Neil Young beim Roskilde Festival 2016. Young hat US-Präsident Donald Trump dafür kritisiert, einige seiner Songs bei der jüngsten Ansprache am Mount Rushmore verwendet zu haben.  Foto: Nils Meilvang/epa/dpa 

Nach der Verwendung seiner Songs bei einer Ansprache von US-Präsident Donald Trump am Mount Rushmore überlegt der kanadische Rockstar Neil Young nun doch, rechtliche Schritte einzuleiten. „Stellt Euch vor, wie es sich anfühlt, "Rockin' in the Free World" zu hören, nachdem dieser Präsident gesprochen hat, als wäre es sein Titelsong. Ich habe ihn nicht dafür geschrieben“, schrieb der 74-Jährige in einem Statement, das auf der Internetseite „Neil Young Archives“ veröffentlicht wurde.

Trump hatte den Song und weitere bei einem Auftritt zum Unabhängigkeitstag Anfang Juli gespielt. Das fand der Musiker zwar „not ok“ - von einer Klage sah Young jedoch ab, damit sich der Präsident auf den Kampf gegen das Coronavirus konzentrieren konnte, wie er in einem Brief an den Präsidenten schrieb. Nach dem umstrittenen Einsatz von Bundespolizisten gegen Demonstranten schrieb Young nun: „Ich bin dabei, meine Meinung darüber zu ändern, den Präsidenten zu verklagen“, schrieb Young.

Der Musiker, der in Kalifornien lebt und auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt, ist ein überzeugter Demokrat. Schon 2016 hatte er sich beschwert, als Trump im Wahlkampf seine Songs verwendete. Er ist nicht der einzige Musiker, der Probleme damit hat, dass Trump seine Songs für Wahlkampfauftritte nutzt. So hatten etwa die Rolling Stones, Elton John, Ozzy Osbourne, Adele und zuletzt im Juni die Familie des 2017 gestorbenen Sängers Tom Petty den US-Präsidenten dafür kritisiert. (dpa)