Touristen bevölkern die Ausgehzonen der Balearen-Insel Mallorca im Mai. imago

Deutsche Touristen auf Mallorca haben nicht den besten Ruf: Einheimische freuen sich über die Einnahmen aus Getränken, die die Feierlustigen im Ballermann & Co. literweise konsumieren. Doch viele Inselbewohner schauen mit Befremden auf die wilden Party-Exzesse der Touristen. Nun ein Vorfall, der alle Vorurteile gegenüber den ungeliebten Teutonen bestätigt: Es geht um ein Feuer, das eine Horde Deutscher gelegt haben soll.

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Jetzt ist der deutsche Feier-Tourismus auf Mallorca zu einem Fall für die Kriminalpolizei geworden: 13 deutsche Urlauber sind auf der Baleareninsel festgenommen worden, weil sie einen Brand in einem Restaurant unweit des Ballermanns ausgelöst haben sollen. Sie hätten auf dem Balkon ihres Hotels gefeiert und dabei Zigarettenkippen auf das Vordach aus Schilfrohr der Gaststätte Why Not im Erdgeschoss geschnippt. Das Dach fing am Freitagnachmittag Feuer. Woher in Deutschland die Festgenommenen stammen, blieb zunächst unklar.

Die Geschädigte ist ebenfalls Deutsche, die Wirtin Alice Klotz. Sie macht einen Schaden von etwa 150.000 Euro geltend. Zwei Menschen wurden bei dem Vorfall leicht verletzt, schreibt die Mallorca Zeitung.

Keine Corona-Maßnahmen mehr auf Mallorca: Wilde Feiern, Schlägereien und Diebstahl am Ballermann

Das Feuer könnte für die Touristen noch ein Nachspiel haben: Die Trinkparty am Samstagabend fällt ohnehin aus. Stattdessen sollen sie am Samstagabend einem Richter vorgeführt werden, der über das weitere Verfahren entscheiden soll. Dabei wird es auch darum gehen, ob die Urlauber den Brand absichtlich auslösten oder nur extrem fahrlässig handelten.

Derzeit wird wieder wie vor Corona wild am Ballermann gefeiert. Es gelten praktisch keine Corona-Maßnahmen mehr auf Mallorca. In den vergangenen Wochen kam es vermehrt zu Schlägereien und Diebstählen in der deutschen Urlauberhochburg. Doch das ist erst der Anfang: In den bevorstehenden Pfingstferien (gibt es in Berlin nicht, aber in Bayern und Baden-Württemberg) werden noch deutlich mehr deutsche Urlauber erwartet.