Elefanten im Kölner Zoo: Nach einer Auseinandersetzung muss einer der Vierbeiner eingeschläfert werden. imago

Schwarze Woche für Tierfreunde: Nach einer tödlichen Brand-Katastrophe im Tropenhaus meldet der Kölner Zoo die nächste Tragödie: Bei einer blutigen Auseinandersetzung unter Dickhäutern wurde Elefantenkuh „Maejaruad“ so schwer verletzt, dass das Tier eingeschläfert werden muss. Zuvor waren bei einem Brand in der Mehrzweckhalle des Tropenhauses in dem Zoo insgesamt 132 Tiere getötet worden. „Zum großen Bedauern“ des Zoos starben verschiedene Fisch- und Vogelarten sowie mehrere Flughunde, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch hieß. Bei einem ersten Rundgang waren die Einsatzkräfte noch von „einigen“ getöteten Vögeln ausgegangen.

Nach Angaben des Zoos befanden sich unter den getöteten Tieren auch „sehr seltene Arten“ aus den Erhaltungszuchtprogrammen. Diese hätten sich in der großen Freiflughalle befunden. Viele Tiere des im Jahr 2000 gebauten Regenwaldhauses mit Flora und Fauna Südostasiens seien jedoch wohlauf.

Tödliche Feuerkatastrophe im Zoo: Brandstiftung ausgeschlossen

Weitere Untersuchungen zur Brandursache hätten ergeben, dass das Feuer in einer Zwischendecke entstand, durch die mehrere Kabelkanäle laufen. Brandstiftung könne deshalb ausgeschlossen werden. Die Notfall- und Brandschutzpläne hätten „erfolgreich gegriffen“. Eine Schadenssumme konnte der Zoo noch nicht beziffern.

Das Regenwaldhaus blieb zunächst für Besucher geschlossen. Die Versorgung der dort unbeschadet weiterlebenden Tiere sei „zu jeder Zeit“ gewährleistet, versicherte der Zoo. Das Feuer war am Dienstagabend ausgebrochen. Mehr als 50 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um den Brand zu löschen.