Timothy Pelc spritzt Weihwasser in Richtung seiner Gläubigen. Foto: dpa/Jim West

Obwohl er mit 72 Jahren selbst zur Risikogruppe gehört, wollte es sich der katholische Pfarrer Timothy Pelc aus der Stadt Grosse Pointe Park im US-Bundesstaat Michigan auch in Corona-Zeiten nicht nehmen lassen, die Osterkörbe seiner Gemeindemitglieder zu segnen. Dafür musste er nicht mal die Regeln brechen, sondern beschritt neue Wege.

Das Coronavirus macht Pfarrer erfinderisch

Während Pelc mit Mundmaske, einem Gesichtsschutz aus Plexiglas und Handschuhen vor der St. Amborise-Kirche wartete, konnten die Gläubigen mit ihren Autos in ihm vorbeifahren. Pelc bespritzte die Osterkörbe, die die Gemeindemitglieder aus dem Fenster hielten mit Weihwasser – aus sicherem Abstand mit einer Wasserpistole. Bei der Gemeinde kam das gut an.

Pfarrer Hans-Günther Sorge segnet seine Gemeinde aus dem fahrenden Auto heraus.
Foto: dpa/Moritz Frankenberg

Und auch in Deutschland wurden die Geistlichen zum Osterfest kreativ: In Hildesheim feierten 400 Menschen auf dem Schützenplatz einen „Drive-in-Gottesdienst“. Die rund 200 Autos parkten in mehreren Reihen und konnten so Pfarrer Hans-Günther Sorge sehen. Der Ton kam über das Autoradio. Fenster und Türen mussten, um Kontakt zu vermeiden, geschlossen bleiben. Für den Segen fuhr Pfarrer Sorge abschließend noch durch die Auto-Reihen.