Prinz Philip mit seiner Ehefrau, der britischen Queen. Foto: Imago/Steve Vas

Prinz Philip, der Ehemann der britischen Königin Elizabeth II., ist im Alter von 99 Jahren gestorben. Das teilte der Buckingham-Palast am Freitag in London mit. Zuletzt musste der Duke of Edinburgh, der am 10. Juni 1921 auf der griechischen Insel Korfu geboren wurde, eine längere Zeit im Krankenhaus verbringen. Er sei am Freitagmorgen „friedlich im Schloss von Windsor“ gestorben, teilte der Buckingham-Palast mit.

Prinz Philip war stets an der Seite der britischen Königin und war unter anderem bekannt für seine undiplomatischen Witze. So sagte er bei einem Besuch in Cairns 2002 zu australischen Ureinwohnern: „Werft ihr immer noch Speere aufeinander?“ – oder 1963 bei einem Besuch in Paraguay, das damals von einem Diktator regiert wurde: „Es ist schön, in einem Land zu sein, das nicht vom Volk regiert wird.“ Über seine Tochter Prinzessin Anne sagte der Ehemann von Königin Elizabeth II.: „Wenn es nicht furzt oder Heu frisst, ist sie nicht interessiert.“ 

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Prinz Philip wurde „der Deutsche“ genannt

Er stammte aus eine griechischen Königsfamilie und wurde „der Deutsche“ genannt, weil in seiner Familie väterlicherseits Prinzen von Schleswig-Holstein waren. Im weit verzweigten Stammbaum von Prinz Philip kommen viele Deutsche vor. Seine Mutter Prinzessin Alice von Battenberg stammte aus dem Geschlecht der Großherzöge von Hessen. Sie war die Urenkelin der britischen Queen Victoria. Philip besuchte zeitweise die Eliteschule Salem in Süddeutschland und sprach gut Deutsch. 

Die Kindheit war nicht glücklich, die Ehe der Eltern scheiterte früh. Die Familie musste ins Exil nach Paris und war dort auf das Wohlwollen von Verwandten angewiesen. Die Mutter erkrankte psychisch. Jahrelang sah Philip seine Eltern so gut wie nicht. Als Philip einmal nach dem Zuhause seiner Kindheit gefragt wurde, sagte er: „Was heißt Zuhause? Ich hab mich durchgeschlagen. Wie man das halt so macht.“ Als 18-Jähriger begann er, mit der damals 13-jährigen Elizabeth Briefe auszutauschen. Die Queen sprach später von Liebe auf den ersten Blick. 

Am 20. November 1947 läuteten in Londons Westminster Abbey die Hochzeitsglocken. Für die Heirat verzichtete Philip auf den Titel Prinz von Griechenland. Philip bekam folgende Titel zugesprochen: Herzog von Edinburgh, Graf von Merioneth, Baron Greenwich und His Royal Highness – Seine Königliche Hoheit. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Leutnant in der britischen Marine. Seine Karriere dort musste er allerdings im Jahr der Krönung aufgeben. Als Prinzgemahl lernte er dafür das Fliegen, was zur Leidenschaft wurde. Philip war lange Schirmherr Hunderter Organisationen und galt bis ins hohe Alter als sehr fleißiger Royal. Das Königspaar hat vier Kinder.