Der Big-Wave-Surfer Sebastian Steudtner aus Deutschland reitet am Praia do Norte oder Nordstrand auf einer großen Welle. (Archivbild)
Der Big-Wave-Surfer Sebastian Steudtner aus Deutschland reitet am Praia do Norte oder Nordstrand auf einer großen Welle. (Archivbild) dpa/Henrique Casinhas/SOPA Images via ZUMA Wire

Tragisches Unglück in der portugiesischen Surfer-Hochburg Nazaré. Dort wo Profis in jedem Jahr auf riesigen Wellen reiten, hat dieser Extremsport jetzt einen Brasilianer das Leben gekostet.

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Die Szene der Big-Wave-Surfer trauert um den Marcio Freire. Der 47-Jährige ist am berühmten Spot Nazaré in Portugal ums Leben gekommen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf lokale Behörden.

„Ein 47-jähriger Mann brasilianischer Nationalität starb heute Nachmittag, nachdem er beim Surfen in Praia do Norte gestürzt war“, hieß es in einer Erklärung der nationalen Schifffahrtsbehörde. 

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Marcio Freire war beim sogenannten Tow-in-Surfen gestürzt und erlitt einen Herz- und Atemstillstand. Die Wiederbelebungsversuche am Praia do Norte scheiterten. Medienberichten zufolge galt der Mann als erfahrener Surfer. Er hatte laut der Zeitung Correio da manha in einem Dokumentarfilm mitgewirkt, in dem gezeigt wurde, wie er mit zwei Freunden nach Hawaii zog, um dort auf hohen Wellen zu surfen.

Beim Tow-in-Surfen werden die Sportler von einem Jet-Ski oder sogar Hubschraubern in die brechenden Wellen gezogen, weil diese wegen ihrer Größe nicht mehr durch Paddeln erreicht werden können.

In Nazaré werden die Wellen über 20 Meter hoch

Nazaré ist ein Hotspot für Big-Wave-Surfer, vor der kleinen Stadt am Atlantik brechen die größten Wellen der Welt. Der Nürnberger Sebastian Steudtner bezwang hier im Oktober 2020 eine 26,21 Meter hohe Welle und führt damit die Rekordjagd an.

Rund um den tragischen Unfall von Freire, der große Bestürzung auslöste, sollen nun laut der Behörden „keine außerordentlich gefährlichen“ Bedingungen geherrscht haben. „Wir haben einen von uns verloren“, schrieb Nic von Rupp, ein portugiesischer Surfer mit deutschen Wurzeln bei Instagram.

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Seitdem die Szene Anfang der 2010er-Jahre immer stärker in Nazaré vertreten war, kam es wiederholt zu Zwischenfällen. Einen Todesfall hatte es bislang noch nicht gegeben.