Der kleine Noah wanderte 40 Stunden Facebook

Portugal feiert ein kleines Wunder: Ein seit dem frühen Mittwochmorgen vermisstes zweieinhalbjähriges Kind ist nach 40 Stunden in einem Waldgebiet der Gemeinde Proença-a-Velha lebend gefunden worden – in etwa vier Kilometer Entfernung von der Wohnung der Eltern. Der kleine Noah sei am Donnerstag kurz nach 20 Uhr (21 MESZ) von Passanten gesehen worden, die sofort die Polizei alarmiert hätten, berichteten die Zeitung „Diário de Notícias“ und andere Medien am Freitag unter Berufung auf die Behörden.

Noah hatte nur kleine Kratzer

Der Junge sei vermutlich weggelaufen, es gebe keine Hinweise auf Fremdverschulden, sagte ein Polizeisprecher. Das Kind weise leichte Kratzer auf und sei geschwächt, ansonsten gehe es ihm aber gut. Aus Sicherheitsgründen habe es die Nacht in einer Klinik in Castelo Branco ca. 200 Kilometer nordöstlich von Lissabon verbracht.

Die Suche nach Noah, an der fast 130 Angehörige des Zivilschutzes, von Polizei und Feuerwehr mit Hilfe von Drohnen und Freiwilligen teilgenommen hatten, hatte ganz Portugal in Atem gehalten. Am Freitag war die gute Nachricht Hauptthema vieler TV-Sendungen und auch in den sozialen Netzwerken. Die Zeitung „Correio da Manha“ und andere Medien titelten unisono: „Ein Wunder!“.