Ein bisher nicht identifizierter Mann stürzte mitten in der Nacht ins Gleisbett einer S-Bahn-Strecke und wurde von mehreren Zügen überrollt (Symbolbild). dpa/Jonas Walzberg

Es ist das Oster-Wunder von Hamburg! Ein bisher nicht identifizierter Mann stürzt mitten in der Nacht ins Gleisbett einer S-Bahn-Strecke. Niemand bemerkt ihn. Er wird von einem Zug nach dem anderen überrollt, ehe ein Lokführer nach Stunden den Notruf wählt. Als Sanitäter den Mann bergen, erleben sie das kaum für möglich Gehaltene: Der Mann lebt!

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Noch besteht Lebensgefahr. „Der Mann wird derzeit operiert. Zwischen Sturz und Meldung lagen etwa drei Stunden. In dieser Zeit wurde er vermutlich von fünf Zügen überrollt“, bestätigt Bundespolizeisprecher Thomas Hippler in Bild.

Mann am Bahnhof Bergedorf lebensgefährlich verletzt

Gegen 1 Uhr in der Nacht zu Samstag sei der Mann am Bahnhof Bergedorf auf Höhe Weidenbaumsweg vom Bahnsteig in die Gleise gefallen. Erst gegen 3.15 Uhr wurde der Unfall bemerkt.

Die Bundespolizei bestätigt, dass der Mann ohne Fremdverschulden ins Gleisbett stürzte. Davon zeugen Aufnahmen aus Überwachungskameras, die ihn torkelnd zeigen. Vermutlich war er betrunken. Feuerwehrmänner und Sanitäter hievten den lebensgefährlich verletzten Mann auf den Bahnsteig. Er kam ins Klinikum Boberg, wo ihm der Oberschenkel amputiert werden musste.

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Aber wie kann es sein, dass der Mann mehr als zwei Stunden unbemerkt auf den Gleisen gelegen hat, von mehreren Zügen überrollt wurde, ehe jemand aufmerksam wurde? „Er stürzte ganz am Ende des Bahnsteigs, dort sah oder bemerkte ihn niemand. Besonders nicht in der Dunkelheit.“ Da S-Bahnen in der Regel nicht mit starken Scheinwerfern ausgerüstet sind, war der Mann für die Zugführer kaum zu erkennen.