Der Rechtsextreme Verschwörungsideologe Alex Jones.
Der Rechtsextreme Verschwörungsideologe Alex Jones. Imago/Zuma Wire

Alex Jones ist einer der bekanntesten Verschwörungsideologen der Welt. Der US-Amerikaner gilt auch vielen deutschen Medienmachern aus der rechten Verschwörungsszene als Vorbild, zuletzt hatte Jones den Rapper Kanye West zu Gast und bot ihm die Bühne dafür zu erklären, dass er die Nazis liebe und auch für Hitler einiges übrig habe. Doch trotz aller Erfolge und zahlreicher teils frenetischer Fans sieht es für den Gründer der Website Infowars derzeit finanziell nicht rosig aus. Wegen einer verlorenen Klage musste er Insolvenz anmelden.

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Alex Jones: Verschwörungstheorien haben ihn reich gemacht

So viel vorab: Verschwörungsmythen im Internet zu verbreiten scheint Alex Jones reich gemacht zu haben. Alex Jones ist mehrfacher Millionär. In seinem Insolvenzantrag ist von einem Vermögen von einer bis zehn Millionen Dollar die Rede, der Klägeranwalt, der nun überhaupt für die Insolvenz verantwortlich ist, sprach im August gar von geschätzten 135 bis 270 Millionen Vermögen. 

Doch wie viel es auch letztendlich ist, für die Beträge, die nun auf Alex Jones zukommen, reicht das hinten und vorne nicht! Jones wurde zu 1,44 Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro) Schadenersatz, sowie zusätzlich 473 Millionen Dollar Strafschadenersatz verurteilt.

Alex Jones leugnete Amoklauf an Grundschule

Der Grund ist einer seiner bekanntesten Verschwörungsmythen: 2012 leugnete er den Amoklauf an der Sandy Hook-Grundschule im US-Bundesstaat Connecticut, bei dem 20 Kinder starben. Er behauptete, es gäbe keinen Amoklauf. Die Opfer und ihre Angehörigen seien von der Regierung von Barack Obama bezahlte Lügner und Schauspieler, die das Ziel hätten, den Waffenbesitz einzuschränken und eine Diktatur zu errichten. 

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Gegen diese pietätlose Falschbehauptung stellten Angehörige ab dem Jahr 2018 mehrere Verleumdungsklagen und hatten über die Jahre immer wieder Recht bekommen. Am Ende stehen nun ausstehende Zahlungen von mehr als 1,4 Milliarden Dollar.

Ob die Angehörigen der Opfer des Amoklaufs auch tatsächlich an ihr Geld kommen, ist übrigens unklar, erst recht nach dem Insolvenzantrag von Jones. Wie die Washington Post berichtet, soll sich der Verschwörungsideologe in den vergangenen Jahren durchaus auf ein solches Urteil vorbereitet haben. Immer wieder habe er zuletzt Millionen von Dollar aus seinen Unternehmen gezogen und in andere transferiert, die ihm selbst, Freunden oder Verwandten gehören. 

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