Bei Protesten in Neapel wurden mehrere Rauchbomben gezündet. Foto: imago images/Fabio Sasso

In Süditalien ist es bei Protesten gegen die nächtliche Ausgangssperre zu schweren Ausschreitungen gekommen. Rund um den Beginn der Sperrstunde um 23 Uhr am Freitag entzündeten Demonstranten Rauchbomben, schleuderten Gegenstände auf die Polizei und setzten Mülltonnen in Brand.

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Mehrere hundert Menschen, viele von ihnen junge Leute, beteiligen sich an den Protesten. In sozialen Netzwerken hatte es zuvor Aufrufe gegeben, dass die Einwohner sich über die Ausgangssperre hinwegsetzen sollten.

Neben der Region Kampanien, zu der Neapel gehört, verhängten auch die Lombardei und Latium angesichts wieder stark steigender Infektionszahlen nächtliche Ausgangssperren - zu Latium gehört die Hauptstadt Rom.

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Landesweite Ausgangssperren lehnt Ministerpräsident Giuseppe Conte bislang ab. Am vergangenen Sonntag hatte er aber eine landesweite Sperrstunde ab Mitternacht für Bars und Restaurants verfügt.