Ein Pkw wird in Wesel am Hafen aus dem Wasser des Rheines gezogen. Am Abend zuvor war der Wagen mit fünf Insassen in den Fluss gestürzt. dpa/Arnulf Stoffel

Retter suchten lange nach ihnen, nun ist es traurige Gewißheit: Bei dem Unfall am Hafen Wesel am Montagabend sind drei Menschen ums Leben gekommen.

Aus einem im Rhein versunkenen Unfallwagen im nordrhein-westfälischen Wesel hat die Polizei am Dienstag drei Leichen geborgen. Die Identitäten der Männer waren zunächst nicht eindeutig geklärt, sagte ein Polizeisprecher. Die drei Opfer befanden sich in einem Auto, das am Montagabend aus zunächst unbekannten Gründen von der Hafenstraße in den Rhein fuhr. Zwei weitere Insassen konnten gerettet werden.

Die zwei Überlebenden, ein 20-Jähriger und ein 17-Jähriger, wurden laut Polizeiangaben in ein örtliches Krankenhaus gebracht. Sie erlitten einen schweren Schock. Nach einer ersten Befragung hatte sich ergeben, dass sie gemeinsam mit drei weiteren Heranwachsenden in dem Auto unterwegs waren, als es am Hafen in den Fluss fuhr.

Wegen der starken Strömung wurde die Suche in der Nacht unterbrochen

Wegen der starken Strömung des Rheins und der eingeschränkten Sicht musste die Suche nach dem Wagen und den Vermissten in der Nacht demnach eingestellt werden. Am Dienstagmorgen hätten Feuerwehr, Wasserschutzpolizei und die lokale Polizei die Suche fortgesetzt. Dabei seien auch speziell ausgebildete Polizeitaucher im Einsatz gewesen.

Am Nachmittag sei es gelungen, den Unfallwagen zu bergen. Im Auto entdeckten die Einsatzkräfte demnach drei junge Männer, deren Identität noch zweifelsfrei festgestellt werden muss. Zu den Hintergründen des Unglücks ermittelt die Kriminalpolizei unter Federführung der Staatsanwaltschaft.

Opferschützer der Polizei und Seelsorger betreuten bereits seit Montagabend die Familien der Vermissten.