Ein Sumatra-Tiger soll zwei Menschen in Indonesien getötet haben. imago/Verena Scholze

Erst einen Goldsucher und nur wenige Wochen später einen 20-Jährigen: Naturschützer in Indonesien haben einen seltenen Sumatra-Tiger eingefangen, der zwei Menschen getötet haben soll. Die Raubkatze sei am Samstag in dem Dorf Air Batu ungefähr im Zentrum der Insel Sumatra in eine Falle gegangen, die ihr Polizei und Angestellte der örtlichen Naturschutzbehörde gelegt hätten, berichtete die Nachrichtenagentur Antara am Sonntag. Der Tiger sei in eine Tierpflegestation gebracht worden.

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Zwei Tote durch Tiger-Angriffe

Den Berichten zufolge handelt es sich vermutlich um den Tiger, der am vorigen Mittwoch einen 20-jährigen Mann tötete, als dieser in Air Batu auf der Suche nach einem Handysignal auf einen Hügel geklettert war. Am 25. September war in einem anderen Dorf der Gegend ein Goldsucher von einem Tiger getötet worden.

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Auf Sumatra leben nur noch 400 Sumatra-Tiger in freier Wildbahn

Der Sumatra-Tiger (Panthera tigris sumatrae) ist die kleinste der noch lebenden Unterarten des Tigers. Neben Wilderei hat die Vernichtung von natürlichem Lebensraum durch Palmölplantagen die Zahl stark dezimiert. Auf der Rieseninsel Sumatra, deren Fläche in etwa der von Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen entspricht, gibt es noch höchstens 400 Exemplare in freier Wildbahn. Es ist die letzte in Indonesien verbliebene Unterart der Großkatze, nachdem der Java- und der Bali-Tiger bereits ausgerottet wurden.