Der frühere brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck. Foto: Imago Images

Der frühere brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck, Vorsitzender der Einheits-Kommission der Bundesregierung, hätte sich statt des 3. Oktober ein anderes Datum als Nationalfeiertag gewünscht. Für ihn seien der 9. Oktober – an dem Tag fand 1989 die große Leipziger Demonstration statt – oder der 9. November besser geeignet, sagte der ehemalige SPD-Vorsitzende am Samstag im RBB Inforadio. Am 9. November 1989 war die Mauer gefallen, die DDR öffnete damals die Grenze.

Die beiden Tage seien „hochgradig emotional besetzt“, während der 3. Oktober eher der Verwaltungsvollzug der deutschen Einheit gewesen sei, „aber nicht mehr mit der emotionalen Wucht“, sagte Platzeck. Der 3. Oktober 1990 sei aber ein wichtiger Tag in der deutschen Geschichte, betonte der frühere DDR-Bürgerrechtler.

An diesem Sonnabendmittag wird in Potsdam die „Einheits-Expo“ zum 30. Jahrestag der deutschen Einheit eröffnet. Brandenburg hat in diesem Jahr den Vorsitz im Bundesrat und richtet deshalb die Feier zum Jubiläum aus. Wegen der Corona-Pandemie gibt es aber nicht das traditionelle Volksfest zum 3. Oktober, sondern eine Schau, die über 30 Tage geht.