Schwere Unwetter sind im Anzug auf Deutschland.  imago/Christian Ohde

Noch einmal schlägt in Deutschland die Hitze zu. Über ganz Europa verteilte sich in den letzten Tagen die superheiße Sahara-Luft, in einigen Regionen brachte sie Temperaturen von über 40 Grad. Auch die Berliner und Brandenburger können sich am Sonntag und zum Start in die neue Woche auf Sonnenschein freuen.

Durch das Hoch Afra werden am Sonntag in Brandenburg Höchsttemperaturen von bis zu 30 Grad erwartet, in Berlin bleibt es einen Grad kälter. Nur in der der Prignitz und der Uckermark kann es am Nachmittag bereits die ersten Regenschauer und eventuell auch Gewitter geben. In der Nacht zum Montag kühlt es sich auf 12 bis 16 Grad ab.

Nach der Sahara-Hitze wird es gefährlich

Aber: „Die Wetterlage wird richtig spannend in den kommenden Tagen werden. Heute durch Sahara-Hitze steigen die Temperaturen über 30 Grad und dann wird es schon wieder gefährlich", warnt auch Diplom-Meteorologe Dominik Jung (wetter.net).

Ab Sonntagabend bilden sich die ersten kräftigen Gewitter. Zunächst ist nur der Westen Deutschlands betroffen. Ab morgen droht uns nach sehr warmen Temperaturen von bis zu 35 Grad zum Start in die neue Woche dann auch eine „Schwergewitterlage“. Heftige Unwetter mit Starkregen, Sturzflutgefahr, Sturmböen, Hagel sind vorhergesagt. Und auch Tornados sollen über uns hinwegfegen.

Am Donnerstagabend hatte ein solcher Wirbelsturm ein Dorf in Tschechien in Schutt und Asche gelegt. Es gab Tote und viele Verletzte. Auszuschließen ist das für Deutschland nicht. „So ein Tornado wie in Tschechien kann auch jederzeit uns ins Deutschland treffen. Da hatten wir bisher großes Glück“, erklärt Wetterexperte Jung.

Hagel, Starkregen, Sturmböen

Wie geht es weiter? „Auch der Dienstag ist angespannt. Eine neue Schwergewitterlage steht an. Im Osten zunächst noch am freundlichsten", so Dominik Jung. Später dann auch die ersten schweren Gewitter. Mittendrin über Deutschland liegt dann die Gewitter- und Unwetterfront. Und so drohen uns auch Hagel und Starkregen, Sturmböen und die Bildung von Tornados – und das bei Temperaturen von bis zu 35 Grad im Berliner Raum.

Also gut aufpassen! Nehmen Sie die Unwetterwarnungen nicht auf die leichte Schulter.

Und auch der Mittwoch bringt Schauer und Gewitter. Der Schwerpunkt liegt im Osten und Nordosten Deutschlands. Hier wird dann erst  langsam die Hitze verdrängt. Von trockenem Wetter sind wir weit entfernt. „Da kommt ordentlich was runter“, warnt Jung für die nächsten Wochen. Auf bis zu 60 Liter Regen pro Quadratmeter müssen wir uns einstellen. „Im süddeutschen Raum heißt es fast schon Land unter. 90 bis 150 Liter pro Quadratmeter", so Jung. Örtlich ist mit Überflutungen zu rechnen.

Starke Gewitter fegen in den nächsten Tagen über Deutschland hinweg. Imago Images

Mitte Juli wird es kühler

Die Temperaturen gehen bis Mitte Juli dann zurück auf 20 bis 25 Grad. Also erst mal nix mit Hitzesommer. Und das Ganze gepaart immer wieder mit ordentlichen Gewittern.

Doch was hat es nun eigentlich mit dem Siebenschläfertag auf sich? Der Name Siebenschläfer geht auf die christliche Legende der „sieben Schläfer von Ephesos“ zurück, die im Jahr 251 während der Christenverfolgung in eine Höhle geflohen und dort eingemauert worden sein sollen. Der liturgische Gedenktag ist der 27. Juni. Einst verknüpften Bauern Wetterlagen mit Festtagen und stellten Regeln auf.

Doch nach der gregorianischen Kalenderreform im Jahr 1582 stimmt der heutige Siebenschläfertag eigentlich nicht mehr mit dem ursprünglichen Tag überein. Durch die Verschiebung um etwa zehn Tage wäre der „richtige“ Siebenschläfertag erst am 7. oder 8. Juli.