Fragwürdige Performance: Ziegen mit Nazi-Kostümen in der Manege.  Foto: Screenshot Udmurtia State Circus

Die russisch-orthodoxe Kirche sorgt für einen handfesten Skandal in Russland. In einem Zirkus wurden eine Affe und zwei Ziegen mit Nazi-Kostümen durch die Manege geführt. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft. Der Vorfall ereignete sich in der Stadt Ischewsk rund 970 Kilometer östlich von Moskau. Es habe sich um eine einmalige Neujahrsvorführung gehandelt, um den Sieg über Hitlerdeutschland im Zweiten Weltkrieg zu illustrieren, erklärte der Zirkus am Freitag.

Die Veranstaltung sei im Auftrag der orthodoxen Kirche konzipiert worden, die sich einen „historischen Ausflug“ über ihre Rolle in der russischen und sowjetischen Geschichte gewünscht habe, heißt es in einer zuvor veröffentlichten Stellungnahme. In diesem Kontext sei auch der Zweite Weltkrieg thematisiert worden.

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Wegen der umstrittenen Vorführung ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. Der Zirkus beruft sich auf ein Gesetz, das die Verwendung faschistischer Symbole erlaubt, sofern sie nicht zu Propaganda-, sondern zu Bildungszwecken dient.