US-Australian actress Nicole Kidman arrives for the premiere of "Being The Ricardos" at the Academy Museum on December 6, 2021 in Los Angeles. (Photo by VALERIE MACON / AFP) Valerie Macon/AFP

„Ich war selbst depressiv und habe einfach die Gefahr nicht gesehen, die diese Rolle für mich darstellte.“ 2003 gewann Nicole Kidman den Oscar als „Beste Hauptdarstellerin“ in „The Hours“. Jetzt enthüllte die 54-Jährige, dass sie wegen des Filmdramas in Depressionen verfallen war. Und noch schlimmer: Sie fühlte sich in ihrer Rolle als suizidale Autorin Virginia Woolf wie gefangen.

Nicole Kidman in ihrer Rolle als Virginia Woolf bei den Dreharbeiten zum Film „The Hours“ mit Regisseur Stephen Daldry. Imago Images

Die australische Schauspielerin musste die psychisch schwer gezeichnete Schriftstellerin bis zu deren Selbstmord spielen. Woolf hatte sich in einem Fluss selbst ertränkt. Dem Radiosender „BBC Radio 4“ verriet Kidman dazu: „Ich musste mir Steine in die Manteltasche stecken und in den Fluss waten. Immer und immer wieder. Ich habe damals einfach die Auswirkungen auf meine eigene Psyche nicht vorhergesehen – und auch, wie groß Virginias Einfluss auf mich sein würde.“

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Schauspieler Nicole Kidman, Schauspieler Ed Harris (r.) mit Regisseur Stephen Daldry anlässlich der Präsentation von „The Hours“ bei den Filmfestspielen in Berlin 2003 Imago Images

Hinzu kam, dass es Kidman (sie war 2001 frisch von Tom Cruise geschieden) selbst mental während der Dreharbeiten nicht gut ging: „Ich war zu dieser Zeit innerlich wie abgelöst von mir selbst. Die Depressionen haben mich immer wieder übermannt und ich war nicht mehr Frau meines eigenen Körpers. Deshalb war ich auch eine perfekte Hülle für Virginia, die dann aus mir herauskam!“