Nilpferde auf der ehemaligen Farm des Drogenbarons Pablo Escobar. Nach dessen Tod 1993 wurden die Tiere weiter gehalten, vermehrten sich zu einer 80-köpfigen Herde.  AFP/Cornare

Die vielen Nilpferde von Pablo Escobar erregten in jüngster Zeit immer wieder Aufsehen. Jetzt wurden einige der tierischen Schwergewichte auf der ehemaligen Farm des verstorbenen Drogenbarons in Kolumbien sterilisiert. Die Tiere hätten sich unkontrolliert vermehrt, erklärte die Umweltschutzorganisation Cornare.

Escobar hatte zwei Nilpferde sowie weitere exotische Tiere wie Giraffen, Zebras und Kängurus auf der Farm gehalten. Nach seinem Tod wurden alle Tiere verkauft – bis auf die Nilpferde. Diese pflanzten sich zu einer Herde von 80 Tieren fort.

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24 Nilpferden sei anhand von Pfeilen ein Medikament namens Gonacon verabreicht worden, teilte Cornare weiter mit. Dabei handle es sich um ein Verhütungsmittel, das sowohl bei Männchen als auch bei Weibchen wirksam sei. Weitere elf Nilpferde seien auf herkömmliche Art sterilisiert worden.

Größte Nilpferd-Herde außerhalb Afrikas

Die vermutlich größte Nilpferd-Herde außerhalb Afrikas hatte zunehmend für Probleme gesorgt. „Die Anwesenheit dieser Tiere in einem Ökosystem, das nicht ihr eigenes ist, hat Folgen wie die Verdrängung der örtlichen Fauna“, erklärte der Cornare-Mitarbeiter David Echeverri. Die Tiere hätten auch mehrfach Fischer angegriffen.

Nach Escobars Tod im Jahr 1993 hatte es Streit um den Besitz seiner 400 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Bogotá gelegenen Farm gegeben. Der private Tierpark „Hacienda Napoles“ wurde schließlich als Attraktion für Touristen geöffnet.