Die Bundespolizei hatte die Frau aufgegriffen. Foto: Imago/Waldmüller

Die Bundespolizei hat eine Schwarzfahrerin mit 2,8 Promille im Blut vermutlich vor dem Erfrieren gerettet. Wie die Polizei mitteilte, sei die Tschechin am Montag um 22 Uhr ohne Fahrschein in einem Regionalexpress in Cuxhaven angekommen. „Wegen der tiefen Temperaturen drohte sie bei einer vorzeitigen Entlassung im Stadtgebiet zu erfrieren“, sagte ein Polizeisprecher. Daraufhin wurde die 45-Jährige in Gewahrsam genommen.

Ein Richter habe die Maßnahme bestätigt, ein hinzugerufener Arzt hätte zudem die Gewahrsamsfähigkeit der Frau festgestellt, so die Polizei weiter. Sowohl im Nachtdienst, im Frühdienst als auch im Spätdienst der Wache sei „jeweils eine Bundespolizistin im Dienst“ gewesen. Die Beamtinnen hätten die stark alkoholisierte Frau bei geöffneter Tür des Gewahrsamsraums beaufsichtigt und ihre Atmung überwacht.

Als der hohe Alkoholpegel um 13.30 Uhr auf 1,4 Promille gefallen war und die Polizei in Himmelpforten eine Anlaufstelle im Landkreis Stade bestätigt hatte, wurde die Dame von der Polizei zum Bahnhof gebracht und in den richtigen Zug gesetzt.