Diese Leichenteile entdeckten Lindsay und Lynette Melvin im austrocknenden Lake Mead. Lindsey Melvin/AP

Amerikas größtes Wasserreservoir wird zum Horror-See. Eine Woche nachdem wegen des geringen Wasserstands eine mindestens 40 Jahre alte Leiche in einem Fass freigelegt wurde, fanden Touristen jetzt die nächsten menschlichen Überreste im Schlamm von Lake Mead. Und die Polizei ist sich sicher, dass das nur der Anfang sein wird.

Lindsay und Lynette Melvin waren bei einem Spaziergang am Ufer im Callville Bay auf einen Totenschädel gestoßen, der halb aus dem Schlamm ragte. Als sie den getrockneten Sand mit dem Fuß etwas wegstießen, fanden sie weitere Skelettknochen. Sie fotografierten ihren schaurigen Fund, stellten die Bilder auf Instagram und alarmierten dann die Behörden.

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Amerikas größtes Wasserreservoir wird zum Horror-See

Jason Johansson, Sprecher der Polizei von Las Vegas: „Wir haben diesmal nicht die Mordkommission vorbeigeschickt, sondern gleich das Forensiker-Team des Gerichtsmedizinischen Instituts. Wir glauben, dass noch weitere Leichenfunde wahrscheinlich sind.“

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In diesem Fass, das der Lake Mead freilegte, wurde eine Leiche entdeckt. Patrick T. Fallon/AFP

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Die Leiche im Fass wurde am 1. Mai von einem Ehepaar auf einem Bootsausflug gefunden. Der Tote wurde laut vorläufigen Befund des Gerichtsmediziners Mitte der 1970er-Jahre erschossen und dann versenkt. Die Polizei geht von einem Mafia-Mord aus. Diese hatte zwischen den 40er- und 80er-Jahren die Casinos im naheliegenden Las Vegas dominiert.

Versteckte die Mafia im Lake Mead ihre Leichen?

Es wird angenommen, dass die Mafia-Killer ihre Opfer unter anderem in tiefen Gewässern wie dem Lake Mead verschwinden lassen haben. Mordkommissions-Leiter Ray Spender zur New York Times: „Leichen, die im Lake Mead versenkt wurden, würden nie entdeckt werden – außer das Wasser zieht sich so wie jetzt zurück.“

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Der Wasserstand des größten Wasserreservoirs der USA ist durch die anhaltende Dürre so niedrig wie seit 51 Jahren nicht mehr. Der Lake Mead wurde in den 1930ern im Zuge des Hoover-Dammprojekts geschaffen und versorgt 25 Millionen Menschen mit Trinkwasser. Wegen der Dürre ist der Wasserstand aber auf das niedrigste Niveau seit 1937 gesunken. Wissenschaftlern zufolge trägt der menschengemachte Klimawandel zu der Dürre im Westen der USA bei.