Ein Mann ist in Bad Sulza (Thüringen) beim Rasenmähen in ein Erdloch gefallen.
Ein Mann ist in Bad Sulza (Thüringen) beim Rasenmähen in ein Erdloch gefallen. dpa/Bodo Schackow

Bizarrer Unfall im thüringischen Bad Sulza. Dort kam am Montag ein Mann auf tragische Weisen beim Rasenmähen ums Leben – plötzlich tat sich die Erde auf und verschluckte den 62-Jährigen. Sechs Meter tief ist das plötzlich entstandene Loch, in das der Mann stürzte.

Auf der Suche nach ihrem Mann fand die Ehefrau später nur noch den Rasenmäher und ein Loch im Garten vor. Rettungskräfte konnten den Mann nur noch tot aus dem Loch bergen.

Lesen Sie auch: Potenzial wie fünf Atomkraftwerke: Wird die Deutsche Bahn mit DIESEM Projekt zum Mega-Stromproduzenten? >>

Die Erde habe auch während der Rettungsmaßnahmen stetig nachgegeben, sagte der Polizeisprecher. Könnte es zu weiteren Erdfällen in der Region kommen? „Die Sorge besteht auf jeden Fall.“ Die Einsturzstelle war am Montag weitläufig in einem Radius von gut 50 Metern abgesperrt.

Lesen sie auch: TV-Moderatorin Andrea Otto mit nur 47 Jahren verstorben >>

Die Ursache für das etwa sechs Meter tiefe und ein Meter breite Loch bleibt bisher offen. „Im Moment können wir leider zur Ursache des Ereignisses noch nichts sagen“, sagte der Präsident des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN), Mario Suckert, am Montagabend. Mitarbeiter seien zeitnah nach dem Unglück vor Ort gewesen, um zu prüfen, wie es dazu kommen konnte.

Bergbaufolgen: Erde gibt in Thüringen häufiger nach

Ob es sich tatsächlich um einen Erdfall handelt oder um einen sogenannten Tagesbruch, der von einem Altbergbau herrührt, bleibe nun zu prüfen, sagte Suckert. Bei Erdfällen handelt es sich um natürliche Ereignisse, die insbesondere durch wasserlösliche Gesteinsschichten entstehen. Diese lösen sich auf und darüber liegende, nicht wasserlösliche Gesteinsschichten brechen in den entstandenen Hohlraum ein. In Thüringen kommt das etwa 20-mal im Jahr vor; in diesem Jahr bereits siebenmal.

Tagesbrüche hingegen entstehen meist durch Einsturz von unverfüllten Altbergwerkstollen im Untergrund, die dann bis zur Erdoberfläche durchbrechen, und sind nach Angaben des TLUBN eher selten.

Lesen Sie aktuelle Berliner Kriminalfälle hier  im Polizeiticker >>

Am Dienstag soll die Ursachenforschung weitergehen, unter anderem durch einen Abgleich mit den Karten und Unterlagen zum Altbergbau in der Region sowie der geologischen Beschaffenheit des Untergrundes. Dadurch lasse sich auch das weitere Vorgehen zur Sicherung der Einsturzstelle ableiten, hieß es beim Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz.

Lesen Sie auch: Mitten in Deutschland: Erbeben lässt den Boden erzittern >>