Ein Gebüsch in Ferdinandshof: Hier wurde das Mädchen missbraucht. Foto: Christopher Niemann

Nachdem am Wochenende ein sechsjähriges Mädchen im Ferdinandshof von einem 18-Jährigen missbraucht worden sein soll, herrscht noch immer Unruhe in dem kleinen Ort in Vorpommern. Dazu tragen auch die Nachwirkungen des Falls bei.

So wurde beispielsweise am Montag die Wohnung des mutmaßlichen Täters in Ferdinandshof durchsucht und es wurden auch Dinge beschlagnahmt und in einem braunen Karton abtransportiert. Worum es sich handelte, konnte Polizeisprecherin Claudia Tupeit nicht verraten, wies aber darauf hin, dass eine Durchsuchung nach einem solchen Fall ein normaler Vorgang sei. Es habe keine neuen Entwicklungen gegeben, die eine Durchsuchung zusätzlich notwendig gemacht hätten, sagte sie dem KURIER.

Die Menschen im Ort, der so beschaulich wirkt, seien schockiert, hatte Bürgermeister Gerd Hamm dem „Nordkurier“ gesagt. Einige wendeten sich nun auch an die Öffentlichkeit. So erzählte ein 17-Jähriger dem Sender „RTL“ er kenne den Verdächtigen aus der Schule und habe ihn am Tattag mit einem kleinen Mädchen die Straße entlang gehen sehen. Auch eine Frau meldete sich bei dem Sender und sagte, sie habe den 18-Jährigen gesehen, wie er dem Mädchen Blumen angeboten habe, sei aber weiter gegangen. Als Zeuge bei der Polizei, so sagte es Sprecherin Tupeit, seien die beiden allerdings nicht in Erscheinung getreten. Am Tattag selbst hätten andere Zeugen eine wichtige Rolle gespielt.