Schlaf ist gut für die Gesundheit. Foto: Imago Images

Schlaf ist gut für die Gesundheit – doch nur wie viel? Eine neue Studie des Henry Ford Hospitals in Detroit hat jetzt ermittelt, wie viel Nachtruhe man braucht, um das Risiko auf einen Herzinfarkt zu senken: zwischen sechs und sieben Stunden.

Studienleiter Dr. Kartik Gupta hatte die Daten von 14.079 Erwachsenen ausgewertet, die Fragebögen zu Gesundheit, Lebensstil und Ernährung ausgefüllt hatten. Das Durchschnittsalter lag bei 46 Jahren. Über die nächsten acht Jahre überprüften die Forscher halbjährlich, ob die Teilnehmer an Herzinfarkt oder Schlaganfällen gestorben waren.

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Laut Dr. Gupta, Internist des Ford Hospitals, wurde das Sterberisiko nach der sogenannten „ASCVD“-Risikoskala gemessen. Die sagt die Todeswahrscheinlichkeit anhand von Herzkreislaufproblemen oder Arterienverhärtungen innerhalb der nächsten zehn Jahre voraus.

Die Teilnehmer, die zwischen sechs Stunden und sieben Stunden schliefen, hatten ein Sterberisiko von 3,3 Prozent auf der Skala. Die Testpersonen mit unter sechs Stunden Schlaf schnitten mit 4,6 Prozent am schlechtesten ab, die Langschläfer (mehr als sieben Stunden) kamen im Schnitt auf 3,5 Prozent.

Dr. Gupta in einer Pressemitteilung: „Der Level des Entzündungs-Markers CRP, der mit Herzproblemen in Verbindung steht, erhöht sich mit zu kurzem und auch mit zu langem Schlaf. Schlaf ist eindeutig neben Ernährung, Sport und dem Rauchen ein wichtiger Faktor für Herz-Kreislauf-Probleme.“