Anti-Terror-Einheiten der GSG9 bei einem Übungseinsatz. Foto: Imagoimages/Chris Emil Janße

Im Rahmen der Anti-Terror-Bekämpfung hat die Polizei bei einem Großeinsatz am Freitag einen Islamisten im Landkreis Lüneburg festgenommen. Anlass waren nach offiziellen Angaben „ernstzunehmende Hinweise auf unmittelbar bevorstehende schwere Straftaten“, wie die Polizei am Freitagabend mitteilte. Zuerst hatte der NDR über die Festnahme berichtet.

Die Fahndung sei kurzfristig und „aufgrund der vorliegenden Hinweise“ erfolgt. Weitere Details zu der Festnahme und den Hintergründen wurden zunächst nicht mitgeteilt. Um welche befürchteten Straftaten konkret es sich handelt, sagt die Polizei ebenfalls nicht.

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Die der islamistischen Szene zugerechnete Person wurde nach einem Beschluss des Amtsgerichts Lüneburg in Langzeitgewahrsam genommen. Hier kann der Verdächtige auf Grundlage des niedersächsischen Gefahrenabwehrgesetzes bis zu 14 Tage festgehalten werden. Die weiteren Ermittlungen dauern nach Angaben einer Polizeisprecherin weiter an.

Nach dem islamistisch motivierten Anschlag in Österreich hatten Ermittler am Freitag die Wohnungen von vier jungen Männern in Deutschland durchsucht. Dazu zählten auch zwei Männer in Osnabrück. Sie gelten nicht als tatverdächtig, sollen aber direkt oder indirekt Verbindungen zu dem österreichischen Attentäter gehabt haben. Eine weitere Durchsuchung bei einem mutmaßlichen Salafisten in Bremen gehörte ebenfalls zu diesen Ermittlungen.