Großeinsatz in Wien. Rechts: Ein Foto, das den Attentäter zeigen soll.  Foto: Georg Hochmuth/APA/dpa

Es ist der schlimmste Terroranschlag in der Geschichte Österreichs.  In der Wiener Innenstadt hat es am Montagabend mehrere Schusswechsel gegeben. Es gab mehrere Tote! Aus Polizeikreisen wurden zunächst zwei Todesopfer bestätigt - einer davon ist ein Attentäter. In der Nacht starben drei weitere Opfer. Mindestens 15 Menschen wurden verletzt, sieben davon schwer. Österreich ehrt die Opfer des Terrorakts bis zum Donnerstag mit einer dreitägigen Staatstrauer. 

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Bundeskanzler Sebastian Kurz: 14 Festnahmen 

In Wien habe es zahlreiche Hausdurchsuchungen gegeben, sagte der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz am Abend in einem Interview vom ARD-"Brennpunkt". Es seien 14 weitere Personen verhaftet worden. Es werde jetzt untersucht, ob der Attentäter Teil einer größeren Terrorzelle gewesen sei. 


Trauergottesdienst im Stephansdom 

Nach dem terroristischen Attentat in der Wiener Innenstadt mit vier Toten und zahlreichen Verletzten haben Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften im Stephansdom der Opfer gedacht. Den ökumenischen Gottesdienst am Dienstagabend leitete Wiens Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn. Bundespräsident Alexander Van der Bellen nahm ebenso wie Bundeskanzler Sebastian Kurz und die weitere Staatsspitze an der Gedenkfeier teil. Aufgrund der verschärften Corona-Bestimmungen und strenger Sicherheitsregeln waren sonst nur wenige weitere Trauergäste anwesend.

Vertreter der Religionsgemeinschaften sprachen jeweils ein Gebet aus ihren Heiligen Schriften und zündeten Kerzen für die Toten der vergangenen Nacht. Am Boden lag ein Gesteck aus weißen Blumen. Die Einladung erfolgte im Namen aller Religionsgemeinschaften, um zu zeigen, dass diese Einheit «nicht zerstört werden darf und nicht zerstört werden kann», so Schönborn.

Kardinal Christoph Schönborn (r), und der österreichische Kanzler Sebastian Kurz nehmen an dem Trauergottesdienstes für die Opfer des  Terroranschlags im Stephansdom teil. 
Foto:  Dragan Tatic/BKA/APA/dpa

Wien-Attentäter könnte Anschlag von 1981 „zitiert“ haben

Die Redaktion der österreichischen Wochenzeitung Falter, deren Büro sich in der Nähe des Anschlagsorts befindet, hat in einer Rekonstruktion der Tatnacht ihre Erlebnisse beschrieben. Geschrieben haben die Redakteurin Eva Konzett, der Redakteur Lukas Matzinger sowie Chefredakteur Florian Klenk.

In dem Artikel heißt es, die Polizei habe mit Helmen, schusssicheren Westen, Hubschraubern und zivilen Einsatzkommandos den Bezirk durchkämmt. Es sei wie bei einem Häuserkampf gewesen. „Sieben verschiedene Polizisten werden an diesem Abend schießen“, so die Redakteure.

Falter-Chefredakteur Florian Klenk.  Foto: imago images

Vieles spreche dafür, dass der Täter sein Anschlagsziel bewusst auswählte. Die Journalisten schreiben: „In derselben Seitenstettengasse hatte ein palästinensisches Terrorkommando 1981 die Hauptsynagoge der jüdischen Gemeinde Wiens gestürmt und zwei Menschen getötet. Kujtim F. könnte diesen Terrorakt zitiert haben, um dann im Bermudadreieck ein Blutbad vor den Überwachungskameras der Kultusgemeinde anzurichten.“

Dass sich solch ein Anschlag in Wien ereignen könnte, damit haben auch die Falter-Journalisten nicht gerechnet, schreiben sie.

IS bekennt sich

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Anschlag in Österreich für sich reklamiert. Ein „Soldat des Kalifats“ habe die Attacke verübt, behauptete der IS am Dienstag auf seiner Plattform Naschir News mit.

Das IS-Propagandaorgan Amaq veröffentlichte eine weitere Erklärung zu "einem Angriff mit Schusswaffen", der "gestern von einem Kämpfer des Islamischen Staats in der Stadt Wien" begangen worden sei, und veröffentlichte zudem ein Foto des bewaffneten Angreifers.


Deutsche bei Terroranschlag in Wien getötet

Bei dem Terroranschlag in Wien ist auch eine Deutsche getötet worden. "Wir haben jetzt die traurige Gewissheit, dass auch eine deutsche Staatsangehörige unter den Opfern des Angriffs in Wien ist", teilte Außenminister Heiko Maas am Dienstag in Berlin mit.

Kurz: Noch keine Entwarnung!

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz gibt nach dem tödlichen Terroranschlag in Wien mit vier Todesopfern noch keine Entwarnung. "Die Lage ist nach wie vor angespannt2, sagte Kurz am Dienstag bei "Bild live". Es gebe die Angst vor Nachahmungstätern. Zudem wollte er nicht endgültig ausschließen, dass es nicht doch noch einen zweiten flüchtigen Täter geben könnte. "Wir gehen mittlerweile davon aus, dass es nur einen Täter gegeben hat, der sich sehr schnell bewegt hat und an sechs Orten in der Wiener Innenstadt um sich geschossen hat und eben zahlreiche Menschen hier kaltblütig ermordet hat. Aber wir haben noch keine hundertprozentige Gewissheit", so Kurz.


Innenminister: Angreifer täuschte die Behörden

Der Angreifer von Wien hat nach Angaben des österreichischen Innenministers eine erfolgreiche Teilnahme an einem De-Radikalisierungprogramm vorgetäuscht, um eine vorzeitige Haftentlassung zu erreichen. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) sagte am Dienstag in Wien, es sei dem 20-jährigen Kujtim Fejzulai gelungen, das Deradikalisierungsprogramm des Justisystems und der daran Beteiligten "zu täuschen" und auf diese Weise früher freizukommen. Bei seinen Bewährungshelfern habe er sich "besonders bemüht".


Gedenken für die Opfer

Am Tag nach dem Terroranschlag in der Wiener Innenstadt gedenkt Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Er kniet vor einem Kranz am Tatort nieder.

Bundeskanzler Sebastian Kurz. 
Foto: action press

Zentralrat der Muslime verurteilt Anschlag

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat den tödlichen Anschlag in Wien scharf verurteilt. „Die Terroristen trachten nach unserem Leben, nach unserer Freiheit und wie wir hier in Europa leben. Sie führen Krieg gegen Gott und seinen Menschen“, sagte der Zentralrats-Vorsitzende Aiman Mazyek am Dienstag laut Mitteilung. Gebete und Gedanken seien in diesen Stunden bei den Getöteten und ihren Angehörigen. Als deutsche Muslime und als Europäer stehe man für die Unversehrtheit aller Menschen und zu den Werten „unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung“.


Kirchen verurteilen Anschlag als Religionsmissbrauch

Die katholische und die evangelische Kirche in Deutschland haben den Terroranschlag in Wien als schlimmsten Missbrauch von Religion verurteilt. Es sei „ein Anschlag auf die Menschlichkeit überhaupt“, teilte der Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, am Dienstag mit. „Sich beim Morden auf Gott zu berufen, ist zynisch und die schlimmste Form des Missbrauchs von Religion. Der Glaube an Gott steht für Liebe und Barmherzigkeit.“ Die fundamentalistischen Gewalttäter versuchten, Gift zu streuen, indem sie Hass schürten und Angst und Schrecken verbreiteten. „Aber es wird ihnen nicht gelingen“, sagte Bedford-Strohm.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, äußerte sich tief erschüttert. „Ich verurteile diesen islamistischen Terror, wie es ihn auch schon in der vergangenen Woche in Nizza gab.“ Terror im Namen der Religion pervertiere den Namen Gottes.


Musikanten der Philharmonie spielten

Auch in der Staatsoper saß das Publikum. Da begann das Orchester zu spielen... 


"Falter"-Chefredakteur Florian Klenk twittert Details über den Täter: 

Schwer bewaffnet posierte Kujtim F. im Internet. "Falter"-Chefredakteur Florian Klenk nennt den Mann Kurtin S. 

Der Täter ist erst 20 Jahre alt. Foto: Instagram

Die Wiener Polizei über die Fakten. 


Festnahmen in St. Pölten

Nach dem Anschlag in Wien hat die Polizei in St. Pölten zwei Menschen festgenommen. Wie die Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf einen Polizeisprecher berichtete, gab es in der niederösterreichischen Landeshauptstadt zudem zwei Hausdurchsuchungen. Der "Kurier" berichtete auf seiner Website, es handele sich um Kontaktadressen des mutmaßlichen Attentäters. Widerstand geleistet habe niemand.


Kurz warnt vor Spaltung der Gesellschaft

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz hat nach dem islamistisch motivierten Terroranschlag in Wien vor einer Spaltung der Gesellschaft gewarnt. «Es muss uns stets bewusst sein, dass dies keine Auseinandersetzung zwischen Christen und Muslimen oder zwischen Österreichern und Migranten ist», sagte Kurz in einer Fernsehansprache an die Nation am Dienstag. Es sei vielmehr ein Kampf zwischen den vielen Menschen, die an den Frieden glaubten, und jenen wenigen, die sich den Krieg wünschten. Religion und Herkunft dürften nie Hass begründen.

Wir werden die Opfer des gestrigen Abends niemals vergessen und gemeinsam unsere Grundwerte verteidigen", sagte Kurz an die Adresse der in Österreich lebenden Menschen.


Attentäter wollte sich dem IS anschließen

Österreichs Innenminister Karl Nehammer äußerte sich am Morgen nach dem Anschlag: Er gehe auf das Konto mindestens eines islamistischen Terroristen. Der Attentäter war 20 Jahre alt, hatte nordmazedonische Wurzeln und war einschlägig wegen Mitgliedschaft in einer terroristischer Vereinigung vorbestraft. Demnach wollte es in der Vergangenheit nach Syrien ausreisen, um sich dort der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen. Er sei daran gehindert worden und stattdessen am 25. April 2019 wegen Mitgliederschaft in einer terroristischen Vereinigung zu 22 Monaten Haft verurteilt worden. Der Mann mit nordmazedonischen Wurzeln sei am 5. Dezember „vorzeitig bedingt entlassen“ worden. Demnach galt er als junger Erwachsener und fiel damit unter die Privilegien des Jugendgerichtsgesetzes. Der Mann sei mit einem Sturmgewehr bewaffnet gewesen und habe außerdem als Attrappe einen Sprengstoffgürtel getragen. Er habe offenbar Panik verbreiten wollen.

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Die Wohnung des Verdächtigen sei auf der Suche nach belastendem Material durchsucht worden, hieß es. 1000 Beamte seien in Wien im Einsatz. „Wir können derzeit nicht ausschließen, dass es noch andere Täter gibt“, sagte Nehammer. Die entsprechenden Ermittlungen liefen auf Hochtouren.


Ein Opfer war sofort tot, drei starben in der Nacht

Der Anschlag hatte gegen 20.00 Uhr im Ausgehviertel Bermuda-Dreieck begonnen, wo kurz vor Beginn neuer Corona-Ausgangssperren und bei mildem Wetter viele Menschen unterwegs waren. Die Angreifer feuerten nach Angaben der Polizei an sechs verschiedenen Tatorten mit Gewehren um sich. Laut des Wiener Bürgermeisters Michael Ludwig schossen sie „wahllos“ auf Gäste in Lokalen.

Ein Opfer starb kurz nach dem Angriff, dabei handelte es sich nach Angaben des Senders ORF um einen Passanten. Eine bei dem Anschlag verletzte Frau starb später im Krankenhaus, wie Ludwig sagte. Auch ein weiterer Mann und eine weitere Frau kamen zu Tode. Insgesamt wurden nach seinen Angaben 15 Menschen nach dem Anschlag in die Krankenhäuser eingeliefert, mehrere von ihnen seien schwer verletzt. Unter den Verletzten war ein Polizist.


Netz feiert Helfer von verletztem Polizisten

Das Netz feiert nun zwei junge Männer für ihren selbstlosen Einsatz während der Terrorattacke in Wien. Recep Gültekin und Mikail Özen haben am Montagabend - während noch Schüsse fielen - einer älteren Dame und dem angeschossenen Polizisten geholfen, wie auf Videos in sozialen Medien zu sehen ist.

„Wir wollten den letzten Kaffee vor den Ausgangssperren trinken und dabei sind wir mitten im Gefecht gelandet“, schilderte Özen die Situation auf Instagram. Die beiden Kampfsportler hörten nach eigenen Aussagen am Schwedenplatz in der Wiener Innenstadt auf einmal Schüsse und sahen blutende Passanten. Ein Anwohner nahm die dramatischen Szenen aus seiner Wohnung in einem oberen Stockwerk auf.

Die beiden Männer halfen zunächst einer älteren Dame, sich in Sicherheit zu bringen. Danach sahen sie einen verwundeten Polizisten. „Wir konnten einfach nicht nur zuschauen. Wir sind hingelaufen und haben ihn zum Krankenwagen befördert“, so Özen. Dabei haben die beiden Wiener selbst ihr Leben riskiert, wie auf den Aufnahmen zu sehen war. In Videos auf ihrem Instagram-Account ist zu sehen, wie die Männer verletzt wurden und bluteten. Sie schienen aber auch nach ihrem Einsatz völlig ruhig. Gültekin musste wegen einer nach eigenen Aussagen „kleinen Schusswunde“ am Bein im Krankenhaus behandelt werden.


Bundespolizei intensiviert Kontrolle der Grenze zu Österreich

Als Konsequenz aus dem Anschlag in Wien kontrolliert die Bundespolizei die deutsch-österreichische Grenze mit erhöhter Wachsamkeit. „Unsere Kräfte sind entsprechend sensibilisiert“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Potsdam am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Die Kontrolle der Grenze zu Österreich sei nun ein „taktischer Schwerpunkt“, die Maßnahmen dort würden „lageangepasst verstärkt“.

Die Grenzbeamten beachteten genau, ob es Auffälligkeiten „aus dem entsprechenden Spektrum“ gebe, sagte der Sprecher mit Blick auf die mutmaßlich radikalislamischen Attentäter. Die „Fahndungsmaßnahmen“ an der Grenze würden verstärkt - dies gelte auch für den Bahnverkehr.


Tatorte nahe der Staatsoper und der Hauptsynagoge

Die Tatorte lagen unter anderem nahe der Staatsoper und der Hauptsynagoge der österreichischen Hauptstadt. Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Oskar Deutsch, erklärte im Onlinedienst Twitter, es sei noch unklar, ob das Gotteshaus eines der Angriffsziele gewesen sei.

Tote bei Terroranschlag in Wien: Karte der Innenstadt. 
Grafik: AFP

Ein Augenzeuge sagte dem Fernsehsender ORF, ein Terrorist habe gegen 20 Uhr nahe der Synagoge „mit einer automatischen Waffe wild geschossen“. Im Sender oe24.TV berichtete ein anderer Zeuge, es seien „mindestens 50 Schüsse“ abgegeben worden.

Auch auf einem Video, das der österreichischen Zeitung „Falter“ vorliegt, soll zu sehen sein, wie ein Mann gegenüber der Synagoge wahllos in Lokale schießt.

Auf den Straßen spielten sich dramatische Szenen ab. Menschen rannten um ihr Leben, verschanzten sich in den Lokalen. 


Der Sender Oe24.TV berichtete von „bis zu zehn Attentätern“, die „mit Sturmgewehren“ an mindestens sechs Tatorten in der Stadt unterwegs gewesen seien. Experten sprachen von einem „Terror-Kommando“. Alle Täter sollen demnach in den gleichen kakifarbenen Kampfanzügen gekleidet gewesen sein.

Wenig später gab es im Stadtpark und in der U-Bahn weitere Schusswechsel. Auch von einer Geiselnahme in einem Hotel war zwischenzeitlich die Rede. Das erwies sich aber als Falschmeldung.

Schwer bewaffnete Polizisten am Schwedenplatz. 
Foto:  Georg Hochmuth/APA/dpa

Die „Bild“-Zeitung berichtete, der wahrscheinliche Haupttäter sei Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Er habe seine Tat im Internetdienst Instagram angekündigt. Der Sprecher des Innenministeriums in Wien, Harald Sörös, sagte der österreichischen Nachrichtenagentur APA, sein Haus könne den „Bild“-Bericht vorerst nicht bestätigen.

Bei der Großfahndung in der Nacht waren hunderte Beamte im Einsatz. Die Sicherung wichtiger Gebäuden in Wien übernahm die Armee. Der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, kündigte verstärkte Kontrollen an den österreichischen Grenzen an.

Innenminister Karl Nehammer appellierte an die Einwohner von Wien, zu Hause zu bleiben und die Innenstadt zu meiden. Kinder in der Hauptstadt wurden für Dienstag von der Schulpflicht entbunden

„Wir werden uns durch Terrorismus niemals einschüchtern lassen und diese Angriffe mit allen Mitteln entschieden bekämpfen“, betonte Kanzler Kurz. Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen erklärte: „Wir werden unsere Freiheit und Demokratie gemeinsam und entschlossen mit allen gebotenen Mitteln verteidigen.“

Solidaritätsadressen für Österreich kamen aus ganz Europa. „Unsere Gedanken sind bei den Verletzten und Opfern in diesen schweren Stunden“, erklärte das Auswärtige Amt in Berlin. Es fügte hinzu: „Wir dürfen nicht dem Hass weichen, der unsere Gesellschaften spalten soll.“ Das Ministerium rief deutsche Staatsbürger in Wien auf, an einem sicheren Ort zu bleiben, bis es Entwarnung gebe.

Die EU verurteilte den „feigen“ Angriff. Ratspräsident Charles Michel erklärte im Onlinedienst Twitter, die Tat habe sich gegen „das Leben und unsere menschlichen Werte“ gerichtet. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen twitterte, Europa stehe „in voller Solidarität an Österreichs Seite“.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hob hervor, dass „ein befreundetes Land“ und „Europa“ angegriffen worden seien. „Wir werden nicht zurückweichen“, twitterte er. In Frankreich waren in den vergangenen Wochen zwei mutmaßlich islamistisch motivierte Anschläge bei Paris und in Nizza verübt worden, bei denen ein Lehrer und drei Kirchenbesucher getötet worden waren.

Einsatzkräfte der Polizei stehen am Schwedenplatz. 
Foto:  Georg Hochmuth/APA/dpa
Schwerbewaffnete Polizisten kontrollieren in der Wiener Innenstadt eine Person. 
Foto: Roland Schlager/APA/dpa
Polizisten kontrollieren eine Person. 
Foto: Georg Hochmuth/APA/dpa
Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bei seinem TV-Statement. 
Foto: Arno Melicharek/BKA/dpa