Prinz Harry und Herzogin Meghan bei einer Gala am 10. November in New York AP/Craig Ruttle

Ganz schön peinlich für Herzogin Meghan (40). Die Gattin von Prinz Harry (36) musste in einem Gerichtsverfahren einräumen, nicht die Wahrheit gesagt zu haben. Und zwar über ihre Beteiligung an einer nicht autorisierten Biografie über Harry und sich selbst.

Anders als zuvor angegeben, habe sie doch Kenntnis gehabt, dass ihr früherer PR-Berater den Buchautoren Informationen habe zukommen lassen. Sie habe aber weder „den Wunsch noch die Absicht“ gehabt, „das Gericht in die Irre zu führen“.

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In dem Verfahren vor einem Londoner Berufungsgericht geht es eigentlich um einen Brief, den Meghan wenige Monate nach ihrer Hochzeit mit Harry im Mai 2018 an ihren Vater geschrieben hatte. Darin hatte sie ihn gebeten, nicht mehr mit Boulevardzeitungen zu sprechen und in Interviews keine falschen Behauptungen über sie aufzustellen.

PR-Berater von Meghan und Harry als Zeuge vor Gericht

Ihr Vater Thomas Markle, zu dem sie ein schwieriges Verhältnis hat, gab den handgeschriebenen Brief an die Zeitung „Mail on Sunday“ weiter, die ihn ebenso wie die „Daily Mail“ und das Internetportal „Mail Online“ in Auszügen veröffentlichte. Meghan hatte den Verlag der Zeitungen daraufhin verklagt und im Februar in erster Instanz Recht bekommen. Ein Richter am Londoner High Court stufte die Veröffentlichung als rechtswidrig ein.

Der Verlag ficht das Urteil nun vor einem Berufungsgericht an und stützt sich unter anderem auf die Zeugenaussage des ehemaligen PR-Beraters der Herzogin, Jason Knauf. Knauf sagte am Mittwoch vor Gericht aus, Meghan habe den Brief an ihren Vater in dem Bewusstsein verfasst, dass sein Inhalt durchsickern könnte.

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Dies habe Meghan ihm im August 2018 in einer Reihe von Textnachrichten deutlich zu verstehen gegeben, sagte Knauf. Die frühere US-Schauspielerin habe ihn auch darum gebeten, einen Entwurf des Briefs auf Formulierungen zu untersuchen, die für sie negativ ausgelegt werden könnten.

Jason Knauf räumte außerdem ein, die Autoren des Biografie-Buchs „Finding Freedom“, Omid Scobie und Carolyn Durand, mit Informationen versorgt zu haben. Meghan und Harry hatten dies bislang bestritten.

Die beiden hatten sich im April 2020 von ihren royalen Pflichten zurückgezogen und leben mit ihren beiden kleinen Kindern Archie und Lilibet in Kalifornien.