Nach einjähriger Testphase mit den E-Scootern zieht die Polizei auf Norderney eine positive Bilanz. 
Nach einjähriger Testphase mit den E-Scootern zieht die Polizei auf Norderney eine positive Bilanz.  Hauke-Christian Dittrich/dpa

Während man sich in Berlin häufig über E-Scooter ärgert, freut man sich andernorts sogar über sie: Vor einem Jahr wurde die Polizei auf Norderney mit E-Scootern ausgestattet. Und die Bilanz fällt positiv aus! „Die E-Scooter fallen auf, sobald sie zum Einsatz kommen“, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück der Deutschen Presse-Agentur. Man wolle auch weiterhin auf Elektromobilität setzen. 

Die geräuschlosen Flitzer mit blau-gelber Polizei-Lackierung würden Bürgernähe zu Insulanern und Touristen schaffen. „Man kommt viel schneller ins Gespräch, die E-Scooter sind ein regelrechter Eisbrecher“, sagte der Polizeisprecher.

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E-Scooter für Verfolgungsjagden ungeeignet

Die Norderneyer Beamtinnen und Beamten nutzen die beiden E-Scooter für Termine außerhalb ihrer Dienststelle, für die Präventions- und Kontaktarbeit sowie für Verkehrskontrollen. Dabei habe salzige Nordseeluft bisher keine negativen Auswirkungen auf die Akkuleistung. 

Verfolgungsfahrten gab es mit den E-Scootern aber nicht – dafür sei die Höchstgeschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde zu lahm. Auch für Festnahmen eigneten sich die Roller wegen fehlender Transportmöglichkeiten nicht. „Die E-Scooter können die herkömmlichen Einsatzfahrzeuge nicht ersetzen.“

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E-Mobilität auf den Ostfriesischen Inseln populär

Bei den Rollern fehlen zudem Blaulicht und Martinshorn – auch das ist laut der Polizeidirektion aber nicht schlimm. Durch einfaches Zurufen können die Beamtinnen und Beamten im Straßenverkehr auf sich aufmerksam machen.

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Auch auf anderen Ostfriesischen Inseln haben Beamte in den vergangenen Jahren schon Erfahrungen mit ungewöhnlichen Polizeieinsatzfahrzeugen gemacht. Auf Borkum nutzt die Polizei bereits seit 2017 ein geländegängiges Elektro-Motorrad und auf Juist ist ein E-Quad im Dienst.