Prinz Harry wirft seinem Vater vor, dass er „von mir erwartet, dass ich wie er leide, weil ich ebenfalls in einen Kreislauf von angeborenem Schmerz und Leiden hineingeboren wurde“. imago

Laut dem Enthüllungsbuch „Brothers and Wives“ von Christopher Andersen war es Prinz Charles, der sich vor Ehefrau Camilla über die Hautfarbe seines zukünftigen Enkelsohnes Archie Sorgen gemacht haben soll. Der Buckingham-Palast dementiert das vehement, doch das Verhältnis zwischen dem Thronfolger und Sohn Harry soll danach zerbrochen sein. Bis jetzt. Laut der New York Post sollen Vater und Sohn jetzt wieder miteinander reden.

Ein Palast-Insider wird zitiert: „Charles war tief getroffen, als Harry und Meghan die Familie im Stich gelassen haben und nach Übersee gezogen sind. Danach hat für eine ganze Weile Funkstille geherrscht, doch jetzt sind Kommunikationskanäle wieder offen.“ Was nicht heißt, dass das Verhältnis so gut wie früher ist oder beide „wöchentlich am Telefon tiefe Gespräche führen“. Laut dem Insider ist es nur eine vorsichtige Annäherung, denn „es ist längst nicht alles o. k.!“ Somit ist es auch möglich, dass Prinz Charles bald seine Enkeltochter Lilibet zum ersten Mal persönlich sehen darf – er kennt sie bislang nur von Bildern.

Harry hatte bei Oprah Winfrey schmutzige Familienwäsche gewaschen

Im März hatte Harry im Interview mit Oprah Winfrey offen schmutzige Familienwäsche gewaschen. Er behauptete, dass sowohl sein Vater als auch sein Bruder William wie in einer Falle sitzen, weil sie die Erwartungen als Royals erfüllen müssen. Und dass sein Vater „von mir erwartet, dass ich wie er leide, weil ich ebenfalls in einen Kreislauf von angeborenem Schmerz und Leiden hineingeboren wurde“. Was Harry ihm besonders übelnahm: „Nur weil du selbst leiden musstest, heißt das doch nicht, dass deine Kids ebenfalls leiden müssen!“

Der britische Prinz Harry und die US-amerikanische Schauspielerin Meghan Markle nach Bekanntgabe ihrer Verlobung im November 2017. dpa/PA WireDominic Lipinski

Eine weitere Behauptung von Harry, dass sein Vater ihn finanziell abgeschnitten habe, widerlegte der offizielle Finanzbericht aus dem Buckingham-Palast im Sommer. Danach habe Prinz Charles seine Söhne 2020 mit 6,3 Millionen Dollar unterstützt.

Ursprünglich sollten sich Vater und Sohn im Juni zu einem gemeinsamen Abendessen treffen und über ihre Differenzen reden. Doch das Dinner fand nie statt.

Der britische Prinz Harry (l.), Herzog von Sussex, und seine Frau Meghan, Herzogin von Sussex, mit Sohn Archie PA Wire/dpa

Der Bericht, wonach Prinz Charles hinter einer von Herzogin Meghan angeprangerten rassistischen Äußerung in der britischen Königsfamilie stecken soll, ist von Palastkreisen als „Fiktion“ bezeichnet worden.

Der US-amerikanische Autor Christopher Anderson hatte in einem neuen Buch über die Royals von einem entsprechenden Dialog zwischen Charles und seiner Frau Camilla (74) berichtet. Dabei soll sich der 73-jährige Thronfolger nach der mutmaßlichen Hautfarbe der künftigen Kinder Meghans (40) und seines Sohnes Prinz Harry (37) erkundigt haben.

Der Vorwurf, einer der Royals habe über die Hautfarbe der Kinder von Harry und Meghan spekuliert, stammt aus dem Aufsehen erregenden Fernsehinterview, das die beiden im März US-Moderatorin Oprah Winfrey gegeben hatten.