels dafür verantwortlich waren. Sie wurden zunächst erfolgreich in den im Westen des Landes gelegenen Karoo-Nationalpark zurückgescheucht, brachen aber nur wenige Stunden später wieder aus. Nachdem sie von einem Helikopter aus entdeckt worden waren, wurden Ranger in Marsch gesetzt. Sie erschossen das Rudel, um eine Gefahr für die Menschen der Region auszuschließen.

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Südafrika ist für seine Naturschutzgebiete und wilden Tiere weltweit bekannt. Allerdings sind dort und in vielen anderen afrikanischen Ländern etliche Tierarten unter anderem durch Wilderei und Habitatverlust bedroht. Die Population von Löwen in Afrika ist in den vergangenen 20 Jahren um die Hälfte geschrumpft, wie die Naturschutzunion (IUCN) betont.