Hunde sollen im Kampf gegen Corona helfen. Foto: AFP/Pool/Carl Court

Hunde mit ihrem phänomenalen Geruchssinn können darauf trainiert werden, krankhafte Veränderungen im Körper aufzuspüren. Sie können etwa vor epileptischen Anfällen warnen oder vor Blutzuckerkrisen bei Diabetespatienten. Der Gedanke liegt nahe, sie auch in der Coronakrise einzusetzen. Genau das wird jetzt in Großbritannien angegangen.

Hunde sollen dort dafür trainiert werden, mit ihrer Spürnase möglicherweise Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus zu erschnüffeln. Die Wohlfahrtsorganisation Medical Detection Dogs (etwa: Hunde in der medizinischen Diagnose) ging für dieses Projekt eine Partnerschaft mit Wissenschaftlern ein, wie sie mitteilte. Den Plänen zufolge sollen die feinen Nasen der Vierbeiner innerhalb von sechs Wochen derart für den von Covid-19 (der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit) ausgehenden Geruch sensibilisiert werden, dass sie zur Diagnose eingesetzt werden können.

„Grundsätzlich sind wir uns sicher, dass Hunde Covid-19 entdecken könnten“, erklärte die Vorsitzende von Medical Detection Dogs, Claire Guest. Derzeit würden noch Methoden geprüft, wie der von Corona-Patienten ausgehende Geruch eingefangen werden könne, um ihn den Hundenasen zu präsentieren. Grundsätzlich würden sie auf die gleiche Weise trainiert, wie Hunde, die bereits darauf trainiert wurden, Krankheiten wie Krebs, Parkinson oder bakterielle Infektionen zu erkennen. Hunde seien auch in der Lage, feine Temperaturänderungen der Haut zu erfassen, so dass sie möglicherweise auch erkennen könnten, ob jemand Fieber hat. Damit könnten die Schnüffelnasen auch eingesetzt werden, um mit dem Virus infizierte Personen zu identifizieren, die in ein Land einreisen. (mit AFP)