Die deutsche Simone Strobel fand in Australien den Tod. Bis heute ist das Verbrechen nicht aufgeklärt. Foto: AFP

Anfang 2005 verschwand die Würzburger Kindergärtnerin Sabine Strobel ganz plötzlich von einem Zeltplatz im australischen Bundesstaat New South Wales. Jahrelang kamen die Ermittler in dem Fall nicht weiter. Bis offenbar die Aussetzung einer Belohnung von einer Million Australischer Dollar (rund 600.000 Euro) die Zungen etwas lockerte. Wie die Behörden mitteilten, sind nun neue Hinweise eingegangen.

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Die neuen Erkenntnisse seien nun Teil der laufenden Ermittlungen, sagte ein Sprecher der Polizei im Bundesstaat New South Wales am Dienstag. Simone Strobel war vor ihrem Verschwinden gemeinsam mit ihrem Freund mit einem Working-Holiday-Visum in Australien unterwegs gewesen. Anfang 2005 kamen für einige Wochen zwei Bekannte aus Deutschland dazu, die vier quartierten sich gemeinsam auf einem Campingplatz in Lismore im Nordosten von New South Wales ein. Dort verschwand die 25-Jährige. Wenige Tage später wurde ihre Leiche unter Palmwedeln entdeckt. Untersuchungen ergaben, dass sie Opfer eines Verbrechens geworden war.

Welcher Art die neuen Hinweise sind, teilten die australischen Behörden jedoch nicht mit. Es könnte neue DNA-Untersuchungen und eine erneute Überprüfung von Beweisen geben, hieß es. Es handele sich um eine „interessante Entwicklung“, sagte der örtliche Kriminalinspektor Grant Erickson der Zeitung „Northern Star“.

Dieses Bild gab die australische Polizei von Sabine Strobel heraus. Foto: AFP/New South Wales Police

Neben den neuen Hinweisen in Australien hätten die Behörden in Deutschland in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass eine bislang als verdächtig eingestufte Person nun als Zeuge klassifiziert werde, hieß es weiter. Auch diese Entwicklung werde von den Ermittlern in Australien überwacht. Die Polizei in New South Wales sei mit ihren deutschen Kollegen in ständigem Kontakt.