Urlauber suchen wie hier in Warnemünde an der Ostsee nach Abkühlung. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild

Das hochsommerliche Wetter hat am Sonnabend bereits morgens für einen Ansturm an den Ostsee-Stränden gesorgt. In der Lübecker Bucht sprangen die Strandampeln reihenweise auf Rot – das bedeutet, dass der Strand voll ist. An weiteren Stränden steht die Ampel auf Orange, hier sind nur noch wenige Plätze frei oder einzelne Abschnitte gesperrt.

Diese Strände an der Ostsee sind bereits voll:

Niendorf/Ostsee, Abschnitt 65–80

Timmendorfer Strand, Abschnitte 15–30 und 31–54

Scharbeutz Haffkrug Rettin

Mithilfe der Strandampeln im Internet wollen die Orte an der Lübecker Bucht die Strandbesucher zu weniger frequentierten Bereichen umleiten, damit die wegen der Corona-Pandemie geltenden Abstandsregeln am Strand eingehalten werden können.

Am Timmendorfer Strand wurden mehr Sicherheitskräfte eingestellt, um die geltenden Corona-Abstandsregeln kontrollieren zu können. Timmendorf appellierte an Tagesgäste, gar nicht erst anzureisen.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern stellen sich die Badeorte auf einen Gästeansturm ein - obwohl Tagestouristen aus anderen Bundesländern, also Besucher ohne gebuchte Übernachtung, coronabedingt noch nicht einreisen dürfen. Bei Zuwiderhandlung drohen Bußgelder von mindestens 150 Euro. Flächendeckende Kontrollen wird es laut Polizei zwar nicht geben. Doch würden der Anreiseverkehr und die Belegung der Strände genau beobachtet und gegebenenfalls auch steuernd eingegriffen, hieß es in einer Mitteilung des Landkreises Rostock.

Am Morgen herrschte bereits dichter Verkehr Richtung Ostsee. Reiseziele seien vor allem die Ferieninseln Rügen und Usedom, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei im vorpommerschen Grimmen.. Das zeige sich insbesondere am Fahrzeugaufkommen auf der Ostsee-Autobahn A20, aber auch auf der Bundesstraße 96, die von Berlin direkt nach Rügen führt.