Polizeihund Arlo wurde angeschossen. Allerdings von seinem Kollegen. Foto: Thurston County Police

Nach einer Jagd auf einen Verdächtigen wurde Polizeihund „Arlo“ angeschossen und musste operiert werden. Die Cops in Thurston County eröffneten ein Spendenkonto für ihren vierbeinigen Kollegen, der zudem auf TikTok und Instagram zum Star wurde. Nur dass sich jetzt herausstellt: Die Story stimmte nicht. Arlo wurde nicht von einem Verdächtigen, sondern von seinem wild um sich schießenden Cop-Kollegen getroffen.

Die Polizeibehörde von Thurston County hatte den Medien versichert, dass ein Verdächtiger geflohen und dann das Feuer auf zwei Beamte und den Polizeihund eröffnet hatte. Dabei sei Arlo getroffen worden. Der heldenhafte Schäferhund musste schwer verletzt unters Messer. Dank Berichte in ganz Amerika über den Heldenhund kamen mehr als 73.000 Dollar zusammen, mit der Arlos Tierarztkosten bezahlt werden konnten.

Lesen Sie auch: Berliner Hundetherapeutin fordert Nachhilfe für die Polizei >>

Erst zwei Monate später berichtete die örtliche Zeitung „The Olympian“ noch einmal über den Vorfall. Denn der angeblich bewaffnete Verdächtige, der sich laut offizieller Angaben einen Schusswechsel geliefert hatte, war gar nicht bewaffnet gewesen. Die Pistole, die bei ihm gefunden wurde, war eine Attrappe. Stattdessen wollte er davonlaufen, als die Cops das Feuer auf ihn eröffneten. Drei Kugeln trafen den Mann und verletzten ihn schwer. Zwei weitere trafen Arlo.

Polizeisprecher Jason Dracolby dementiert, dass die Polizei absichtlich gelogen hat: „Wir haben nie direkt behauptet, dass der Hund vom Verdächtigen angeschossen wurde.“ Dass die Dienststelle auch nach Herauskommen des offiziellen Berichts weiterhin Spenden für Arlo mithilfe der „Fake News Story“ sammelte, wollte er nicht kommentieren.