Der Polizist Austin Lee Edwards.
Der Polizist Austin Lee Edwards. Police

Der Fall eines mörderischen Polizisten aus Virginia erschüttert dieser Tage nicht nur Amerika. Austin Lee Edwards hatte sich im Internet als Teenager ausgegeben und dadurch die genauen Wohnort einer 15-Jährigen herausbekommen. Dann fuhr der 28-Jährige quer durchs Land in die kalifornische Stadt Riverside, wo er die Großeltern und die Mutter des Mädchens erschoss und das Highschool-Girl in seinen Wagen zwang. Nur einem aufmerksamen Nachbarn ist zu verdanken, dass Edwards sein Opfer nicht in sein bereits vorbereitetes Verlies bringen konnte.

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Polizist gab sich im Chat als 17-Jähriger aus

Laut der Polizei hatte sich Edwards online als 17-Jähriger ausgegeben und monatelang mit der kalifornischen Highschool-Schülerin gechattet. Durch diese „Catfishing“ genannte Methode bekam er alle wichtigen Informationen über das Mädchen heraus. Das ahnte nicht, welch grausames Schicksal ihr noch bevorstand. Der Assistenz-Sheriff plante scheinbar schon länger ihre Entführung und kaufte sich am 14. November in dem ländlichen Örtchen Saltville (Virginia) ein abgelegenes Haus. Wie ein Anwohner „TMZ“ sagte, hatte der neue Besitzer als allererstes die Fenster mit schwarzer Folie beklebt, so dass niemand von außen hineingucken konnte.

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Am 25. November später stürmte der bewaffnete Edwards im 4500 km entfernten Kalifornien das Haus der 15-Jährigen, die dort mit ihren Großeltern Mark (69) und Sharie Winek (65) und ihrer Mutter Brooke (38) lebte. Laut eines Insiders in der Daily Mail fesselte und knebelte Edwards die drei Erwachsenen, erschoss sie später und legte dann ein Feuer. Anschließend fuhr er mit dem Teenie-Mädchen davon.

Deren Tante Michelle Blandin enthüllte auf einer Pressekonferenz, dass ein aufmerksamer Nachbar die Polizei verständigt hatte: „Er sah, wie meine weinende Nichte von einem Fremden in dessen Wagen gezwungen wurde. Er hat sofort den Notruf gewählt und meiner Nichte damit wohl das Leben gerettet.“ Als die Polizei eintraf, entdeckten sie die Leichen im Haus. Sofort wurde eine Großfahndung eingeleitet. 

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15-Jährige schwer traumatisiert

Drei Stunden später konnte die Polizei Edwards roten Kia Soul auf einer Bundesstraße in der Mojave Wüste stellen. Es kam zu einem Schusswechsel. Als der Killer realisierte, dass er keine Chance hatte, richtete er sich selbst mit einem Schuss hin. Sein Opfer blieb unverletzt. Riverside Polizeichef Larry Gonzalez: „Das Mädchen ist schwer traumatisiert und wird therapeutisch behandelt. Wir wissen nicht, ob sie wusste, dass Edwards nach Kalifornien kommen wollte. Es wird dauern, bis wir sie befragen können.“

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Michelle Blandin hat eine GoFundMe-Spendenseite ins Leben gerufen, mit der sie Geld für ihre Nichte und deren ältere Schwester (diese war zum Glück nicht zuhause) sammeln will. Sie appelliert an andere Eltern: „Passt auf, was eure Kinder online machen und fragt sie, mit wem sie chatten. “

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