Viele Kliniken sind an ihrer Belastungsgrenze. Es kommt zu Spannungen. (Symbolbild)
Viele Kliniken sind an ihrer Belastungsgrenze. Es kommt zu Spannungen. (Symbolbild) dpa/Marcus Brandt

Die Kliniken im Land sind an ihrer Belastungsgrenze. Neben den vielen Patienten kommt das Problem fehlenden Personals dazu. Viele Ärzte und Pflegekräfte sind selbst krank. Und jetzt das noch: Diejenigen, die sich darum kümmern, dass es nicht noch chaotischer wird, dass der Betrieb in den Krankenhäusern möglichst gut läuft, werden zunehmend angepöbelt und bedroht. Immer mehr Übergriffe sind zu verzeichnen.

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So mehren sich nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Angriffe auf das Krankenhauspersonal. „Es häufen sich Fälle von Androhung oder der tatsächlichen Ausübung psychischer und physischer Gewalt gegenüber dem Gesundheitspersonal“, sagte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt der Düsseldorfer Rheinischen Post (Samstag).

Sie beklagte Personalknappheit und Zeitdruck in den Kliniken, dadurch sei eine gute Einbindung der Eltern oft nur unzureichend möglich. Das führe zu Informationsverlusten, der Häufung von Beschwerden und wachsender Anspannung auf allen Seiten. Zudem müssten kranke Kinder auf Krankenhausfluren übernachten und Eltern mit kranken Kindern teilweise stundenlang in den Notaufnahmen sitzen. Kurzfristige Abhilfe sieht Hasselfeldt nicht. Das Pflegefachpersonal müsse aber dringend entlastet werden.

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Auch die Deutsche Krankenhausgesellschaft schätzt die Lage in den Kinderkliniken als weiter schwierig ein. „Pflegekräfte aus den Erwachsenenstationen können nur bedingt die Engpässe auf den Kinderstationen lindern, da in der Pädiatrie auf ihren Bereich hoch spezialisierte Fachkräfte arbeiten“, sagte der Vorsitzende Gerald Gaß der Zeitung. Dennoch organisierten die Krankenhäuser diese Umschichtungen.