Böller werden dieses Jahr in Deutschland nicht verkauft. (Symbolbild) Foto: imago images/Gottfried Czepluch

In diesem Jahr dürfen in ganz Deutschland keine Feuerwerkskörper verkauft werden. Ein 17-Jähriger aus einem kleinen Ort im Hunsrück wollte daher offenbar selbst Böller basteln - und konnte dabei gerade noch von der Polizei gestoppt werden. Denn der Jugendliche hätte mit seinen Versuchen nicht nur sein Leben gefährden können.

Vier Kilo Chemikalien stellten die Beamten bei dem Teenager sicher. Zusammen mit einem Freund und einer Anleitung aus dem Internet habe er selbst Böller herstellen wollen, teilte die Polizei in Zell (Mosel) mit. „Die aufgefundene Menge hätte nach Einschätzung der eingesetzten Beamten sicher ausgereicht, um das ganze Wohnhaus in die Luft zu sprengen“, heißt es. 

Lesen Sie auch: Livestreams, Fernsehen, Spiele: Mit diesen KURIER-Tipps rutschen Sie gut ins neue Jahr >>

Da die Chemikalien aber noch nicht vermischt wurden, sei kein Strafverfahren eingeleitet worden. „Trotzdem sind die Hobby-Chemiker eindringlich im Beisein der staunenden Eltern auf die erheblichen Gefahren im Umgang mit den im Schlafzimmer versteckten Laboraten hingewiesen worden“, teilte die Polizei mit. Die über das Internet bestellten Stoffe würden nun als Gefahrgut vernichtet.

Werden bestimmte Chemikalien in einer gewissen Menge von Privatleuten bestellt, ist das meldepflichtig. Die Polizei bekommt dann einen Hinweis und überprüft gegebenenfalls, was mit den Chemikalien passiert. Das soll die illegale Herstellung von Sprengstoff oder auch Drogen verhindern. In diesem Fall ging alles noch einmal gut.