Der Hauptbahnhof Erfurt in Thüringen. Hier ertappte die Polizei 14 Bauarbeiter ohne Masken und Fahrscheine. Foto: imago images/Mario Gentzel 

Die Polizei hat eine Gruppe von Bauarbeitern aus einem Zug in Thüringen geholt. Nach dem Hinweis einer Zugbegleiterin an die Polizei trafen die alarmierten Einsatzkräfte im Zug im Hauptbahnhof in Erfurt auf 14 rumänische Staatsbürger, die ohne Masken und gültige Fahrscheine in der Regionalbahn saßen, sagte eine Polizeisprecherin. Bei der Gruppe, die ausschließlich aus Männern bestand, handelte es sich um Bauarbeiter, die gegenüber der Polizei angaben, für eine in Frankfurt am Main ansässige Baufirma tätig zu sein.

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Eine der Personen konnte laut der Polizeisprecherin sehr gut deutsch sprechen und übersetzte die Folgemaßnahmen für seine Begleiter. Alle 14 Bauarbeiter wurden mit zur Dienststelle genommen. Hier wurden sie durchsucht und ihre Personalien überprüft. Bei der Durchsuchung fiel laut Polizei auf, dass keiner der Männer Bargeld hatte und nur persönliche Gegenstände mitgeführt wurden.

Bei der Überprüfung der Männer im polizeilichen Informationssystem stellten die Beamten fest, dass zwei der Männer von der Staatsanwaltschaft Essen wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und einem besonders schweren Fall des Diebstahls zur Aufenthaltsermittlung gesucht werden. Ihnen wurde eine Zustellungsbevollmächtigte zugewiesen.

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Alle Männer bekamen eine Strafanzeige wegen Leistungserschleichung und des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. Nach Rücksprache mit dem Arbeitgeber konnten die Personen in Erfurt abgeholt werden und ihre Reise fortsetzen.