Die Zigarre war sein Markenzeichen: Rudi Assauer
Die Zigarre war sein Markenzeichen: Rudi Assauer imago

Die Vorgänge um den Tod der früheren Fußball-Ikone Rudi Assauer (✝74) werden immer undurchschaubarer. Der damals erfolgreiche Schalke-Manager soll ein Millionen-Vermögen angehäuft haben, dessen Verbleib jedoch völlig unklar ist.

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Im vergangenen Jahr schockierte die Wochenzeitung Die Zeit mit einem Bericht, demzufolge Assauer im Jahre 2019 geradezu mittellos verstorben ist. Laut Bestandsliste waren in seinem Besitz Gegenstände wie ein defekter Fernseher, eine Pfeife, ein defektes Brillengestell, ein beschädigter Glastisch.

Sieben Jahre zuvor hatte Assauer allerdings ein Testament bei einem Notar aufgesetzt, demzufolge er zu dem Zeitpunkt im Jahre 2014 ein Vermögen von 2,3 Millionen Euro gehabt haben soll. Wie Die Zeit jetzt berichtet, soll neben Assauers Tochter Bettina Michel in dem Dokument außerdem seine frühere Sekretärin Sabine Söldner und Assauers Freund, der Schönheitschirurg Heinz Bull, als Erben eingetragen worden sein. Ein Gutachter, der Chefarzt der Dortmunder Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Thomas Finkbeiner, hat dem Bericht zufolge jedoch festgestellt, dass Assauer zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht mehr im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte gewesen sei.

Was passiert mit Assauers Vermögen – und wo sind die Millionen abgeblieben?

Das Amtsgericht Recklinghausen ist diesem Gutachten laut Die Zeit nun gefolgt und hat das Testament für ungültig erklärt. Gerichtlich soll nun geklärt werden, was mit Rudi Assauers Vermögen geschehen soll. Was von den Millionen jedoch noch übrig ist oder wo diese abgeblieben sind, hatte Die Zeit im vergangenen Jahr angedeutet: Die Rede ist von einem „Schattenreich von Konten“ sowie Schließfächern bei der Volksbank Ruhr Mitte in Gelsenkirchen, auf die Assauers Tochter Zugriff gehabt haben soll. 

Dem Bericht zufolge soll die Staatsanwaltschaft Essen seit 2020 wegen Untreue gegen Bettina Michel sowie zwei frühere Bevollmächtigte. Ein Anwalt bestritt im Namen der Beschuldigten die Vorwürfe.